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Pfarrer Karl Tropper darf mit dem Segen der Kirche weiterhetzen

Bei Homophobie zeigt sich die katholische Kirche immer wieder nachsichtig: In Österreich ist ein an Ostern verhängtes Predigtverbot gegen einen Pfarrer aufgehoben worden, obwohl er Stimmung gegen "Homo-Gestörte" macht.

Die österreichische Diözese Graz-Seckau erlaubt Pfarrer Karl Tropper wieder zu predigen. Die Kirche hatte erst kurz vor Ostern ein Predigtverbot gegen den Gottesmann aus dem 1600-Seelen-Ort St. Veit am Vogau verhängt, weil er gegen Schwule, Muslime und Kirchenaustreter gehetzt hatte (queer.de berichtete).

Auf eine Anfrage des Fernsehsenders ORF über die Hintergründe der Rehabilitierung reagierte ein Sprecher der Diözese verwundert: "Dass der Pfarrer nur zu Ostern nicht predigen darf und der Bischof sein Recht wahrgenommen hat, für diese Zeit jemanden an seiner Stelle dazu zu bestimmen, war von vorneherein klar".

Tropper sorgt schon seit längerem wegen seiner Äußerungen für Aufregung: So bezeichnete der 75-Jährige Schwule und Lesben als "Homo-Gestörte" und als "pervers". Zudem sprach er von einem "Zusammenhang homosexueller Praktiken mit Kinderschändung". Der österreichische Geistliche hetzte auch gegen Muslime, die konspirativ eine Machtübernahme planen würden. Den Islam nannte er generell "rassistisch". Auch gegen Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, hetzte er mit fragwürdigen Vergleichen: So setzte er ehemalige Katholiken mit "Verbrechern wie Hitler, Stalin und Goebbels" gleich.

Tropper geht im Sommer in den Ruhestand

Die Diözese hält trotz des aufgehobenen Predigtverbots an weiteren Sanktionen gegen den Pfarrer fest: So darf er nicht mehr im Pfarrblatt schreiben. Auch die Pensionierung des 75-Jährigen zum 31. August 2013 werden aufrecht erhalten.

In der Vergangenheit hatte es bereits zwei Strafanzeigen gegen Tropper wegen Verdachts der Volksverhetzung gegeben – eine vom April 2012 von der Grazer Initiative "Rosalila PantherInnen" und eine vom Februar 2013 des Aktivisten Kurt Zernig. Die Ermittlungen waren in beiden Fällen von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden, weil Tropper nicht zur Gewalt aufgerufen habe. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 timpa354Ehemaliges Profil
  • 11.04.2013, 17:44h
  • Demenz kündigt sich vorher durch Boshaftigkeit an. Daher weiß man was diesen Prediger erwartet.
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#3 Tim_ChrisProfil
  • 11.04.2013, 18:14hBremen
  • Antwort auf #2 von timpa354
  • "Demenz kündigt sich vorher durch Boshaftigkeit an"

    Du tust Demenz-Patienten Unrecht. Boshaftigkeit hat nichts mit Demenz zu tun. Aggressives Verhalten ist oft Teil von fortgeschrittener Demenz. Meist in einem Stadium, in dem sich der Demenz Kranke nicht mehr verständlich ausdrücken kann.

    Dieser Pfarrer ist einfach nur ein widerlicher, ungebildeter Rassist, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so ungefährlich ist, wie er derzeit eingeschätzt wird. Er mag nicht direkt zu Gewalt aufrufen, indirekt suggeriert er es aber durchaus durch seine Worte.
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#4 Tim_ChrisProfil
  • 11.04.2013, 18:26hBremen
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Sicher ist es wahr. Was erwartest du auch von einem Verein, der pädophile Pfaffen schützt und damit Verbrechen gegen Kinder unter den Tisch kehrt, Holocaust-Leugner rehabilitiert und weltweit aktiv gegen Gleichberechtigung mobil macht? Es war ja schon erstaunlich, dass der Pfarrer überhaupt Predigtverbot auferlegt bekommen hat. Vermutlich nichts anderes als eine PR Aktion, nach ihrem "kreuz.net" und "gloria.tv" Desaster.
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#5 Reine TaktikAnonym
  • 11.04.2013, 19:11h
  • 75? Der klingt für mich, als hätte er bis heute nicht verwunden, dass er zu spät geboren wurde, um das Dritte Reich noch richtig mitzuerleben.

    Und der Kirche ist es ganz recht, dass er rausposaunt, was sie sonst nicht mehr zu sagen wagt. Ein paar Alibi-Einschränkungen, damit man sich wenige Millimeter von ihm distanzieren kann und sich dann über die Ergebnisse freuen.

    Ostern musste er halt kaltgestellt werden, damit er nicht die Feiertags-Kirchgänger verschreckt, die nicht ausreichend indoktriniert sind und dann vielleicht endlich den Mumm hätten, auszutreten oder wenigstens offen zu widersprechen.
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#6 hypathiaProfil
#7 stromboliProfil
  • 11.04.2013, 20:10hberlin
  • So setzte er ehemalige Katholiken mit "Verbrechern wie Hitler, Stalin und Goebbels" gleich...
    kreischhhhhhhhhhh.
    Die sind alle drei immer noch schafe seiner amtskirche, nie selbst ausgetreten, nie exkommuniziert worden...
    Da sollte man ehemaligen , aus ihren kirchen ausgetretenen doch mehr respekt entgegen bringen , die nicht in einem atermzug mit diesen vorbildern genannt werden wollen.

    Haut dem paff was auf die nuss!
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#8 FelixAnonym
  • 11.04.2013, 20:24h
  • So ist das in der katholischen Kirche:
    solange die öffentliche Empörung groß ist, verhängt man dann ein angebliches Predigtverbot, um die Menschen zu beruhigen.

    Und wenn sich dann die Wogen geglättet haben und das Thema aus den Medien raus ist, hebt man das einfach wieder auf.

    Das war von Anfang an so geplant.

    Genau so lief das doch auch beim Thema Kindesmissbrauch: zuerst eine Untersuchungs-Kommission einrichten, um den Leuten vorzumachen, man würde was dagegen tun und sobald sich alles wieder etwas beruhigt hat, löst man die Kommission vor irgendwelchen Ergebnissen auf.
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#9 timpa354Ehemaliges Profil
#10 Tim_ChrisProfil