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Als Pornodarsteller bei Badpuppy war Magnotta auch international bekannt (Bild: Screenshot)

In Montréal ist das Vorverfahren gegen den mutmaßlichen Mörder Luka Magnotta zu Ende gegangen. Die Beweislage gegen den Ex-Escort reicht für den folgenden Strafprozess.

Vier Wochen, elf Termine: Richterin Lori Renée Weitzman nahm sich ausreichend Zeit für einen Mordfall, der Elemente eines makabren Horrorfilms trägt. Am Ende des Vorverfahrens, dass am 11. März in Montréal begann, steht seit Freitag fest: Der Hauptprozess gegen Luka Magnotta kann beginnen. Dem 30-jährigen wird vorgeworfen, im Juni 2012 seinen 33-jährigen Freund mit einem Eispickel erstochen und die Leiche anschließend zerstückelt zu haben.

Teile des Körpers habe er danach per Post an diverse Parteizentralen und Schulen geschickt. In einem der Pakete die Ankündigung, weitere Morde begehen zu wollen. Später sei auch ein selbstgedrehtes Video auf einer Internetseite aufgetaucht, das die Tat zeige.

Flucht endete in Neukölln

Magnotta hatte sich jedoch aus dem Staub gemacht, war zunächst nach Frankreich geflogen, um danach nach Berlin zu reisen. Ein internationaler Fahndungsaufruf ließ seine Flucht nach nur wenigen Tagen enden. Deutsche Polizeibeamte nahmen den Kanadier in einem Internet-Café in Berlin-Neukölln fest, anschließend wurde der Justiz seines Heimatlandes überstellt, wo er auf nicht schuldig plädierte. Bis Ende April soll der Termin für den Hauptprozesses feststehen, man rechnet mit einem Beginn in 2014.

Der bisexuelle Magnotta war kein Unbekannter in der kanadischen Szene. Er hatte ein paar Jahre lang als Escort und Stripper gearbeitet, war zudem Darsteller in rund einem Dutzend schwulen Pornoproduktionen. (cs)



10 Kommentare

#1 alexander
  • 13.04.2013, 19:51h
  • dieser junge verpasst mir gänseschauer!!!
    wenn ich mir überlege, dass dieser kerl 100m von meiner wohnung entfernt, tagelang in einem leerstehenden ehemaligen krankenhaus, sein versteck hatte, komme ich mir vor wie in einem agatha christie film!
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#2 Ein MünchenerAnonym
  • 13.04.2013, 21:45h
  • Warum all diese Konjunktive: Wer das Video gesehen hat weiß, dass dieser kranke Kanadier etwas Ungeheuerliches getan hat. Hierfür gibt es keine Entschuldigung. Keine Zurückhaltung. Nur Abscheu! Es ist unfaßlich, wie dieser Unmensch unter dem Deckmantel des Schwulseins seine perversen Tötungsgelüste und sein übersteigertes Aufmerksamkeitsbedürfnis zu Lasten eines gutgläubigen Opfers ausgelebt hat.

    Lasst uns -statt den Mörder fasziniert zu beobachten- lieber dem Opfer unsere guten und mitmenschlichen Gedanken zukommen. Mein tiefstes Mitgefühl hast Du, Unbekannter!
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#3 SnookyAnonym
#4 DavidJacobEhemaliges Profil
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.04.2013, 00:18h
  • Der Typ ist sowas von krank und sollte nicht mehr auf dei Menschheit losgelassen werden!
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#6 haulchenProfil
  • 14.04.2013, 12:59hMarburg
  • Antwort auf #2 von Ein Münchener
  • Darf ich erfahren, was du unter dem "Deckmantel des Schwulseins" verstehst? Mal abgesehen davon, dass Magnotta bisexuell ist: Ist bzw. wäre ein schwuler Mörder kein "echter" Schwuler? Und was genau meinst du mit "keine Zurückhaltung"? Zustände wie nach dem Mord in Emden vor einem Jahr? Nein danke, das ist nicht mein Bild von Rechtsstaatlichkeit. Davon abgesehen hast du natürlich recht: Es ist erschreckend, dass queer.de sich so sehr auf das nette Poolbild des Mörders eingeschossen hat, das jetzt schon zum zweiten Mal einen Artikel zum Fall schmückt. Wie passt so eine Sexualisierung zu der (Schein?-)Empörung des letzten Berichts über den derzeitigen Hype um den Mörder?
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#7 MajuAnonym
  • 14.04.2013, 13:38h
  • Antwort auf #6 von haulchen

