Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 15.04.2013           10      Teilen:   |

Gleichstellung gefordert

Irland: Verfassungskonvent empfiehlt Ehe-Öffnung

Artikelbild
Die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht soll in Irland in der Verfassung verankert werden

In Irland berät der Verfassungskonvent über politische Reformen. Das Gremium hat nun empfohlen, die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht in der Verfassung zu verankern.

Der irische Verfassungskonvent hat sich am Samstag für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen. 79 der 100 Mitglieder stimmten für die Änderung, 18 votierten dagegen. Bei einer Verfassungsänderung wäre ein Volksentscheid vorgeschrieben. Dieser soll nach Ansicht der Mitglieder des Konvents so schnell wie möglich abgehalten werden.

Der Bericht wird nun der Regierung übergeben. Sie muss den Empfehlungen des Konvents nicht folgen, hat aber versprochen, sich zu allen Themen zu äußern.

Der Verfassungskonvent hat Ende 2012 seine Arbeit aufgenommen. Er besteht aus 29 Mitgliedern des irischen Parlaments, vier Vertretern des zu Großbritannien gehörenden Nordirland sowie 66 zufällig ausgewählten irischen Staatsbürgern. Die Sitzungen des Konvents werden live übertragen.

Fortsetzung nach Anzeige


Katholische Kirche: Ehe-Öffnung "schädlich für das Gemeinwohl"

Bei der Anhörung um Homo-Rechte haben Aktivisten argumentiert, dass Homosexuelle beim Eherecht wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden würden. Richard O'Leary von der Gruppe "Changing Attitude Ireland" erklärte etwa, dass Schwule und Lesben "Bürger zweiter Klasse" seien. Gegen die Gleichbehandlung sprach sich insbesondere die katholische Kirche aus. Die Bischofskonferenz argumentierte, dass die Ehe eine "einmalige Union" zwischen einem Mann und einer Frau sei. Würden auch Homosexuelle das Recht aus Eheschließung erhalten, wäre das "schädlich für das Gemeinwohl". Nach Bekanntgabe des Ergebnisses erklärte ein Sprecher, dass die Kirche bei einer eventuellen Volksabstimmung für die traditionelle Ehe kämpfen werde.

Bereits vergangenes Jahr hatte sich Vize-Premier Eamon Gilmore von der Labour-Partei für einen Volksentscheid zur Ehe-Öffnung ausgesprochen (queer.de berichtete). Labour regiert derzeit in einer Koalition mit der konservativen Fine Gael, die der Ehe-Öffnung distanzierter gegenübersteht. Allerdings setzt sich die Jugendorganisation der Konservativen für die Gleichstellung ein. Neben Labour befürworten auch die rechtsliberale Fianna Fáil, die Grünen sowie die linksgerichtete Sinn Féin die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben.

Die Republik Irland hat gleichgeschlechtlichen Sex erst 1993 legalisiert. Seit 2011 sind eingetragene Partnerschaften mit nur eingeschränkten Rechten möglich. So erhalten Homo-Paare etwa kein gemeinsames Adoptionsrecht.

Im traditionell konservativen Irland, das etwa Abtreibungen nach wie vor verbietet, hat beim Thema Homo-Rechte ein Meinungswandel stattgefunden. Laut einer Umfrage vom Januar diesen Jahres befürworten inzwischen 75 Prozent der Iren die Öffnung der Ehe. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 10 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 127                  
Service: | pdf | mailen
Tags: irland, homo-ehe, volksentscheid, katholische kirche
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Irland: Verfassungskonvent empfiehlt Ehe-Öffnung"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
15.04.2013
15:23:31


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Irland ist bei den Homorechten im 21.Jahrhundert angekommen und die Katholische Kirche ist immer wieder am Herumstänkern! Die sollten endlich mal ihre Schandmäuler halten! Die Homoehe wird in der irischen Verfassung verankert sowie auch der geplante Volksentscheid wird eine stabile sichere Mehrheit dafür zustandebringen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
15.04.2013
20:03:06


(+2, 2 Votes)

Von lentil


Hey wenn das klappt sind die vielleicht schneller als Großbritanien und auf jedenfall schneller als Deutschland.

Wer hätte das vorn paar Jahren ernsthaft in Erwägung gezogen? Ich nicht

Trotzdem ist hier noch einiges Verbesserungswürdig. Keine Abtreibung erlaubt? Das sollten die schnell nachholen. Außerdem darf man ofiziell erst ab 17 Jahren Sex haben Geht gar nicht. Gerade dann ist eine homofreundliche Entwicklung ungewöhnlich. Freut mich aber sehr auch weil ich Irland sehr mag. Außerdem haben Homosexuelle in Irland schon jetzt mehr Rechte als in Italien und Griechenland.

Immerhin geht meine Stimmung ein bissl rauf nachdem ich den Artikel über Sambia gelesen hab.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
15.04.2013
20:55:19


(+3, 3 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


"Die sollten endlich mal ihre Schandmäuler halten!"

