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Um 20.15 Uhr zeigt Einsfestival den kanadischen Spielfilm "Herzensbrecher"

Am 17. Mai zeigt EinsFestival am achten Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie den ganzen Tag Spielfilme und Reportagen zum Thema.

Von Carsten Weidemann

Ein Freitag ganz im Zeichen des Kampfes gegen Homo- und Trans-Feindlichkeit: Der ARD-Digitalsender EinsFestival startet den Thementag um 14.45 Uhr mit der Dokumentation "LiebesPaare – Mann sucht Mann – Frau sucht Frau", bei der schwule und lesbische Singles auf der Suche nach dem Partner fürs Leben begleitet werden. Bis Mitternacht geht es ohne Unterbrechung weiter. Der Westdeutsche Rundfunk begründet das Engagement des öffentlich-rechtlichen Spartensenders mit den sich häufenden "Berichten von Fällen verbaler oder körperlicher Übergriffe gegenüber Menschen jenseits der Hetero-Norm".

Dabei sollen viele Facetten des LGBT-Lebens vorgestellt werden: Um 15.30 Uhr zeigt die Dokumentation "Meine Eltern sind lesbisch", was es wiederum für Kinder bedeutet, mit zwei Müttern abseits des gängigen Vater-Mutter-Kind-Klischees aufzuwachsen. Die Reportage "Ich will nicht länger schweigen" widmet sich danach ab 16.15 Uhr dem brisanten Thema "Homosexualität in der katholischen Kirche". Stellvertretend für die Situation vieler gläubiger Schwuler steht im Mittelpunkt dieser Dokumentation der habilitierte Theologe David Berger, den sein Coming-out die Kirchen-Karriere kostete (queer.de berichtete).

"Schwule Mütter ohne Nerven"

Hysterisch-quirlig geht es weiter um 17.45 Uhr mit der spanischen Komödie "Schwule Mütter ohne Nerven": Regisseur Manuel Gómez Pereira nimmt den 3. Juli 2005 zum Anlass für eine überdrehte Tour de Force über eine Massenhochzeit unter Regenbogenflaggen. An diesem Tag durften Schwule und Lesben in Spanien erstmals heiraten. In dem Film lernen sich die Eltern dreier schwuler Paare im Vorfeld kennen – und es dauert nicht lange, bis es bei den vermeintlich aufgeschlossenen Angehörigen zu Brodeln beginnt.

Zur Primetime um 20.15 Uhr serviert Einsfestival ein Highlight des aktuellen Queer Cinema von und mit dem kanadischen Wunderkind Xavier Dolan: In "Herzensbrecher" verfallen Francis und Mary, eigentlich beste Freunde, hoffnungslos dem betörend schönen Nicolas und versuchen sich als potenzielle Rivalen im Ringen um die Gunst des Angebeteten gegenseitig auszustechen. Dolans zweiter Film über eine außergewöhnliche Dreierbeziehung zwischen Freundschaft und Begehren wurde 2010 in Cannes mit dem "Prix Regards Jeunes" ausgezeichnet.

Unter dem Motto "Somewhere into the Rainbow" nimmt uns Anja Backhaus um 21.40 Uhr in einem CLIPSTERspeziell mit auf einen Ausflug durch die schillernden Gefilde schwul-lesbischer Popkultur, bevor um 22.20 Uhr zum Abschluss des Thementages mit "High Art" ein Klassiker des modernen lesbischen Kinos auf dem Programm steht. Der Film erzählt von zwei Frauen, die der Zufall zusammenführt: Syd, die junge und naive Redaktionsassistentin bei einem angesagten Fotomagazin, und Lucy Berliner, die vor einiger Zeit ihre Karriere als erfolgreiche Fotografin an den Nagel gehängt hat. Die beiden verlieben sich ineinander. Ein Ausflug in die Natur schafft Raum für Annäherung – wäre da nicht Syds beruflicher Ehrgeiz, der die Romanze zu gefährden droht.

EinsFestival hatte zuletzt am 11. Oktober 2012 zum internationalen Coming-out-Tag einen schwul-lesbsichen Thementag ins Programm gehoben (queer.de berichtete).



