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David Masupa, seines Zeichens Bischof und Parlamentsabgeordneter, gehört zu den Verfechtern des Verbotes von Homosexualität in der Verfassung.

Homosexualität ist bereits illegal im armen Agrarland Sambia. Jetzt soll zusätzlich in der Verfassung geächtet werden.

Der Verfassungskonvent in Sambia hat beschlossen, "Homosexualität und Lesbentum" als "abscheuliche Praxis" in der Verfassung zu verankern. Das meldet die sambische Nachrichtenagentur ZANIS. Bereits heute stehen auf gleichgeschlechtlichen Sex 14 Jahre Haft. Der Abgeordnete David Masupa, der auch Bischof einer protestantischen Kirche ist, begründete den Beschluss damit, dass die sambische Bevölkerung keine Homosexualität in ihrem Land dulden wolle und das in der Verfassung Niederschlag finden sollte.

Gleichzeitig soll die Verfassung einen erweiterten Diskriminierungsschutz enthalten, allerdings nicht für sexuelle Minderheiten. Es sollen lediglich die Merkmale Geburt, Rasse, Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Alter, Behinderung, Religion, Gewissen, Glauben, Kultur, Sprache, Schwangerschaft, Gesundheit, Familienstand sowie sozialer oder wirtschaftlicher Status geschützt werden. Allerdings haben mehrere Mitglieder des Konvents Bedenken gegen einen weit gehenden Diskriminierungsschutz geäußert, weil dieser auch von Homosexuellen genutzt werden könne.

Anfang April wurde das Thema Homo-Rechte in Sambia diskutiert, weil erstmals ein schwuler Aktivist im Live-Fernsehen für das Ende der Diskriminierung geworben hatte. Paul Kasonkomona war kurz nach dem Interview verhaftet worden. Die Behörden werfen ihm "Anstiftung zu unzüchtigem Verhalten" vor. Er ist inzwischen auf Kaution freigelassen worden.

Das im südlichen Afrika gelegene Binnenland Sambia hat 1964 seine Unabhängigkeit von Großbritannien erhalten, hat aber das alte britische Kolonialrecht in Bezug auf Homosexualität beibehalten. Die 15 Millionen Einwohner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Wie kaum in einem anderen Land steht die Bevölkerung Homosexuellen feindlich gegenüber: So erklärten laut einer Umfrage aus dem Jahr 2010 nur zwei Prozent der Sambier, Homosexualität sei moralisch für sie akzeptabel. Das Land erhält zwischen 2011 und 2013 rund 75 Millionen Euro Entwicklungshilfe von Deutschland. (dk)



#1 Timm JohannesAnonym
  • 15.04.2013, 16:34h
  • Mit Ausnahme Südafrikas, das die Eheöffnung bereits umgesetzt hat, ist Afrika mit Abstand der schwierigste Kontinent der Welt für gleichgeschlechtliche Paare.

    Aber in Afrika mangelt es bekanntlich an vielen Dingen und Rechten.

    Wir sollten Sambia die Entwicklungshilfe streichen !!!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 mx5972Profil
  • 15.04.2013, 17:10hKerpen
  • Ich schließe mich euch an!!!

    Sofortige Streichung der Entwicklungshilfe!!!

    Dann wollen wir ja mal sehen wie schnell das Thema wieder vom Tisch ist! ( haben die Tische??? LOOOL )
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#4 timpa354Ehemaliges Profil
  • 15.04.2013, 17:30h
  • Langsam habe ich den Verdacht, dass die Afrikaner deshalb so gerne Homosexuelle ins Gefängnis stecken wollen, weil sie auf diese Art jeden politischen Gegner loswerden können, sie müssen nur behaupten er wäre homosexuell.Hut ab vor dem mutigen Aktivisten und Nein, ich möchte nicht dass meine Steuergelder in solche Länder gehen oder wenn, dann gezielt an LGBT Organisationen.
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#5 knatzgilProfil
  • 15.04.2013, 17:33hettelbruck
  • Krawatte und Kostüm machen noch keinen Menschen aus,sollte sich als Christ schämen ,solch eine geschwurbelte Scheisse von sich zu geben .Geldhahn konsequent zudrehen landet sowieso alles auf den Konten von diesen Klugscheissern
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#6 luxi81Profil
#7 Martin28a
  • 15.04.2013, 18:28h

  • Immer diese komischen Typen in Afrika

    Entwicklungshilfe sperren und absaufen lassen, fertig
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#8 daVinci6667
  • 15.04.2013, 18:32h

  • "Das Land erhält zwischen 2011 und 2013 rund 75 Millionen Euro Entwick­lungshilfe von Deutschland."

    Da gibt's dann aber sicher noch Spielraum wer zukünftig per Verfassung vor Diskriminierung geschützt wird!
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 15.04.2013, 18:32h
  • ""Sambia gehört zu den Ländern mit der höchsten HIV-Infektionsrate. Dies erklärt den starken Rückgang der Lebenserwartung in den letzten 15 Jahren von 60 (im Jahr 1990) auf inzwischen nur noch 37 Jahre (bei den Frauen) beziehungsweise 38 Jahre (bei den Männern).[7] Im Jahr 2006 gab es 750.000 AIDS-Waisen in Sambia. Für das Jahr 2015 wird mit einer Million Waisen gerechnet, was 20 Prozent der Kinder im Land entspräche..." (wiki)

    Es ist in jeder Hinsicht ein Elend.
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#10 alexAnonym
  • 15.04.2013, 18:58h
  • Wenn es so einfach wäre..
    Streichen wir unsere Entwicklungshilfe, ist zu befürchten, dass sich solche Länder verstärkt dem Islam zuwenden und von arabischen Ländern gefördert werden. Dies passiert jetzt schon zum Teil und was das bedeutet, kann man sich hinsichtlich der Menschrechte ja denken.
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