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  • 10.04.2013           37      Teilen:   |

Glauben und Politik

US-Kirche: Unterstützung für Homo-Ehe ist wie Rassismus

Artikelbild
Erzbischof Allen Vigneron: Nur ein homofeindlicher Christ ist ein guter Christ

Katholiken, die Rassisten sind oder sich für Abtreibung oder die Homo-Ehe aussprechen, stellen sich bewusst gegen die Kirche und sollten kein Abendmahl erhalten, glaubt die Erzdiözese von Detroit.

Erzbischof Allen Vigneron hat in einem Interview mit der "Detroit Free Press" am Sonntag die Gemeindemitglieder aufgefordert, die Homo-Ehe abzulehnen oder auf die Heilige Kommunion zu verzichten. Er sagte, dass sich gläubige Befürworter der Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben, die das Abendmahl entgegennehmen, "schandhaft" verhielten.

Begründung: Sie spielten ein "Doppelspiel, das einem Meineid nicht unähnlich ist." Vigneron sagte der Zeitung, dass sich diese Katholiken entscheiden müssten. Sie könnten nicht sagen: "Ich glaube an die Kirche und die Wahrheit über Jesus, aber ich lehne ab, was die Kirche lehrt."

Am Montag präzisierte ein Sprecher der Erzdiözese die Aussagen und legte noch eine Schippe drauf: Er sagte gegenüber dem Nachrichtensender CNN, bei den Aussagen des Erzbischofs gehe es nicht direkt um die Homo-Ehe, sondern um den Heiligkeit des Abendmahls: "Wenn ein Katholik öffentlich die Kirchenlehren zu wichtigen Themen ablehnt – beispielsweise wenn er die Göttlichkeit von Jesus nicht anerkennt, rassistische Gedanken hat, Abtreibungen unterstützt oder sich für die Neudefinition der Ehe einsetzt – würde das im Widerspruch mit der öffentlichen Bestätigung des Glaubens durch das Abendmahl stehen", so Sprecher Joe Kohn in einer schriftlichen Mitteilung.

Die Pfarrer in der Kirche seien "bereit, Katholiken zu helfen und diesen Konflikt zu vermeiden" – die gläubigen Laien müssten demnach entweder die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ablehnen oder seien keine echten Katholiken mehr.

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Das Thema Ehe-Öffnung hat in den vergangenen Wochen die gesellschaftspolitische Debatte in den USA bestimmt. So berät der Supreme Court erstmals über die Verfassungsmäßigkeit des Eheverbotes für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). In zwei Fällen wollen die Richter im Juni ihre Entscheidung bekannt geben.

Heikel für die katholische Kirche: Umfragen zufolge spricht sich eine knappe Mehrheit der Katholiken für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht aus. Die Unterstützung ist dabei weit höher als unter Protestanten.

Derzeit haben neun der 50 US-Bundesstaaten die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. (dk)

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Tags: katholische kirche, detroit, allen vigneron, rassismus
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Reaktionen zu "US-Kirche: Unterstützung für Homo-Ehe ist wie Rassismus"


 37 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
10.04.2013
14:29:16


(+9, 9 Votes)

Von Side-fx23


Die Pfarrer in der Kirche seien "bereit, Katholiken zu helfen und diesen Konflikt zu vermeiden" die gläubigen Laien müssten ... "einfach ihr Hirn am Eingang abgeben und bekommen dieses auch nicht wieder zurück!" So sieht das doch aus!

Selbstdenkende Menschen waren noch nie in der katholischen Kirche erwünscht!


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#2
10.04.2013
14:41:53


(+1, 11 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


halte den dieb, ruft der dieb...
perfekter geht das spiel mit dem austauschen der botschaften nicht mehr...

Eine schamlos,verlogene kirchengeschichtsglitterei...
Schlimm nur, dass gerade in der afro-amerikanischen community das unwiedersprochen auf fruchtbaren boden fällt, sieht man die teils doch sehr verwurzelte homophobie unter den farbigen und hispanos-latinos...

tja kirchen.... Während es rassentrennung gab, hat kein hirte die schafe aufgerufen, den "Widerspruch mit der öffentlichen Bestätigung des Glaubens durch das Abendmahl " zu sehen...
keiner, der exkommuniziert wurde..alle in den himmel gekommen!

""Ich glaube an die Kirche und die Wahrheit über Jesus, aber ich lehne ab, was die Kirche lehrt."
den spruch find ich ja immer geil.
Das muss ja seelenpein der allergrößten un-ordnung hervorrufen.. tinitus hilf den armen dort und uns hier in diesem forum!


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#3
10.04.2013
14:52:11


(0, 10 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Schön, daß zumindest die "einfachen" Katholiken ganz offensichtlich viel weiter als die Bischöfe sind (obwohl es hier sich eher um eine Einzelmeinung eines Bischofs und nicht offizielle Haltung der ganzen Bischofskonferenz der USA handelt). Weiter so ! Denn ohne Unterstützung der gläubigen katholischen Politiker (wie Vizepräsident Biden oder Kennedy-Klan z.B.) ist der schwulenpolitische Fortschritt im tiefreligiösen Amerika nicht zu denken. Ganz zu schweigen davon, daß sogar 6 von 9 Mitgliedern des amerikanischen Supreme Court auch katholisch sind. Und eben dort wird im Moment die wichtigste in der amerikanischen Geschichte Entscheidung über die Homo-Ehe gemacht.


