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Das 2010 gegründete Rogate-Kloster wirbt mit "ausgeprägter ökumenischer Offenheit"

Am Freitag hat Bruder Franziskus als Vertreter des Berliner Rogate-Klosters in Moskau einen Scheck in Höhe von 750 Euro an die Organisatoren des schwul-lesbischen Filmfestivals "Side by Side" überreicht.

Das Geld kam durch Kollekten in den Gottesdiensten und einen Spendenaufruf in den vergangenen Wochen zusammen. "Side by Side" ist ein seit 2007 in St. Petersburg veranstaltetes Festival, das immer mehr durch Schikanen der russischen Behörden bedroht wird. Seit letztem Jahr findet es auch in Moskau statt, damals musste die Polizei Besucher vor Gegendemonstranten schützen.

"Insbesondere den konsequenten, konstruktiven und positiven Dialog des Festivals im Bereich Religion, Spiritualität und Kirche begrüßen wir, halten ihn für förderungswürdig und beispielhaft", begründet die christliche Einrichtung die Aktion zugunsten des Festivals. Mehrere Politiker haben die Aktion unterstützt, darunter Renate Künast (Grüne) und Jan-Marco Luczak (CDU). Zu den Unterstützern gehört auch Ulrike Trautwein, die Generalsuperintendentin der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Das Rogate-Kloster wurde 2010 gegründet und versteht sich "in ausgeprägter ökumenischer Offenheit als Teil der Evangelischen Kirche" – es lädt alle ein, "die begehren dem Evangelium zu folgen, unabhängig von ethnischem Hintergrund, Geschlecht, geistiger und körperlicher Einschränkung oder sexueller Identität", heißt es auf der Rogate-Website. (pm/dk)



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23 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 TheDadProfil
  • 22.04.2013, 22:29hHannover
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Brauchen wir das ?

    Brauchen wir ein "überkonfessionelle" Vereinigung die sich "Kloster" nennt, um Gelder für Projekte zu sammeln die der Unterstützung gegen Anfeindungen bedürfen, die letztlich von einer christlichen Kirche ausgelöst werden ?

    Die zunehmende Radikalisierung der russischen Bevölkerung durch das Regime Putin wird durch die Orthodoxe Kirche Russlands befördert und gefördert..

    Und nun sammeln "christliche" Organisationen Spendengelder um diesen Auswirkungen entgegenzutreten..

    Für mich riecht das nach ALIBI-Funktion..
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#3 Sveni MausiAnonym
#4 AndreasAnonym
  • 23.04.2013, 10:21h
  • Antwort auf #2 von TheDad
  • Fassen wir mal zusammen: es befinden sich Menschen in einer Gemeinschaft und diese sammeln Geld für den Zweck, dass in Russland ein schwul-lesbisches Filmfestival finanziert werden kann.
    Brauchen wir das? JA NATÜRLICH! Nur aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine christliche Gemeinschaft handelt macht die Geste und Solidarität doch nicht geringer.
    Würdest du es besser finden, wenn man sagen würde: nö von solchen leuten wie euch nehmen wir die Unterstützung nicht an?

    Ich habe das Gefühl es sind hier einige so von den Schlagzeilen von den bescheuerten Ansichten von Personen (primär) in der katholischen Kirche so in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt, dass alles was vielleicht auch positives aus solchen Institutionen kommen könnte erstmal kategorisch schlecht sein muss.

    Ich halte auch nicht viel von der Kirchenführung oder vielem was die Führung für Ansichten vertritt. Aber das heißt nicht, dass es keine Christien gibt, die auch für unsere Belange eintreten. Es gibt für Menschen die andere Ansichten haben und Mitglied einer Religion zwei Möglichkeiten: Austreten und sich davon abwenden und damit ein Zeichen setzen, oder dort aktiv werden und versuchen etwas zu verändern. Und gerade solche Leute, die sich für den zweiten Weg entscheiden sind auch für Leute die kritisch der Kirche gegenüberstehen sehr wichtig: Sie verändern etwas an diesen strengen Ansichten von oben. Und dadurch werden auf lange sicht auch solche Institutionen liberaler und diese Kriegspolemik gegen LGBTI wird geringer. Das ist fortschritt. Und es muss doch wohl gestattet sein, dass eine christliche gemeinschaft sich für unsere belange einsetzt auch wenn der großteil der großen Religionen kontraproduktiv für LGBTIs ist!
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#5 le_waldsterbenProfil
  • 23.04.2013, 11:33hBerlin
  • Ein Dankeschön an Frater Franziskus und das Rogate-Kloster für dieses Zeichen der Solidarität mit den Schwulen und Lesben in Russland!
    Und: Ja, wir brauchen einen solchen Ort in Berlin, in dem jeder -ohne Ausnahme- willkommen ist! Der Zuspruch, gerade auch aus der Gay Community Berlins, zeigt, dass dieses Kloster, das sich ja noch im Aufbau befindet, ein spiritueller Ort ist, der gerne von Schwulen und Lesben aufgesucht wird.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.04.2013, 12:18h
  • Vielen Dank an die Flamertrolle, die sämtliche hier veröffentlichten Kommentare negativ bewerteten!

