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  • 12. April 2013, noch kein Kommentar

Joachim Deutschland wurde 1980 als Christof Johannes Joachim Faber in Weiler bei Stuttgart geboren. Seine Mutter ist afroamerikanischer Herkunft und Jazzsängerin in Denver, sein Vater Johannes Jazzmusiker bei der Gruppe Consortium

Der Rasta-Rocker überrascht mit seinem neuen Album "Der neue Deutschland".

Verwegen sieht er aus, dieser Kerl mit dem originellen Namen Joachim Deutschland. Nicht nur wegen der endlosen Rasta-Matte auf dem markanten Schädel und auch nicht alleine wegen des makellos trainierten Körpers, den der Anfang-Dreißiger aus Schorndorf bei Stuttgart mit dem deutschen Vater und der afroamerikanischen Mutter – beides Musiker – sein eigen nennt.

Nein, das Verwegenste an Joachim Deutschland ist sein Lächeln, irgendwo angesiedelt zwischen Spott, unerschütterlichem Selbstbewusstsein und Weisheit.

Zwischen rüdem Machismo und einfühlsamer Nabelschau


Sein drittes Album ist sein rockigstes: "Der neue Deutschland"

So einer wie Joachim braucht dieses Lächeln zwingend, denn so einer wie er polarisiert mit seiner Arbeit. Bereits nach dem Debütalbum "Musik wegen Frauen" samt Hit-Single "Marie" aus dem Jahr 2003 warf man ihm von Arroganz über Sexismus bis hin zu Größenwahn ziemlich alles vor, was der deutsche Wortschatz an charakterlichen Negativeigenschaften anzubieten hat. Tatsächlich finden sich auf der Scheibe Texte, die zwischen rüdem Machismo und intelligenter, einfühlsamer Nabelschau klaffen. Vor allem aber findet sich darauf eine unwiderstehliche Mischung aus kernigem Rock, scharfkantigem HipHop, wild wucherndem Crossover, gepaart mit Texten, die in erster Linie für eines stehen: Authentizität. "Hauptsache, ich bin kompromisslos", äußert Deutschland sich zu seinen Liedern, "drunter tu ich's nicht. Das ist das Hauptanliegen mit meiner Musik."

An diesem Anliegen hatte sich auch auf seinem zweiten Werk "Rock sei dank" aus dem Jahr 2005 nichts geändert. "Ich glaube sogar", schätzt Joachim diese Scheibe rückblickend ein, "jene CD war noch radikaler und provozierender als der Erstling. Vor allem musikalisch war ich härter und unbarmherziger geworden, dieses Mal galt nur noch – entweder man liebt oder man hasst mich."

Stolze acht Jahre sind ins Land gezogen, ehe Joachim – endlich! – seinen dritten musikalischen Streich auf die Bevölkerung entlässt. Zwölf Lieder sind darauf zu finden, der Titel ist, nicht weniger selbstbewusst als gewohnt, "Der neue Deutschland". "Die dritte Scheibe ist mein rockigstes Album, auch mein ernsthaftestes und", Joachim lacht, "kommt zum ersten Mal ohne Kraftausdrücke aus. Die passen bei diesen Songs einfach nicht. Sie passen auch nicht zu dem Leben, das ich aktuell führe."

Youtube | Interview zum neuen Album