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#4
10.04.2013
15:08:25


(+10, 10 Votes)

Von Fred i BKK


..also mein Abendmahl nehme ich zusammen mit meinem Schatz seit 36 Jahren fast jeden Abend gemeinsam ein. es besteht kein Wunsch in einem
3 faltigen-Goetzentempel einer symbolische Kannibalismus-Show (Fleisch mit Blut) beizuwohnen.
Die bigoten,verlogenen Pfaffen moegen sich ihre Oplade unter die eigne Vorhaut schieben...
und wie ich da einige einschaetze werden die auch erst wieder rausnehmen ..wenn ans Kinderschaenden geht und an die Pfarrhaushaelterinn .......

Kampf dem Aberglauben ...Menschenrechte und echte Demokratie in einem echten saekuaeren Staat .....


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#5
10.04.2013
15:13:10


(+8, 10 Votes)

Von NY Times
Antwort zu Kommentar #2 von stromboli


"sieht man die teils doch sehr verwurzelte homophobie unter den farbigen und hispanos-latinos..."

In an Edison Research exit poll, 51 percent of black voters supported recognizing same-sex marriage in their states and 41 percent were opposed. Among whites, 47 percent were in favor and 49 percent were opposed.

Some analysts believe that Mr. Obamas public shift played a particular role in influencing African-Americans.

The exit poll also found that 59 percent of Hispanic voters supported same-sex marriage in their states with 32 percent against it.

This is consistent with the Pew 2012 Survey of Latinos in which 52 percent were in favor of allowing gays and lesbians to marry legally and 34 percent were opposed. In earlier surveys taken in 2006 and 2009, opposition to same-sex marriage exceeded support by wide margins among Hispanics.

Link zu www.nytimes.com

Portrait:

White: Obama 39% / Romney 59%

Black: Obama 93% / Romney 6%

Hispanic: Obama 71% / Romney 27%

Link zu www.dailymail.co.uk


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#6
10.04.2013
15:13:45


(+6, 6 Votes)

Von Stretchingmaster
Aus Essen / Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.01.2012


Einfach blinder Gehorsam. Das ist das was die Kirche will.

Das erinnert mich an den Spruch: "Führer befiel, wie folgen dir!"

Und um so weiter die HOMO-Ehe geöffnet wird um so lauter werden die Kirchen noch schreien.

Sollen sie nur machen. Ich hoffe das Volk sieht die Bevormundungen.
Jeder kann sich seine eigene Meinung bilden und sie vertreten ohne das diesem dann Gedroht wird, sollte die Meinung nicht dem entsprechen was sich die Kirche vorstellt.

Weg mit den Kirchen.
Glaube ja, Kirche nein.

Schönen Tag noch


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#7
10.04.2013
15:14:56


(+3, 5 Votes)

Von Entrüstet


WAS???? Kein Abendmahl mehr erhalten? Müssen die gleich mit der Keule kommen? Oje was mach ich jetzt nur?


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#8
10.04.2013
15:17:41


(+2, 4 Votes)

Von Fred i BKK


apropo...der Text unter dem Bild ist so klein, dass ich es ohne Brille nicht lesen kann
...Erzbischof Alte Vagina oder so


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#9
10.04.2013
15:37:03


(-11, 13 Votes)

Von Tandorai55


Also erstens: Bei Katholiken heißt es "Heilige Kommunion", bei Protestanten "Abendmahl". Sollte beim Übersetzen beachtet werden. Zweitens: Daß eine nicht-reproduktive Lebensgemeinschaft akzeptiert werden sollte, ist klar. Sie darf allerdings keinesfalls der durch Mann und Frau gebildeten Ehe gleichgestellt werden. Ebensowenig dürfen Kinder durch Adoption gezwungen sein, in einer solchen nicht natürlichen Verbindung aufzuwachsen. Und schon gar nicht darf es dazu kommen, daß gleichgeschlechtliche Paare durch "Fremdzeugung" oder Leihmütter erzeugte Kinder adoptieren. Wir alle entstammen der Verbindung von Mann und Frau - das betont beispielsweise zu Recht fast die Hälfte der Franzosen. Ein Ab- weichen und Aufweichen dieser gesellschaftlichen Grundkonstante führt zum Zusammenbruch der familiären Struktur. Das wissen nicht nur Katholiken.


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#10
10.04.2013
15:52:06


(+1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Aus Bad Homburg


So lange nicht jeder Bischof und jeder Kardinal und jeder Pfaffe der so einen Unsinn verbreitet SOFORT von seinem Papst oder Popen, der EKD oder von seiner Kirchenleitung ZUR ORDNUNG gepfiffen und kräftig mit dem Ochsenzwiesel eins drüber gezogen kriegt, GIBT ES KEINE EINZELMEINUNG irgendeines durchgeknallten religiösen Idioten !

US-Amerikaner sind nicht "tief religiös"..

Sie sind bigott bis in´s Mark !

Es gbit keine "Entschuldigung" und auch keinen vernünftigen Grund für Rassismus !

All diese "Christen" machen immer wieder deutlich das Religionen der Ursprung allen Übel´s ist, indem es sogar möglich wird das selbst "Afrikan-Amerikan´s" und "Hispano-Amerikaner" die unter rassistischen Diskriminierungen zu leiden haben, zu Rassisten werden..


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