Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 15.04.2013           41      Teilen:   |

Angebot

Nike will schwulen Profi-Sportler engagieren

Artikelbild
Mit Sportschuhen und Co. setzt Nike jährlich 25 Milliarden Dollar um (Bild: Mikel Ortega / flickr / cc by-sa 2.0)

Wenn sich ein Profi in einem amerikanischen Teamsport outet, kann er offenbar mit einen Millionen-Vertrag mit Nike rechnen.

Der Sportartikelhersteller Nike will einen Werbevertrag mit dem ersten schwulen Sportler abschließen, der in einer der großen US-Sportarten wie American Football oder Basketball seine sexuelle Orientierung nicht mehr versteckt. Wie "Bloomberg News" meldet, hat sich deshalb vor wenigen Jahren der Basketballfunktionär Rick Welts bei Nike gemeldet und erklärt, er könne dieses Angebot den Spielern unterbreiten. Welts bestätigte die Aussagen: "Dem Spieler, der sich dazu durchringt, werden viele Türen geöffnet – viel mehr als zugeschlagen werden", so Welts, der 2011 sein Coming-out hatte (queer.de berichtete). Er ist derzeit Präsident des NBA-Teams Golden State Warriors aus dem kalifornischen Oakland.

In den letzten Wochen haben die Profiligen im Basketball (NBA), American Football (NFL) und Eishockey (NHL) erklärt, sie bereiteten sich auf ein Coming-out vor. Auch die Baseball- und Fußballligen haben beschlossen, gegen Homophobie innerhalb des Sports vorzugehen. Derzeit gibt es jedoch keinen offen schwulen Spieler in diesen Ligen. Vielmehr berichteten Football-Spieler im vergangenen Monat, dass sie von ihrem Verein direkt gefragt wurden, ob sie Freundinnen hätten oder verheiratet seien. Daraufhin hat das Justizministerium des Staates New York die NFL-Mannschaften daran erinnert, dass derartige Befragungen ein Verstoß gegen den Diskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung darstellten und unterbleiben müssten.

Fortsetzung nach Anzeige


Im traditionell homofeindlichen Sport Football haben sich im letzten Jahr mit den Profis Brendon Ayanbadejo und Chris Kluwe zwei heterosexuelle Sportler für die Ehe-Öffnung engagiert und damit das Thema auf die Tagesordnung gebracht (queer.de berichtete). Das führte auch zu Kritik von Konservativen.

Nike wird zu den homofreundlichen Konzernen in den USA gezählt, die etwa seit Jahren freiwillige Krankenmitversicherungen für gleichgeschlechtliche Partner von Angestellten anbieten. Außerdem hat der im Bundesstaat Oregon ansässige Konzern wiederholt Volksentscheide zur Öffnung der Ehe unterstützt. So gehörte der Sportartikelhersteller zu den mehr als 60 Konzernen, die sich beim Supreme Court über das Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare beklagt haben. Die Firmen argumentierten, dass ein Ehe-Verbot den Konzernen schaden würde, weil heiratswillige Schwule und Lesben "andere Bundesstaaten (wie Iowa, New York und Massachusetts) oder andere Nationen (wie Spanien, Schweden, Dänemark, die Niederlande, Portugal oder Belgien)" bevorzugen könnten. Den Brief haben auch Facebook, Apple, eBay, Intel, Levi Strauss und Panasonic unterzeichnet. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 41 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 297             6     
Service: | pdf | mailen
Tags: nike, sport, american football, basketball
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Nike will schwulen Profi-Sportler engagieren"


 41 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
15.04.2013
16:55:34


(0, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Dann mal raus aus den Schränken!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
15.04.2013
17:20:58


(0, 8 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Für mich ein extrem wichtiger Schritt, wenn sich endlich Profi Sportler in den sogenannten Macho Sportarten outen.Ich hoffe, dass dann endlich Schülermobbing aufhört, da es gerade in Amerika häufig von Sportklassen ausgeht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
15.04.2013
19:07:44


(0, 10 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Marketingtechnisch und gesellschaftspolitisch ein gutes Angebot. Tolle Idee.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
15.04.2013
20:48:13


(+3, 5 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #3 von antos


na, dann muss ich meine kristallkugel wohl doch nicht wegschmeißen. die hatte es nämlich vorhergesagt: irgendwann werde sich ein großer sponsor ausrechnen, dass es sich lohnen würde, ein coming-out für eine pr-kampagne zu instrumentalisieren.

ganz uneigennützig ist dieses angebot nämlich natürlich nicht. das finde ich aber auch nicht schlimm...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
15.04.2013
21:02:19


(-1, 7 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


das ist für mich das erste mal, dass MARKETINGSTRATEGEN etwas positives für die gesellschaft bewirken "könnten"!!!
das würde sogar den daraus enstehenden profit rechtfertigen! vom betrug der verbraucher, hin zum nutzen der gesellschaft???
fast zu schön um wahr zu sein???
aber die idee ist simpel und toll, why not ?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
15.04.2013
21:52:54


(+4, 14 Votes)

Von Anti-Illusionen
Antwort zu Kommentar #4 von fink


Gaaanz toll. Und wenn es sich dann "marketingtechnisch" doch nicht (mehr) lohnt, muss er schnell wieder zurück in den Schrank?!

