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  • 06.04.2013           12      Teilen:   |

Proteste in Deutschland und den Niederlanden

Gegenwind für Putin

Artikelbild
Eine Aktion von Quarteera beim Berliner CSD 2012 zeigte Putin und Medwedew als Paar im Stil von Pierre et Gilles (Bild: Norbert Blech)

Mit einer neuen Kampagne wollen der LSVD und Quarteera Solidarität mit Lesben, Schwulen und Transgender in Russland zeigen.

Im Kampf gegen das geplante Verbot von "Homo-Propaganda" in ganz Russland haben der LSVD und Quarteera, eine Vereinigung russischsprachiger LGBT in Deutschland, eine neue Kampagne gestartet. Die Aktion "Freundschaftskuss" soll "Solidarität mit Lesben, Schwulen und Transgender in Russland" zeigen.

Im Laufe der nächsten Wochen – der Gesetzentwurf steht Anfang Juni zur zweiten Lesung und nach der Sommerpause zur Verabschiedung in der Duma an – sind diverse Veranstaltungen geplant, darunter Tagungen, Konzerte, Besuchsreisen, Ferienlager und Demonstrationen.

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Bittbriefe an die Mächtigen

Die Aktion wird vielfältig
Die Aktion wird vielfältig

Bereits begonnen hat eine Briefaktion, in deren Verlauf Unternehmen, Verbände und Politiker, die mit Russland zu tun haben, persönlich angeschrieben wurden oder werden. So erhielten Mitte März alle Abgeordneten des Bundestags-Menschenrechtssauschusses einen Brief, der ausführlich die Situation schildert und fordert, sich für russische Schwule, Lesben und Transgender einzusetzen.

Der Brief ging auch an den Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit, Dr. Andreas Schockenhoff (CDU), und die Deutsch-Russische Parlamentariergruppe des Bundestages. In einem weiteren Brief wurden deutsche Unternehmen, die in Russland tätig sind, angeschrieben.

Anlässlich eines Besuches von Walentina Matwienko, einer ehemaligen Gouverneurin von St. Petersburg und Unterstützerin von Gesetzen gegen "Homo-Propaganda", Ende März im Bundesrat wurden auch Bundesratspräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) gebeten, sich in Gesprächen für die russischen Homosexuellen einzusetzen. Allerdings: "Bislang haben wir weder von Bundesratspräsident Kretschmann noch von Ministerpräsidentin Kraft eine Antwort erhalten", berichtet der LSVD.

Putin in Hannover und Amsterdam

Das niederländische Protestbündnis "Stop the Antigay Law" bat Unterstützer bei Facebook, Bilder einzuschicken, die Putin in neuem Licht erblicken lassen
Das niederländische Protestbündnis "Stop the Antigay Law" bat Unterstützer bei Facebook, Bilder einzuschicken, die Putin in neuem Licht erblicken lassen

Der jüngste Brief ging an Bundeskanzlerin Angela Merkel: Sie eröffnet am Sonntag zusammen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Hannover-Messe. "Wer in seiner Heimat dafür sorgt, dass ausländische Organisationen als Agenten bezeichnet werden, wer mit dem geplanten Anti-Homosexuellen-Gesetz die Europäische Menschenrechtskonvention mit Füßen tritt, kann kein wirtschaftliches Partnerland Deutschlands sein.", fordert der LSVD. Merkel müsse bei dem Treffen "ihre Besorgnis zum Ausdruck bringen".

Zuletzt hatte sich Merkel kritisch über Russland geäußert – im Zuge eines Vorgehens gegen Nichtregierungsorganisationen gab es Razzien auch bei den Konrad-Adenauer- und Friedrich-Ebert-Stiftungen in Moskau (wie bei LGBT-Organisationen in St. Petersburg, queer.de berichtete).

Im Rahmen eines Besuches zum Jahr der deutsch-niederländischen Freundschaft wird Putin am Montag in Amsterdam Königin Beatrix treffen und mehrere Museen besuchen. Dort erwartet ihn ein deutlicheres Zeichen: Die Stadt Amsterdam hat als Protest gegen die homophobe Gesetzgebung eine Beflaggung mit Regenbogenfahnen angeordnet. Auch zu mehreren allgemeinen Protesten wird es – wie in Hannover – kommen, auch Schwule und Lesben haben zu einer Demonstration aufgerufen. (nb)

Links zum Thema:
» Alle Infos zur Kampagne
» Webseite von Quarteera
» "Putin A Rainbow" von "Stop the antigay law"
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Tags: russland, wladimir putin, lsvd, quarteera, hannover, amsterdam
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Reaktionen zu "Gegenwind für Putin"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
06.04.2013
13:23:53