  • Antworten » | Direktlink »
#7 Claudia RothAnonym
#8 adam rieseAnonym
#9 TheDadProfil
  • 23.04.2013, 15:04hHannover
  • Antwort auf #4 von Andreas
  • ""Würdest du es besser finden, wenn man sagen würde: nö von solchen leuten wie euch nehmen wir die Unterstützung nicht an?""..

    Ja..

    Ich finde das konsequent..

    Ich habe überhaupt nichts dagegen wenn der einzelne Mensch der sich als Christ versteht für Aktionen spendet die der Unterstützung bedürfen..

    Aber ich habe ein Problem damit wenn einzelne Organisationen die dennoch der großen Gemeinschaft EKD angehören "Solidaritätsaktionen" in Form von Kollekten durchführen..

    Das riecht, nein, das stinkt für mich nach ALIBI..

    Wenn diese Einzelorganisationen in der EKD etwas machen wollen, dann sollen sie Einfluß auf die Politik der EKD nehmen, und z.B. dafür sorgen das die Bundesmutti nicht an einer Veranstaltung teilnimmt die von Homo-Heilern durchsetzt ist..

    Dann sollen sie daran mitwirken diese Homo-Heiler-Organisationen aus der EKD auszuschließen, und dafür Sorge tragen daß das Wirken dieser Leute öffentlich angeprangert wird..

    Wenn ich es zulasse das solche Klöster sich "anbiedern", dann lasse ich letztlich zu, das sie sich als Teil des Problems immer noch dazu berufen fühlen die Rahmenbedingungen zu gestalten, unter denen die Gleichstellung diskutiert und letztlich durchgesetzt wird..

    Das kann ich nicht..

    Um das provokativ plakativ zu beschreiben :

    Kein Mensch würde eine noch so große Spende einer SS-Kameradschaft zum Erhalt von Ausschwitz annehmen..

    Und das nicht nur, weil Mann die wirklichen Gründe dieser Spende nie beleuchten könnte..

    Es gibt Dinge, die so nicht funktionieren DÜRFEN..

    Ich spreche da für mich..
    Ich brauche das nicht..

    Wenn die Spenden wollen, dann sollen sie als Einzelpersonen ihre Groschen in die Spendenbüchsen der LGBT´-Organisationen stecken, aber nicht mit einer "neuen" Organisation an uns "herantreten" um zu beweisen, das es nach 2 Jahrtausenden der Unterdrückung auch anders geht..
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#10 TheDadProfil
  • 23.04.2013, 15:20hHannover
  • Antwort auf #7 von Claudia Roth
  • Na und ?

    Nur weil ein paar Mädels der Grünen wie Claudia (die ich persönlich sehr schätze) und Renate Künast, allen voran aber Katrin Goering-Eckart den Kirchen hinterher rennen, muß ich ihnen das nicht gleich tun..

    Jan-Marco Luczak..

    Naaaajaa..

    Sein Engagement in allen Ehren..

    Ich persönlich halte sämtliche Schwule die sich in der CDU befinden für nicht integer genug um mich mit einer "Idee" einer "neuen Kirche von Unten", in welcher Form auch immer, zu "infizieren"..

    Und es bringt mich auch nicht näher an die von Grund auf diskriminierende Politik ihrer Partei heran..

    Weder die Kirchen noch die CDU/CSU sind meiner Meinung nach von innen heraus in der Frage der LGBT-Rechte zu verändern, denn nachweislich ist alle Bewegung in dieser Frage durch die Urteile der höchsten deutschen Gerichte ausgelöst..

    Alleine die Tatsache das eine innerparteiliche Diskussion nach dem Adoptionsurteil über das "Ob und Wie", aber vor allem über das WANN stattfand, zeigt deutlich, das diese Partei(en) den Tenor der Urteile nicht begriffen haben..
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