Dass der Markt- und Markenwert eines schwulen Profisportlers gemäß der herrschenden Marktlogik NIEMALS wieder derselbe sein wird, ist eine - systemimmanent - unauflösbare Tatsache!

Deshalb keinerlei Illusionen in diejenigen, die ein grundlegendes materielles Interesse daran haben, dass das gesellschaftliche Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem und die darauf - und auf nichts anderem - fußende heterosexistische Geschlechterordnung und sexuelle Unterdrückung weiterhin mit aller Gewalt aufrechterhalten werden!!

Ein bisschen Pseudo-Flexibilisierung, auch um bestimmte Nischenmärkte besser zu erreichen: ja - aber mehr auch nicht. Verbürgerlichte Schwule finden das dann auch ganz toll - und schon sind die herrschenden Verhältnisse noch ein bisschen besser schein"legitimiert" und zementiert.

Zur gleichen Zeit werden von exakt denselben und anderen Fraktionen des Kapitals schon Kindern die herrschenden Hetero-Sexismen so aggressiv eingetrichtert wie nie zuvor. Daran ändert ein bisschen zielgruppengerechte Werbung für Schwule im Profisport rein GAR NICHTS!

Und ganz konkret: Wie sieht es denn bei dem zweiten oder dritten Schwulen aus, der sich eventuell outet? Da dürfte der Bedarf der Konzerne an einem Werbeträger für die schwule Zielgruppe dann sehr schnell gesättigt sein.

Wer die Illusion verbreitet, Kapitalisten könnten jemals Verbündete der breiten Masse lohnabhängiger Schwuler sein, wird spätestens dann, wenn es in der sich vertiefenden Systemkrise weiter "ans Eingemachte" geht, sein blaues Wunder erleben. Wenn die deutsche Geschichte nicht als Lektion reicht, siehe u. a. die aktuelle Entwicklung auch für Schwule der nicht-ausbeutenden Schichten in Südeuropa.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
15.04.2013
22:13:11


(-2, 10 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Anti-Illusionen


du magst ja von deiner grundlegenden überzeugung her recht haben, aber deine TEXTBAUSTEINE mit der entsprechenden terminologie, wirken doch sehr realitätsfremd und dadurch leider auch wie WORTHÜLSEN!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
15.04.2013
22:29:19
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von Dirk


Uneigennützig machen das Konzerne nie. Aber eine gute Aktion ist es trotzdem. Vielleicht bewirkt es ein bischen was.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
15.04.2013
22:38:04


(+2, 10 Votes)

Von Gerhard


Boar, Kommerzialisierung in ihrer perfidisten Form. Das klingt ja nach Kopfgeld.

Und ganz konkret: Endlich kann Beckham zu Nike wechseln :D


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
16.04.2013
00:17:53


(-3, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von Anti-Illusionen


""Und ganz konkret: Wie sieht es denn bei dem zweiten oder dritten Schwulen aus, der sich eventuell outet? Da dürfte der Bedarf der Konzerne an einem Werbeträger für die schwule Zielgruppe dann sehr schnell gesättigt sein""..

Was für ein Blödsinn..

Es gab "Werbe-Ikonen" lange vor Beckham, und es wird sie auch noch lange nach ihm geben, denn in jedem Jahr wächst eine neue werberelevante Zielgruppe nach..

Der Weihnachtsmann erscheint bislang auch noch in jedem Jahr, ebenso wie der Osterhase..

Wie kann Mann da auf die Idee kommen, die "Werbe-Idee" schwuler Football-Star, Basketball oder gar Bundesligaprofi sei nach einem gesponsertem Coming-Out ausgelutscht ?

NIKE ist nur EINE Firma im hart umkämpften Markt..
Die anderen will ich jezt gar nicht aufzählen, aber ALLE werden nachziehen..

Vor annähernd 20 Jahren hatte TOYOTA den 1.Werbespot mit einem schwulem Pärchen lanciert, und ALLE haben es nachgemacht, selbst VW..bloß nicht auf dem heimischem Markt, dafür "sah man die Zeit noch nicht reif"..

In England lief der Spot mit großem Erfolg..

Und der Werbe-Markt ist groß genug für wenigstens 100.000 gesponserte Couming-Out´s in diversen Spot´s, Kampagnen, Anzeigen in Print-Medien, dem I-Net, usw..

Und wenn die Junxx und Mädels anders nicht aus dem Schrank zu locken sind..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345  vor »


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Niederlande: Kommission empfiehlt bis zu vier Eltern pro Kind Israel: Gleichstellung ausländischer Homo-Partner geplant Tag der Menschenrechte: EKD wirbt für LGBTI-Gleichbehandlung Die Poesie der ersten schwulen Liebe
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt