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Rjay Spoon (rechts) ist im Dezember gestorben (Bild: FB)

In Südkalifornien sind in den vergangenen Monaten offenbar drei Schwule an Meningitis gestorben. Eine Aids-Organisation warnt vor einer Epidemie.

Vergangene Woche sorgte der Tod eines 33-jährigen schwulen Anwalt aus dem Homo-Viertel West Hollywood für Schlagzeilen: Er war an bakterieller Meningitis gestorben (queer.de berichtete). Jetzt hat die Aids Healthcare Foundation zwei weitere Todesfälle gemeldet: Bereits am 16. Dezember 2012 ist der 30-jährige Rjay Spoon aus Los Angeles der Krankheit erlegen. Er hatte wenige Monate zuvor eine "White Party" in Palm Spring besucht, bei der tausende Schwule feiern und es auch zu vielen sexuellen Kontakten kommt. Zudem ist ein schwuler Student aus dem Bezirk San Diego Anfang Dezember an Meningitis gestorben. In zwei weiteren Fällen haben sich Schwule im Bezirk Los Angeles infiziert, konnten aber erfolgreich behandelt werden.

Michael Weinstein von der Aids Healthcare Foundation kritisiert die Gesundheitsbehörde des Bezirks für ihre langsame Reaktion: "Die vernachlässigen ihre Pflichten. Man fragt sich, wie viele Menschen sterben müssen oder krank werden, bevor sich die von ihrem Drehstuhl erheben", so Weinstein gegenüber der "Huffington Post". "Es heißt, im Bezirk Los Angeles gibt es 13 Fälle, vier davon sind schwule Männer. Das ist ein überproportionaler Anteil."

In den letzten Monaten hatte ein Meningitis-Ausbruch in der New Yorker Szene für Sorge bei Gesundheitsämtern geführt: Seit 2010 wurden in der Stadt 22 Schwule bekannt, die sich mit der übertragbaren Hirnhautentzündung infiziert hatten; die Zahl nahm vor allem in der letzten Zeit stark zu. Sieben Männer sind bislang gestorben. Die lokale Gesundheitsbehörde hat inzwischen schwule Männer mit regelmäßigen Sexualkontakten aufgefordert, sich impfen zu lassen (queer.de berichtete). Frühere Warnungen hatten sich zunächst nur an HIV-Positive aus bestimmten Vierteln von New York gerichtet,

Meningitis kann durch intimen Kontakt, beispielsweise Küssen, übertragen werden, aber auch durch nicht direkte Berührung. Besonders anfällig sind HIV-Positive wegen des oft geschwächten Immunsystems. Die Krankheit kann tödlich sein, wenn sie nicht sofort nach der Infektion behandelt wird. Symptome, darunter ein steifer Nacken, hohes Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge treten innerhalb weniger Tage auf. (nb)

Direktlink | Bericht im Lokalfernsehen


#1 Thorsten1Profil
  • 18.04.2013, 17:38hBerlin
  • Es wäre hilfreich, wenn die deutschen Schwulenberatungsstellen/Gesundheitsämter hierzu eine Stellungsnahme veröffentlichen würden!
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#2 FelixAnonym
  • 18.04.2013, 19:00h
  • Das muss jetzt an der Wurzel bekämpft werden, sonst wird das eine Epidemie mit unabsehbaren Folgen...
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil