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Wie hier am Amsterdamer Flughafen wird Putin in der niederländischen Großstadt überall mit Regenbogenflaggen empfangen - die städtischen wehen auf Halbmast. (Bild: COC Amsterdam)

Nach seinem Deutschland-Besuch trifft Putin am Montag in Amsterdam ein. Dort erwarten ihn wütende Homo-Aktivisten.

In der Stadt Amsterdam gibt es während des Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin heftige Kritik an der Homo-Politik in dessen Land. In der ganzen Stadt wurden die Regenbogenfahnen auf Halbmast gesetzt. Damit soll gegen ein geplantes Gesetz protestiert werden, das "Propaganda" für Homosexualität unter Strafe stellen soll. Die Staatsduma hatte im Januar in erster Lesung fast einstimmig für den Gesetzentwurf votiert (queer.de berichtete).

Amsterdams früherer Bürgermeister Job Cohen hat sich ebenfalls an der Aktion beteiligt: Er hat am Sonntag vor einer Bar im Schwulenviertel eine Regenbogenfahne auf Halbmast gesetzt. Der regierende Stadtchef Eberhard van der Laan wird sich nicht wie ursprünglich geplant mit Putin treffen. Er hat das mit Terminschwierigkeiten erklärt. Putin wird in Amsterdam von der scheidenden Königin Beatrix empfangen. Die Niederlande sind noch vor Deutschland der größte europäische Handelspartner Russlands.

Am Abend werden mehrere Tausende Teilnehmer zu einer Homo-Demo gegen Putin erwartet, die sich speziell gegen die Anti-"Propaganda"-Gesetze richtet.

Femen-Protest in Hannover


Auch Amnesty International machte in Amsterdam auf die Anti-"Propaganda"-Gesetze aufmerksam (Bild: AI (mehr bei FB))

Auch in Deutschland gab es Proteste gegen Putin: Mehrere Aktivistinnen der Gruppe Femen sind am Montagvormittag bei einem Besuch von Putin und Kanzlerin Angela Merkel bei der Hannover-Messe nackt auf die Politiker zugestürmt. Auf ihrem Körper war "Fuck dictator" zu lesen. Die Frauen wurden von Putins Bodyguards überwältigt und vorläufig festgenommen. Der russische Präsident, der beim Anblick der Frauen interessiert ihren Körper studiert hatte, bestätigte nach dem Vorfall sein Macho-Image. Er erklärte freudig: "Die Aktion hat mir gefallen".

Zuvor hatte der LSVD Bundeskanzlerin Angela Merkel angeschrieben, sie solle Putin bei dem Treffen auf die Anti-"Propaganda"-Gesetze ansprechen. Der Brief ist einer von vielen, den der LSVD und die Gruppe Quarteera im Kampf gegen die Gesetze im Rahmen des Kampagne "Freundschaftskuss" verschickten (queer.de berichtete).

Erst Ende März hatte Präsident Putin angeordnet, dass Schwule und Lesben aus dem Ausland nicht mehr russische Kinder adoptieren dürfen (queer.de berichtete). Die Entscheidung folgt einem Bericht des Außenministeriums, der Mitte Februar "psychologischen Schäden" entdeckt haben will, den russische Waisenkinder im Ausland erlebten. (dk)



#1 KMBonnProfil
  • 08.04.2013, 17:09hBonn
  • Gute Idee, sollte man aufgreifen, wenn sich mal wieder ein Papst nach Deutschland verirrt. Vielleicht sollte man dazu ein paar nette GoGoBoys die Flaggen tragen lassen?
    Gibt bestimmt auch ein paar Kleriker, die das zu schätzen wissen.
    Oder wenn Kardinal Meisner seine irgendwann wohl hoffentlich anstehende letzte Messe im Kölner Dom feiert.
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#2 InesAnonym
#3 finkAnonym
#4 StretchingmasterProfil
  • 08.04.2013, 17:50hEssen / Holsterhausen
  • Ich denke mal das interessiert den Putin herzlich wenig ob die Regenbogenflaggen auf halbmast stehen.
    Wie er über Kritik an sich selbst aus dem Ausland denkt hat man ja bei dem "Anschlag" der russischen Aktivistinnen in Hannover gesehen. Als die Frauen auf ihn zusstürmten machte er mit beiden Händen Daumen hoch, und im Anschluß in der Pressekonferenz machte er sich über die Frauen lustig. Deutschland solle froh sein über so eine "Werbung" denn so würde die Messe noch lange im Gespräch sein. Zu Hause werden dann diese Frauen garantiert wieder ins Gefängnis geworfen.

    Dieser Mann macht was er will, und er lässt sich von niemandem irgendetwas raten geschweige denn sagen oder erklären.

    Und Deutschland macht natürlich immer schön mit. Solange es um Gelder in Milliardenhöhe geht ist alles gut.
    Da kann der auch machen was er will. Das ist das wichtigste.
    Die jetzige deutsche Regierung würde sogar nen Packt mit dem Teufel eingehen solange es nur genug Kohle bringt. Und Putin ist nicht mehr weit weg das man ihn als Teufel bezeichnen kann.

    Diesem Mann gehört ganz schnell das Handwerk gelegt.

    Schönen Tag noch
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#5 Feminismus 21Anonym
  • 08.04.2013, 17:58h
  • "Mehrere Aktivistinnen der Gruppe Femen sind am Montagvormittag... nackt auf die Politiker zugestürmt. Auf ihrem Körper war "Fuck dictator" zu lesen.
    ...
    Der russische Präsident, der beim Anblick der Frauen interessiert ihren Körper studiert hatte...erklärte freudig: "Die Aktion hat mir gefallen"."
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#8 daVinci6667
  • 08.04.2013, 18:30h

  • Möge diese Putain schneller verschwunden als die heute verschwundene! Am besten noch heute!
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#9 todesmaskeEhemaliges Profil
  • 08.04.2013, 19:30h
  • Ich finde, dass diese Aktivistinnen sich nur lächerlich gemacht haben. Putin hat diese Aktion sichtlich genossen. Ich hätte ihm inkl. Merkel Farbbeutel ins Gesicht geworfen, um den beiden wenigstens spürbare Schmerzen zuzufügen.

    Und was Amsterdam angeht, kann ich nur gutheißen, dass der Ex-Bürgermeister sich an der Aktion beteiligt, allerdings stört mich sehr, dass die scheidende Königin Beatrix Putin empfangen wird, sehr schade.

    Bisher haben weltweit nur 2 Könige öffentlich zur Toleranz gegenüber Homosexuellen aufgerufen, nämlich der König Bhumibol und der inzwischen verstorbenen König Norodom Sihanouk. Alle anderen Könige haben sich bisher sehr wortkarg über Homosexuellen verhalten, auch sehr schade :-(
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#10 LucaAnonym
  • 08.04.2013, 20:45h
  • Hoffentlich wird der Protest zahlreich und laut sein!

    Und hoffentlich berichten möglichst viele Medien darüber!

    Und hoffentlich merkt auch Putin was davon.
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