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Thorsten1Profil
  • 18.04.2013, 16:19hBerlin
  • Ach, wie passend - am 17.05.!

    Als es den alten Paragraphen noch gab, sagten die Homophoben "Der hat wohl am 17.05. Geburtstag..."
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#3 eMANcipation*Anonym
#4 treuer leserinAnonym
#5 FelixAnonym
  • 18.04.2013, 18:59h
  • Die Öffentlich-Rechtlichen zeigen immer wieder tolle Spielfilme, Dokus, etc. zum Thema Homosexualität.

    Auch dieser Themen-Tag wird bestimmt wieder super.

    Ich freue mich auch schon auf "Schwule Mütter ohne Nerven", das ist ein toller Film.
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#6 EnyyoAnonym
  • 18.04.2013, 19:30h
  • Antwort auf #5 von Felix
  • Ja, gute Sachen laufen schon ab und an - allerdings meist in den Dritten/3sat/Arte oder weit nach 23:00h.

    Die "großen" Anstalten halten sich zum Thema queere Emanzipation i.d.R. doch sehr zurück, so dass der kleine Spartenkanal hier leider wohl etwas Feigenblattfunktion hat.

    Nichtsdestotrotz ne schöne Aktion und auf jeden Fall lobens- und wiederholenswert!

    Und "schwule Mütter ohne Nerven" ist wirklich klasse!
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 19.04.2013, 07:58h
  • Gute Sache.

    Sollte man auch in der französischen Provinz ausstrahlen.

    www.herve-mariton.net/

    Würde aber wohl nichts nutzen.

    1. Die sprechen keine anderen Sprachen.

    2. Die haben auch von der Egalité in anderen französischsprachigen Ländern (Belgien, Kanada) nicht gelernt.
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#8 SebiAnonym
  • 19.04.2013, 09:30h
  • @Thorsten:

    Ja, genau deshalb findet der Tag gegen Homophobie am 17.5. statt. Er soll an den Nazi-Paragraphen 175 erinnern, der ja noch in Teilen bis in die 1990er Jahre in Deutschland herrschte.

    @Enyyo:

    Es gibt auch immer wieder Sendungen in ARD und ZDF. Und auch schon vor 23 Uhr. Kürzlich wurde der super Film "A Single Man" in der ARD gezeigt und danach in mehreren Dritten wiederholt. Auch deutlich vor 23 Uhr.

    Das Problem ist: wenn z.B. ein politisches Magazin schon um 21.45 Uhr über Homo-Themen berichtet, wird das nicht wahrgenommen, weil es halt nur ein Thema von vielen ist und das in der Programmzeitschrift nicht erkennbar ist. Wenn man diese Sendung nicht eh schon guckt, dann weiß man gar nicht, dass da was zum Thema kam.
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#9 Null ProzentAnonym
  • 19.04.2013, 09:48h
  • Antwort auf #5 von Felix
  • Eigentlich wundert einen ja nichts mehr:

    Der Anteil schwuler Protagonisten im Hauptabendprogramm liegt auch bei den Öffentlich-Rechtlichen weiterhin gezielt bei rund 0%.

    Schwule Jugendliche kommen praktisch ÜBERHAUPT NICHT vor.

    Und dann zeigt irgendein Spartensender, den sowieso keiner sieht, mal alibimäßig ein paar Dokus und Filme, und schon brechen die Anbiederungsschwulen, die seit 20 Jahren dem Standesamt hinterherrennen, in lautstarken Jubel aus.

    Bekommt ihr eigentlich noch einen letzten Funken von der gesellschaftlichen Realität mit?

    Schwulsein und gerade junge Schwule werden aus den breitenwirksamen Programmen von ARD und ZDF mit voller Absicht ausgegrenzt!

    Noch nie gab es eine derart aggressiv heterosexistische massenmediale Dauerinszenierung und -indoktrination wie heute.

    Und ARD und ZDF sind mit ihren Milliarden Euro Gebührengeldern aktiv daran beteiligt und inszenieren rund um die Uhr die dümmlichsten Heterosexismen. Erschreckende Beispiele dafür wurden und werden auch hier bei queer.de von aufmerksamen Beobachtern immer wieder genannt.
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#10 wooowAnonym