  • Sexualisierung?
    Dann schaue dir mal den Hype der auch deutschen Medien um den Amanda Knox Fall an und du siehst was Sexualisierung ist.
    Neue Berichte über neuen Gerichtsverfahren über sie werden hochgebauscht als Topmeldung obwohl klar ist das sie eh nicht abgeschoben wird, weil man aus seinem eigenen Land nicht ausgewiesen werden kann.

    Bei Magnotta ist es vergleichsweise harmlos. Über ihn bestimmen Meldungen längst nicht mehr das gleiche Level, obwohl er in Deutschland gefasst wurde, wo hingegen Amanda Knox Fall nichts mit Deutschland zu tun hat, nicht mal am Rande.

    Ich gebe die recht das in deutschen Medien über einzelne Verbrechen zu viel Aufsehen gemacht wird und das Berichterstattungen Täter- statt Opferzentriert sind, aber bevor du dich über Sexualisierung beschwerst, tu das bei Hetero-Fällen, denn dort findet die echte Sexualisierung von Verbrechen statt.

    Was für Zustände wie in Emden meinst du?
    Magnotta ist in Gewahrsam der Polizei, ihm kann also nichts passieren. Es kann zu keiner Hetzjagd kommen.
    Auch wenn die Unschuldsvermutung gilt, die Wahrscheinlichkeit das er es war ist eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit.
    Er wird, wenn nicht in eine Psychistrie, für die nächsten Jahrzehnte in den Knast wandern.
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#8 Tim_ChrisProfil
  • 14.04.2013, 16:13hBremen
  • Da läuft mir ein eisiger Schauer den Rücken hinunter. Ich hoffe er bekommt lebenslänglich plus Sicherheitsverwahrung und bleibt für den Rest seines Lebens eingesperrt.
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#9 XYZ1Anonym
#10 haulchenProfil
  • 17.04.2013, 16:40hMarburg
  • Antwort auf #7 von Maju
  • Gut, da ist wohl das ein oder andere Boulevardmagazin an mir vorübergegangen, Amanda Knox kannte ich nicht. Ein Blick in den Wikipediaartikel lässt mich denken, dass du wohl Recht hast und der Grad der Sexualisierung dort stärker ist. Aber das ändert nichts daran, dass ich Poolbilder eines Mordverdächtigen auch hier unangebracht finde. (Spätestens beim zweiten Gebrauch, wenn auch der letzte Rest informativer Mehrwert verdampft ist...) - Nur, weils schlimmer kann, ist es noch lange nicht gut, wie es ist ;-).

    Zu Emden: Ich habe auf die Aufrufe zur Lynchjustiz angespielt, die dort laut wurden, nachdem ein Jugendlicher (wie sich später herausstellte, zu Unrecht) wegen des Mordes an einem kleinen Mädchen festgenommen worden war. Es ging mir aber gar nicht direkt um die allgemeine Frage, wie wir mit Mördern und Mordverdächtigen umgehen. "Ein Münchener" hatte was von "kein Verständnis, keine Zurückhaltung, nur Abscheu" geschrieben. Und das würde ich so nicht unterschreiben. Kein Verständnis: nein, natürlich nicht. Ein Mord ist unentschuldbar. Aber dass ein Mörder die Grenzen der Humanität überschreitet, gibt mir nicht das Recht, dasselbe zu tun. Und die Gefahr sehe ich bei Parolen wie "keine Zurückhaltung, nur Abscheu".
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