Ich wäre dafür, ihnen die Schandmäuler endlich zu stopfen. Wer gegen Minderheiten hetzt, sollte eindeutig in ganz Europa wegen Volksverhetzung angeklagt und verurteilt werden!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
15.04.2013
21:28:46


(+2, 4 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von stephan


contact@we-facile.fr

contact-presse@lamanifpourtous.fr

00337 63 04 86 26

Link zu www.lamanifpourtous.fr

Die da oben wollen einen Bürgerkrieg gegen unsere Menschenrechte in Frankreich anzetteln...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
16.04.2013
08:35:37


(+2, 4 Votes)

Von Jürgen Wenke


In Europa wird die oberste deutsche Verfassungsbrecherin Merkel irgendwann das Schlusslicht sein bei der Verwirklichung der Menschenrechte für Schwule und Lesben.
Arm in Arm mit der kath. Kirche verteidigt diese Bundesregierung die weitere Diskriminierung von Schwulen und Lesben.

Peinlich, rückständig, abwählbar.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
16.04.2013
08:55:43


(0, 2 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #4 von goddamn liberal


Link zu www.heise.de
"Jeder ist wütend, wir leben in einer Diktatur" Der Kulturkampf in Frankreich gegen die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe verschärft sich
"Jeder ist wütend, wir leben in einer Diktatur", "Der Präsident will Blut, und er ist es, der es vergießen wird", sagt Frigide Barjot. Die Journalistin Caroline Fourest spricht von einem Klima, das einem Bürgerkrieg ähnlich ist. Es geht nicht um einen Staat im Nahen Osten, sondern um Frankreich, wo man - in einer eigenartigen Analogie zu Protesten, die lange Zeit "arabischer Frühling" genannt wurden - einen "französischen Frühling" ausgerufen hat. Der soll "heiß, heiß, heiß" werden, so der Slogan "Chaud, chaud, chaud, le printemps sera chaud !" der Gegner der Hollande-Diktatur.
Zwar werden Prügel gegen Homosexuelle in Paris und ein gewalttätiger Angriff auf einen Mann, der als Gegner des Ehegesetzes gilt, noch als Einzelfälle und nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem "Kulturkampf" stehend gewertet, aber das kann umschlagen, ist aus Gesprächen mit Franzosen zu erfahren.
In Zeiten der wirtschaftliche und sozialen Krise liefert die Reform des Ehegesetzes einen Nährboden für erhitzte Gemüter, so Le Monde. Sie wirft der politischen Opposition vor, dass sie undemokratischen Aktionismus mit anheizenden Äußerungen weiter fördert, statt sich darauf zu besinnen, dass Gesetze, die der UMP nicht passen, nach einer erfolgreichen Wahl doch wieder geändert werden können.
Für die nächsten Wochen haben verschiedene Organisatoren zu weiteren anti-mariage-gay- Großdemonstrationen aufgerufen. "


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
16.04.2013
09:39:06


(+2, 2 Votes)

Von Felix


" Nach Bekanntgabe des Ergebnisses erklärte ein Sprecher, dass die Kirche bei einer eventuellen Volksabstimmung für die traditionelle Ehe kämpfen werde."

Und dabei wird die katholische Kirche vor keinem noch so miesen Trick, keiner Verleumdung und keiner Lüge zurückschrecken... Egal, wie schrecklich die Konsequenzen sein würden.

Denn die katholische Kirche geht über Leichen! Nicht nur im übertragenen Sinne, sondern im wahrsten Sinne des Wortes...

Übrigens:
statt immer nur zu behaupten, die Eheöffnung sei schädlich, könnte man ja auch mal begründen, warum das so sein soll... Klar, das können sie nicht, also bleiben sie jeden Beweis schuldig und machen das so selbstverständlich, dass deren Schäfchen das denen glauben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
16.04.2013
11:13:29


(0, 2 Votes)

Von Hinnerk
Antwort zu Kommentar #7 von Felix


Der Grund, weshalb die Kirche so vehement gegen Schwule und Lesben kämpft, ist offensichtlich.

Mit ihrem jahrzehntelangen Vertuschen systematischen Kindesmissbrauchs, Kondomverbot, etc. hat die Kirche genug Leichen im Keller. Da wollen sie halt davon ablenken, indem sie gegen Schwule und Lesben hetzen.

Wenn man einen gemeinsamen Feind aufbaut, bringt das die Anhänger wieder brav auf Linie...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
16.04.2013
13:48:59


(+3, 3 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #7 von Felix


Prima.
Dann können die ja anfangen für die "traditionelle Ehe" für ihre eigenen Priester zu kämpfen, damit die unehelichen Kinder selbstverständlich auch alle in einer "ordentlichen" Familie aufwachsen und ihr - von der Kirche selber ach so hochgehaltenes - Recht auf Mutter UND Vater wahrnehmen könnten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
16.04.2013
20:41:58


(+2, 2 Votes)

Von Robin


Schön, dass das sogar in der Verfassung verankert werden soll...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Dublin


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Die SPD und der Paragraf 175 Österreich: Van der Bellen ist neuer Bundespräsident Von Drogen und Dreiern Drei Barkeeper in Berlin homophob beleidigt
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt