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Seit seiner Umbenennung in Snoop Lion im vergangenen Jahr macht der als Calvin Cordozar Broadus geborene Musiker Reggae-Musik

Der homofreundliche Rapper Snoop Lion glaubt, dass Homosexuelle in seiner Musikrichtung so schnell nicht akzeptiert werden.

Snoop Lion (frühere Namen: Snoop Doggy Dogg und Snoop Dogg) hat in einem Interview mit der britischen Tageszeitung "Guardian" erklärt, dass es Schwule in der Rap-Musik genauso wie beim American Football schwer haben würden: Männliche Homosexualität sei "akzeptabel unter Sängern, aber ich weiß nicht, ob sie je in der Rap-Welt akzeptiert wird, weil Rap so maskulin ist. Das ist wie bei einer Football-Mannschaft. Man kann sich nicht in einem Umkleideraum voller harter Männer aufhalten und dann sagen: 'Hey, Mann, ich mag dich.' Das wird nicht einfach sein."

Nach dem Coming-out von Frank Ocean im vergangenen Jahr hatte es Snoop noch für möglich gehalten, dass es im Rap zu mehr Toleranz komme. Jetzt glaubt er aber, dass Oceans Offenheit nur möglich gewesen sei, weil dieser "kein Rapper, sondern ein Sänger" sei.

Rapper engagiert sich für Ehe-Öffnung

Persönlich hat Snoop Lion mit Homosexuellen "kein Problem": "Ich habe viele schwule Homies", sagte der 41-Jährige. Früher sei es "cool" gewesen, Schwule zusammenzuschlagen, aber das habe sich glücklicherweise geändert: "Das Schwulsein ist jetzt eine Lebensform. Das sind normale Menschen mit Arbeitsplätzen. Sie sind akzeptiert und werden nicht mehr in Schubladen gesteckt. Sie haben das selbe durchmachen müssen wie wir als Schwarze".

Snoop Lion hat sich anders als viele seiner Rapper-Kollegen für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben ausgesprochen. So lobte er Präsident Barack Obama vergangenes Jahr dafür, dass er sich für die Ehe-Öffnung ausgesprochen hatte. Politisch engagiert sich der Rapper außerdem für die Legalisierung von Marihuana.

Weltweit hat Snoop Lion mehr als 30 Millionen Alben verkauft. In den deutschen Charts platzierten sich unter anderem die Songs "What's My Name?", "Lay Low", "Drop It Like It's Hot", "Sexual Eruption" und "Wet". Außerdem versucht er sich als Schauspieler und wirkte unter anderem in den Filmen "Training Day", "Starsky & Hutch" und "Brüno" mit. In Kürze wird Snoop in der Horror-Klamotte "Scary Movie 5" zu sehen sein. (dk)



#1 daVinci6667
  • 08.04.2013, 18:36h

  • "Man kann sich nicht in einem Umkleideraum voller harter Männer aufhalten und dann sagen: 'Hey, Mann, ich mag dich."

    Doch, das geht! Fussballer bespringen sich sogar im vollen Stadion und bei Liveübertragungen mit Millionenpublikum. Da geht noch viel mehr im Umkleideraum! Und hart sind die Männer dann auch!
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#2 In other wordsAnonym
#3 LucaAnonym
  • 08.04.2013, 20:39h
  • "akzeptabel unter Sängern, aber ich weiß nicht, ob sie je in der Rap-Welt akzeptiert wird, weil Rap so maskulin ist."

    Es ist nicht maskulin, andere Menschen zu diskriminieren, nur weil man selbst Angst hat, man könnte sich auch mal zu einem Mann hingezogen fühlen.

