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  • 11.04.2013           14      Teilen:   |

Singapur hält an Homo-Verbot fest

Artikelbild
Das schwule Paar Gary Lim und Kenneth Chee hat Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz eingelegt - bislang vergeblich

Das Verbot von schwulem Sex im Stadtstaat Singapur ist nach Ansicht der Höchstrichter nicht verfassungswidrig.

Der oberste Gerichtshof von Singapur hat am Dienstag den homofeindlichen Paragrafen 377a aufrecht erhalten. Darin wird Geschlechtsverkehr unter Männern als "grob unsittliches Verhalten" bezeichnet, auf das eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren steht. Das Gesetz geht auf die britischen Kolonialherren zurück, die das Land bis 1963 regierten.

"Die Frage ist zweifellos wichtig, aber meiner Meinung nach darf die Justiz hier nicht eingreifen. Die Veränderung muss auf demokratischem Wege geschehen", so Richter Quentin Loh in seiner Urteilsbegründung. "Es gibt eine Evolution in der Beantwortung dieser Frage. Die Entscheidung sollte dem Parlament überlassen werden."

Ein schwules Paar hatte beantragt, das Homo-Verbot für verfassungswidrig zu erklären. Nach Ansicht des 44-jährigen Gary Lim und des 37-jährigen Kenneth Chee verstößt das Gesetz gegen das Diskriminierungsverbot und das Recht auf Privatsphäre. Zwar gehen die Staatsanwälte derzeit nicht gegen Homosexuelle vor, dennoch würden damit Schwule stigmatisiert, so Chee: "Ich bin sein 15 Jahren mit meinem Partner zusammen und es ist entmutigend, dass wir in den Augen des Gesetzes immer noch Kriminelle sind. Und das nur, weil ein Teil der Gesellschaft uns ihre Version von Religion und Moral aufzwingen will", sagte Chee in einer Stellungnahme.

"Wir glauben, dass die meisten Bürger von Singapur nicht glauben, dass Schwule für etwas ins Gefängnis gehen sollen, das sie nicht ändern können. Wir glauben daran, dass Gleichheit vor dem Gesetz etwas ist, für das man kämpfen sollte". Derzeit berät der oberste Gerichtshof noch über eine weitere Klage eines Mannes, der 2010 wegen Homosexualität verurteilt worden war.

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Bereits 2007 gab es im Stadtstaat eine Debatte über die Entkriminalisierung von Homosexualität. Damals forderte der angesehene frühere Premierminister Lee Kuan Yew ein Ende der Schwulenverfolgung (queer.de berichtete). Zwar legalisierte die Regierung vor sechs Jahren Oral- und Analsex für Heterosexuelle und Lesben, allerdings wurden Schwule von dieser Reform ausgenommen. Der damalige Regierungschef Lee Hsien Loong begründete die Beibehaltung des Verbots damit, dass Singapur "eine konservative Gesellschaft" sei: "Die Familie ist der Baustein unserer Gesellschaft. Und in Singapur verstehen wir unter der Familie einen Mann und eine Frau, die verheiratet sind und Kinder zur Welt bringen und aufziehen".

Singapur hat 4,5 Millionen Einwohner und hat in den letzten Jahrzehnten von einem Boom der Wirtschaft profitiert. Das Bruttoinlandsprodukt ist pro Kopf fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Gesellschaftspolitisch ist Singapur jedoch noch rückwärtsgewandt: So gibt es nach wie vor Prügelstrafen und die Todesstrafe. (dk)

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Tags: singapur
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Reaktionen zu "Singapur hält an Homo-Verbot fest"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
11.04.2013
14:25:34


(+5, 5 Votes)

Von derHebie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Vielleicht sollte diesen Singapurianern mal jemand erzählen, dass selbst bei dem ja offensichtlich sehr konservativen Oral- oder Analverkehr auch bei den noch so heterosexuellen Paaren keine Kinder bei rauskommen.

Willkür ick hör Dir trabsen.....


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#2
11.04.2013
15:04:00


(+6, 6 Votes)

Von Kokolemle
Aus Herschweiler
Mitglied seit 02.12.2009


Was für einen Scheiß der Richter gebabbelt hat als er meinte, Das die Justiz hier nicht eingreifen dürfe. Damit legt er doch dar, das diese Jusitz total überflüssig ist, und er entlassen werden kan, um Kosten zu sparen. So eine blöde Argumentation habe ich noch vom keinen Gericht gehört.