(+5, 7 Votes)
 
#2
06.04.2013
14:45:23


(-3, 3 Votes)

Von leider noch so


Konservative sehen sich nicht als Baumeister neuer menschlicher Ordnungen. Auch Putin präsentiert sich nicht (mehr) als Schöpfer einer neuen bürgerlichen Freiheit, sondern als Klempner, der repariert, oder als Gärtner, der schneidet, lichtet, aber auch gießt und pflegt, was gut zu gedeihen und zu blühen verspricht. Mehr haben sich Konservative vom Politischen nie versprochen. [] Schmerzhaft sind die formidablen Umfragewerte für Putin vor allem für die Verfechter und Verteidiger von Volkssouveränität und parlamentarischer Repräsentation. Seit Jelzin hat sich kein zweiter Regierungschef so unsentimental über die Prinzipien der demokratischen Lehrbücher hinweggesetzt wie er. Aber es schadet ihm nicht. Auch und gerade in diesem Fall gewinnt er durch eine typisch konservative Geste. Konservative haben nie viel vom Parlament gehalten. Es war ihnen ein Ort des ziellosen Palavers.


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#3
06.04.2013
15:19:39


(-2, 10 Votes)

Von fink


kann mir bitte jemand erklären, warum es lustig sein soll, putin als schwul darzustellen? ist das nicht ein schuss ins eigene knie?


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#4
06.04.2013
17:15:15


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die Aktion in den Niederlanden ist begrüßenswert!


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#5
06.04.2013
17:28:07


(+7, 7 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


[Die Stadt Amsterdam hat als Protest gegen die homophobe Gesetzgebung eine Beflaggung mit Regenbogenfahnen angeordnet.]
das nenne ich mal eine RICHTIGE REAKTION !!!
endlich beziehen "offizielle verwaltungen" stellung!!!
nichts gegen die demos des LGBT, aber diese beflaggung auf höherer ebene, dürfte doch noch mehr aufmerksamkeit erregen !


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#6
06.04.2013
18:26:40


(+3, 5 Votes)

Von wortwechsel
Antwort zu Kommentar #2 von leider noch so


Franz Walter, lehrt Politikwissenschaften an der Uni Göttingen und leitet dort das Institut für Demokratieforschung. Er analysiert die Vormachtstellung von Merkels CDU wie folgt:
Konservative sehen sich nicht als Baumeister neuer menschlicher Ordnungen. Auch Merkel präsentiert sich nicht (mehr) als Schöpferin einer neuen bürgerlichen Freiheit, sondern als Klempnerin, die repariert, oder als Gärtnerin, die schneidet, lichtet, aber auch gießt und pflegt, was gut zu gedeihen und zu blühen verspricht. Mehr haben sich Konservative vom Politischen nie versprochen. [] Schmerzhaft sind die formidablen Umfragewerte für Merkel vor allem für die Verfechter und Verteidiger von Volkssouveränität und parlamentarischer Repräsentation. Seit Adenauer hat sich kein zweiter Regierungschef so unsentimental über die Prinzipien der demokratischen Lehrbücher hinweggesetzt wie sie. Aber es schadet ihr nicht. Auch und gerade in diesem Fall gewinnt sie durch eine typisch konservative Geste. Konservative haben nie viel vom Parlament gehalten. Es war ihnen ein Ort des ziellosen Palavers.
Franz Walter in der Frankfurter Rundschau

Link zu www.heise.de


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#7
06.04.2013
18:33:08


(+8, 8 Votes)

Von ****
Antwort zu Kommentar #4 von FoXXXyness


Sie ist VORBILDLICH und nachahmenswert.


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#8
06.04.2013
21:09:51


(+4, 4 Votes)

Von Foxie
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von fink


Wieso nicht?

Ist doch eine sehr freundliche Art, von "Zar" Putin eine Reaktion zu bekommen. Und je nachdem, wie die ausfällt, kann man darauf reagieren.

Mal sehen.


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#9
06.04.2013
23:19:03


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Rußlands Diktator zickt rum:

Link zu www.bild.de

Dann soll er halt wieder nach hause fliegen, es wird ihn keiner vermissen!


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#10
07.04.2013
15:02:53


(+5, 5 Votes)

Von AGENDA GULAG


Putin trifft heute Merkel zum Abendessen. Überschattet wird es von den Durchsuchungen deutscher Stiftungen in Russland. Die Kanzlerin will Putin dieses Thema nicht ersparen. Im ARD-Interview rechtfertigte er die Razzien und betonte, dass sich Russland für Demokratie entschieden hat.
Danach trifft Putin seinen Lieblingsdeutschen Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD). Der feiert seinen 69. Geburtstag.


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