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Lehrer, die einer sexuellen Minderheit angehören, sind oft das Ziel von Mobbing

Die irische Lehrergewerkschaft hat an das Bildungsministerium appelliert, schwule und lesbische Lehrer in der Oberstufe besser vor Homophobie zu schützen.

Beim Treffen der Teachers' Union of Ireland (TUI) im westirischen Galway haben die 400 Delegierten vergangene Woche einen Antrag angenommen, in dem das Bildungsministerium aufgefordert wird, mehr gegen die Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit an Schulen zu unternehmen. Das berichtet die Tageszeitung "Irish Independent".

Laut Antragssteller Patrick Hogan kämen viele nicht-heterosexuelle Lehrer "voller Angst" in den Unterricht: "Unsere LGBT-Kollegen haben nicht nur Angst, ihren Job zu verlieren, sondern werden auch in Schulkorridoren gemobbt". Die Schulverwaltung würde in der Regel derartige Übergriffe ignorieren und banalisieren, so Hogan.

Die Republik Irland stellte Homosexualität bis 1993 unter Strafe. Das führte dazu, dass in dem ländlichen Staat Vorurteile gegen Schwule und Lesben weit verbreitet waren. So erklärten 2009 80 Prozent der lesbischen oder schwulen Iren, dass sie wegen ihrer Sexualität schon beschimpft worden sind – ein Viertel wurde sogar tätlich angegriffen (queer.de berichtete). In den letzten Jahren hat sich die politische Lage jedoch entspannt: So hat das Parlament 2010 der Einführung von eingetragenen Partnerschaften zugestimmt (queer.de berichtete). Der Schritt wurde laut Umfragen von einer Mehrheit der Iren positiv bewertet. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 LucaAnonym
  • 08.04.2013, 20:35h
  • Nachdem eine Zeitlang die Jugendlichen immer offener wurden, ist jetzt an den Schulen die genau gegenteilige Tendenz erkennbar.

    Der konservative Rollback macht auch vor Jugendlichen nicht halt.
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#3 FelixAnonym
  • 09.04.2013, 08:57h
  • Antwort auf #2 von Luca
  • Ja, leider...

    Denn das sind die kommenden Generationen, die die Zukunft bestimmen.

    Dass es ausgerechnet in dieser Gruppe Rückschritte gibt, ist besonders dramatisch.

    Wir brauchen dringend mehr Aufklärungsarbeit an den Schulen, Bildungsprogramme für Jugendliche und verbindlicher Verankerung des Themas Homosexualität nicht nur in Sexualkunde, sondern auch in Fächern wie Politik, Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde, etc. wo man auf Geschichte der Schwulenverfolgung, Diskriminierung in anderen Ländern, etc. eingehen sollte.

    Schwarz-Gelb lehnt ja alle Verstöße in diese Richtung ab. Da bleibt nur die Hoffnung, dass fortschrittlichere Parteien die Mehrheit gewinnen.
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