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Und immer wieder die Frage: Wer führt ein, wer nimmt auf?

Kanadische Wissenschaftler behaupten, dass das Gesicht eines schwulen Mannes verraten kann, ob er beim Anal-Sex eher Top oder Bottom ist.

Die Psychologen Konstantin Tskhay und Nicholas O. Rule von der Universität Toronto haben in der neuesten Ausgabe des Fachmagazins "Archives of Sexual Behavior" eine Studie veröffentlicht, in der untersucht wird, ob das äußere Erscheinungsbild Aufschlüsse über die aktive oder passive Rolle beim schwulen Sex gibt.

Die Forscher hatten dazu 23 heterosexuellen Probanden Porträtbilder von insgesamt 200 schwulen Männern gezeigt, von denen sich die Hälfte als Top beschreibt, die andere Hälfte als Bottom. Die Studie trägt den umständlichen Titel: "Richtige Identifizierung der Vorliebe von einführendem bzw. rezeptivem Geschlechtsverkehr durch Gesichtsbilder von schwulen Männern".

Die Wissenschaftler kamen zum Ergebnis, dass die Probanden die Männer "mit signifikanter höherer Wahrscheinlichkeit" richtig als Top oder Bottom zuordnen konnten. In einem weiteren Schritt fragten die Psychologen, ob die Einteilung darauf beruht, dass manche Männer als männlicher oder weiblicher wahrgenommen werden. Hier kamen sie zum Ergebnis, dass die Bottom-Rolle eher dem weiblichen Part zugeschrieben wird, die Top-Rolle dagegen dem männlichen. Die Probanden verließen sich dabei auf ihre Kenntnisse aus heterosexuellen Beziehungen und stellten dann Mutmaßungen über die sexuellen Vorlieben der gleichgeschlechtlichen Paare an. Interessentanterweise beruhte ihre Wahrnehmung meist auf "klischeehaften Mann-Frau-Geschlechterrollen", erklärten Tskhay und Rule.

Beim "schwulen Einwohnermeldeamt" Gayromeo geben mehr als ein Viertel der deutschen User an, aktiv zu sein, nur gut ein Fünftel sind dagegen passiv. Die Hälfte der Nutzer kommt mit beidem zurecht (queer.de berichtete). Diese beidseitig gleichermaßen bespielbare Gruppe wurde in der kanadischen Studie jedoch nicht berücksichtigt. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 TomBerlinProfil
  • 10.04.2013, 16:54hKoblenz
  • Noch so eine schwachsinnige Studie, die kein Mensch braucht! Sie hat ungefähr das Niveau von "An der Nase eines Mannes erkennt man seinen Hannes".
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#3 SchwarzenLöchernAnonym
  • 10.04.2013, 17:09h
  • "Diese beidseitig gleichermaßen bespielbare Gruppe [die deutliche Mehrheit] wurde in der kanadischen Studie jedoch nicht berücksichtigt."

    Klar. Denn sie reproduziert nicht einfach heterosexistische Vorgaben und passt daher nicht zu Vorurteilen und v. a. Funktion des bürgerlichen "Wissenschafts"marktes.
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 10.04.2013, 17:16hBremen
  • Na super. Nach solchen Studien müsste ich einen XXXL-Schwanz haben, Bottom und lesbisch sein, auf Blümchensex stehen, regelmäßig Sonntags in die Kirche gehen und weiß der Geier was noch alles. Wie gut das ich bei all dem dennoch eine schwanzlose, atheistische, Sado-Schwuchtel geworden bin. Das Leben wäre doch langweilig, wenn man aus Fingerlängen, Nasengröße, Augenstellung und -Form, Fußgröße, Zehenlänge, Bauchnabelsitz, Gesichtsform und Haarschnitt sofort herauslesen könnte, wer was und wie ist.
    Von daher, scheiß auf solche "Studien" und sei nicht überrascht, wenn sich dein Gegenüber als ganz anders herausstellt, als er/sie laut solchen Studien sein müsste.

    PS: als Teeny habe ich immer gerne die Psychotests in Zeitschriften gemacht und war irgendwann tatsächlich nicht mehr überrascht, dass das Ergebnis so gar nicht zu mir gepasst hat. Aber machen tue ich sie immer noch hin und wieder ganz gerne
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#5 GastiAnonym
  • 10.04.2013, 17:28h
  • Was ist denn der Unterschied zwischen top und aktiv bzw. bottom und passiv? Ist das nicht jeweils das selbe?
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#6 ollinaieProfil
  • 10.04.2013, 17:40hSeligenstadt
  • Dieses sinnfreie Postulat sogenannter "Wissenschaftler" erinnert mich leider an dunkle Zeiten.

    Willfährige Akademiker hatten auf geheiß des Österreichers Tabellen entwickelt in denen man von Nasenlänge und Kopfumfang auf Intelligenz oder moralische Verwerfniss schließen konnte.

    Ich dachte die Zeiten seien vorbei, oder soll das etwa ein verspäteter und ziemlich schlechter Aprillscherz sein?!
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#7 GrübelAnonym
#8 EnyyoAnonym
  • 10.04.2013, 17:49h
  • Antwort auf #7 von Grübel
  • @5+7: noch nie von "aggressive Bottoms" gehört? Die lassen sich zwar gerne penetrieren, sind aber höchst aktiv, um an ihr Ziel zu kommen, reiten bspw. gerne, während der "passive Top" eigentlich nur zu liegen braucht...

    Abgesehen davon sind erstaunlich viele "aktive" ziemlich passiv, wenn's zur Sache geht bzw. zeigen sehr deutlich, dass sie "genommen" werden wollen. Ist bei GR wohl ähnlich ehrlich wie bei den Leuten mit dem Status "Safer Sex: immer", die dann doch ständig Ausnahmen damit machen... Antworten » | Direktlink »
#9 ollinaieProfil
  • 10.04.2013, 17:57hSeligenstadt
  • Antwort auf #5 von Gasti
  • aktiv/passiv = penetrierend/rezipierend also wer 'reinsteckt'

    Top/Bottom = dominant/submissiv also wer den Ton angibt.

    Natürlich gibt es bei beidem nicht nur schwarz/weiß.
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#10 der mehrheitAnonym