    Leute, die andere diskriminieren haben eigentlich nur Probleme mit sich selbst.
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#4 simple mindsAnonym
  • 08.04.2013, 22:39h
  • Antwort auf #3 von Luca
  • mal in der "logik" des sexistischen, homophoben weltbildes ("maskulin"/"feminin") gesprochen, das diese leute internalisiert haben:
    was genau ist so "maskulin" daran, auf röckchen, make-up, extrem süßlich stinkendes parfüm und lackierte fingernägel abzufahren?
    oder ist es in erster linie das gefühl, sich gegenüber diesem gesellschaftlich gemachten, "femininen" geschlechterkonstrukt, das frauen zu ornamenten von männern macht, überlegen, mächtig und "stark" zu fühlen?
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#5 julian21
  • 08.04.2013, 22:40h
  • Seine Solidarität in allen Ehren, aber wie wärs mal zu versuchen, was an der Situation zu ändern, indem man beispielsweise mal diese bescheuerten stereotypen Geschlechtsbilder hinterfragt, anstatt sie immer und immer wieder zu bestätigen und so direkt zum Problem beizutragen?
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#6 MeineFresseAnonym
  • 08.04.2013, 23:00h
  • Ich verstehe nicht was er will.
    Pimps sind im US Rap immer eine feste Größe gewesen

    Ausserdem ist Rap an sich schon sehr homoerotisch mit seinem Frauenausschluss, seiner Männerbündelei und der vielen muskulösen nackten haut.
    Garnicht davon zu reden, dass sie ständig darüber rappen, dass sie sich gegenseitig ficken oder gegner zum Blasen abkommandieren.

    Sollen diese Typen doch erstmal definieren was genau sie mit maskulin meinen.
    Und wenn sie damit auf Frauen stehen meinen, wieso ist das maskulin.
    Hab ich sowieso nie verstanden wieso zwei Kerle weniger maskulin sein sollen als ein Mann und eine Frau.
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#7 RobinAnonym
  • 08.04.2013, 23:14h
  • Antwort auf #4 von simple minds
  • Richtig!

    Ich wüsste nicht, warum Schwule unmaskulin sind, nur weil sie auf Männer statt auf Frauen stehen.

    Und selbst wenn: wen interessiert das? Jeder soll so sein, wie er/sie will. Da ist es egal, welches Etikett einem manche aufdrücken wollen. Und außerdem versteht ja jeder was anderes unter Maskulinität / Femininität.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.04.2013, 23:17h
  • Die Welt verändert sich und das macht auch in der Rapszene sich irgendwann bemerkbar.
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#9 KytoniasAnonym
  • 08.04.2013, 23:29h
  • Antwort auf #4 von simple minds
  • yo yo, einige sachen sind schon auch biologisch determiniert. der männliche körper hat mehr muskeln, kann mehr tragen, deswegen trägt der mann die frau beim tanzen zb. und nicht umgekehrt. ausserdem penetriert der schwanz. die frau war bei fickerein lange passiv, bis sie die reiterstellung erobert hat. klar gibt die natur ne dualität vor, es muss nur nicht so extrem sein, wie es die menschen gemacht haben in der vergangenheit und noch tun. alle gleich machen geht nicht, die körper sind doch verschieden, und psyche ist an materie gebunden. klar macht die mann frau erziehung viel aus, aber andersrum zu ende gedacht, könnte ich genauso sagen, wieso kannst du nicht mit ner frau dasselbe machen wie mit nem mann wenn es diese dualität nicht gibt. du bist doch genauso extrem und genauso ein produkt der mann frau gesellschaft, und nichts eigenes. schwul, wie wir es heute verstehen ist auch ein konstrukt, das aus der mann frau gesellschaft und ihren unterdrückungen hervorgegangen ist, weil eigentlich könnten alle mit jedem geschlecht, nur würde mann dann zur fortpflanzung auch die frau nutzen.
    du bist genauso wenig frei wie der stereotype mann der auf parfüm und nagellack abzufahren hat.
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#10 alexander
  • 08.04.2013, 23:50h
  • ich habe ihn verstanden, ohne rap dreht sich die welt nicht weiter ???
    wie kommen diese "möchtegernmusiker", immer auf die idee ohne sie geht nichts ???
    es gab auch schon eine welt, ohne rap !!!
    zumindest war die ein stück weit musikalischer und positiver!!!
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