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#3
11.04.2013
15:14:12
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von derHebie


Psst! Psssst! Geht's dir noch?

Sex wenn eine Frau dabei ist, selbst Analsex zweier Frauen, das ist heilig! Schnidel, Arsch, Brustwarze und Mund eines Mannes dagegen ist bäh eklig und des Teufels!

Sag also nicht, bei Heten Oral- oder Analsex gäbe es keine Kinderchen!

Auf jeden Fall nicht zu laut, sonst wirst du noch wegen Blasphemie verurteilt!


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#4
11.04.2013
16:40:26


(+1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Singapur ist die sauberste Stadt der Welt, aber der Richter ist nicht ganz sauber im Kopf!


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#5
11.04.2013
18:56:39


(+3, 3 Votes)

Von Logik


"Die Familie ist der Baustein unserer Gesellschaft. Und in Singapur verstehen wir unter der Familie einen Mann und eine Frau, die verheiratet sind und Kinder zur Welt bringen und aufziehen"

Das ist natürlich eine äußerst überzeugende Begründung dafür, dass lesbischer Sex legalisiert werden musste.

Bei diesem Verständnis von Gleichheit hoffe ich nur, dass mein Leben nie von etwas abhängt, woran ein Mathematiker aus Singapur mitgearbeitet hat...

Die Urteilsbegründung ist ein Armutszeugnis für dieses Gericht.


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#6
11.04.2013
19:31:18
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Dort Und Hier


Die Sichtweise der traditionellen Familie und des Verbots nur der männlichen Homosexualität ist eben eine heterozentrierte.

Ganz gefeilt davon sind wir aber auch nicht. Eben im Radio gehört, sexuelle Gewalt gegen Frauen im Krieg soll als Kriegsverbrechen gelten.
Was ist mit sexueller Gewalt gegen Männer und Kinder?
Auch wenn es vornehmlich Frauen trifft, sexuelle Gewalt kann jeden treffen. Warum werden als Opfergruppe immer nur Frauen erwähnt auch wenn alle Menschen die sexuelle Gewalt im Krieg erleiden gemeint sind. Oder werden mit dem neuen Gesetz nur die Frauen geschützt?


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#7
11.04.2013
20:26:16


(+2, 4 Votes)

Von Felix


Schlimm!

Was für ein Barbarenstaat!

Und würden Schwule nach Deutschland fliegen, würden sie hier dank der schwarz-gelben Bundesregierung wieder zurückgeschickt.


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#8
12.04.2013
04:42:20


(+3, 3 Votes)

Von m123


Naja, Hauptsache die Lesben dürfen in Singapur legal Sex haben. Denn Lesben sind im Gegensatz zu Schwulen ja nicht kriminell. o_O

Und das im Jahr 2013 in einem ansonsten relativ weit entwickelten Stadtstaat...

Dass Lesben in Singapur legal Sex haben dürfen liegt wohl daran, dass irgendwelche heterosexuellen bzw. vermeintlich heterosexuellen Obermachos Sex unter Frauen scharf finden. Dann aber das explizite Verbot von schwulem Sex aufrechtzuerhalten mit der Begründung, dass Familie von Mann und Frau das einzige wahre ist, ist angesichts der Tatsache, dass Lesben Sex haben dürfen, wohl das Dümmste was ich je gehört hab.

Und das im Jahr 2013...


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#9
12.04.2013
12:06:12
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von dghk
Antwort zu Kommentar #8 von m123


Es zeigt ganz einfach das sie in Schwulen eine größere Bedrohung sehen als durch Lesben.
Schwule scheinen denen nach die Macht zu haben die traditionelle Familie nachhaltig zu stören.


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#10
12.04.2013
15:19:02


(+4, 4 Votes)

Von luxi81
Aus Hamburg
Mitglied seit 10.04.2012


"Zwar legalisierte die Regierung vor sechs Jahren Oral- und Analsex für Heterosexuelle und Lesben, allerdings wurden Schwule von dieser Reform ausgenommen"

wie schizophren ist das denn bitte?

diese kleinen notgeilen alten säcke der legislative und judikative. da haben sie sich ja ein richtiges schlaraffenländle gebastelt. 1 mal im monat die alte zu hause bedienen und die restliche zeit sich analen lesbenpronos aufgeilen und sich dann nachts heimlich auf den klappen herumzutreiben.

singapur einig analamöbe - amen!


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