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  • 22.04.2013           14      Teilen:   |

Diskriminierung

US-Pfadfinder wollen an Homo-Verbot festhalten

Artikelbild
Bei den Boy-Scout-Flaggenhissungen darf man nur als Hetero mitmachen (Bild: USFWS Mountain-Prairie / flickr / cc by 2.0)

Die Boy Scouts of America wollen weiterhin Homosexuelle aus dem Verband ausschließen. Einem Vorschlag des Vorstandes zufolge sollen aber zumindest minderjährige Schwule akzeptiert werden.

Der Verband der US-Pfadfinder hat am Freitag vorgeschlagen, am Verbot von Homosexuellen festzuhalten. Lediglich Jugendliche sollen demnach bei den Boy Scouts öffentlich zu ihrer Homosexualität stehen können, müssten aber im Alter von 18 Jahren aus dem Verband entfernt werden. Mit diesem "Kompromiss" wollen die Pfadfinder den lange schwelenden Streit um die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten beenden. Am 20. Mai findet hierzu ein Treffen in Texas statt, bei dem sich die rund 1.400 Delegierten auf einen Regelkatalog einigen sollen.

In dem Vorschlag heißt es: "Keinem Jugendlichen darf die Mitgliedschaft bei den Boy Scouts of America auf der Basis von sexueller Orientierung oder sexuellen Vorzügen entzogen werden". De Organisation werde allerdings "die aktuelle Regelung" für alle Erwachsenen beibehalten.

Der Vorschlag wurde von Homo-Gruppen als Fortsetzung der Diskriminierung rundum abgelehnt: "Diese Lösung beruht noch immer auf der unglaublichen Idee, dass homosexuelle Menschen eine Gefahr für Kinder darstellen, während Experten wie der amerikanische Psychologenverband das schon seit langem für Humbug erklärt haben", sagte Richard Ferraro, the Vizepräsident der Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD).

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Kirchen und Konservative verhindern Gleichstellung

In der Öffentlichkeit hat die Kritik an den US-Pfadfindern wegen der Diskriminierung sexueller Minderheiten in den letzten Jahren zugenommen. So hatte sich Präsident Barack Obama erst im Februar für ein Ende des Verbotes ausgesprochen. Allerdings verteidigen viele konservative Politiker den Ausschluss von Homosexuellen. So hat der texanische Gouverneur Rick Perry erklärt, dass sich die Pfadfinder nicht der "Populärkultur" unterwerfen, sondern an ihren christlichen Wurzeln festhalten sollten (queer.de berichtete). Auch evangelikale Gruppen sowie die mormonische und die katholische Kirche, die sich intensiv in Pfadfindergruppen engagieren, lehnen eine Gleichbehandlung von Homosexuellen bei den Boy Scouts of America ab.

Das Verbot von Homosexuellen bei den Pfadfindern wurde 2000 vom Supreme Court für verfassungsgemäß erklärt. Die Richter argumentierten mit fünf gegen vier Stimmen, dass die Pfadfinder als eingetragener Verein ihre Mitglieder eigenständig aussuchen dürfen. Weil sie als gemeinnützige Organisation eingestuft sind, erhalten die Pfadfinder erhebliche Steuererleichterungen.

Die Pfadfinderinnen, die "Girl Scouts of the USA", diskriminieren im Gegensatz zu den Männern nicht aufgrund der sexuellen Orientierung. (dk)

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Tags: pfadfinder, boy scouts, usa
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Reaktionen zu "US-Pfadfinder wollen an Homo-Verbot festhalten"


 14 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.04.2013
17:41:10


(+4, 6 Votes)

Von Yannick


Ist halt eine streng religiöse Organisation, die die ganze Lagerfeuerromantik, Waldlehrgänge, etc. nur nutzt, um schon die jüngsten zu indoktrinieren...


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#2
22.04.2013
17:43:11


(+5, 5 Votes)

Von Felix


"Das Verbot von Homosexuellen bei den Pfadfindern wurde 2000 vom Supreme Court für verfassungsgemäß erklärt. Die Richter argumentierten mit fünf gegen vier Stimmen, dass die Pfadfinder als eingetragener Verein ihre Mitglieder eigenständig aussuchen dürfen. Weil sie als gemeinnützige Organisation eingestuft sind, erhalten die Pfadfinder erhebliche Steuererleichterungen."

Wenn sie sich als eingetragener Verein nicht an Anti-Diskriminierungsgesetze, das demokratische Gleichheitsprinzip, etc. halten müssen, sollten sie aber auch keine Steuererleichterungen bekommen.

Die picken sich die Rosinen raus und legen sich ihre Argumentation so, wie es ihnen gerade passt.


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#3
22.04.2013
17:54:39


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die spinnen, die Boy Scouts of America!


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#4
22.04.2013
19:05:02


(+2, 2 Votes)

Von Feendrache
Aus Leipzig (Sachsen)
Mitglied seit 16.10.2011


Kann es sein das den Pfadfindern im allgemeinen nicht ohnehin das Image anhängt sehr... schwul zu sein? bitte nicht als Beleidigung auffassen, aber manchmal kommt mir das in Film und TV so vor als würde dieser Verein dahingehend perma-verarscht werden. Als sonderlich hetero gilt er nicht unbedingt.


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#5
22.04.2013
20:42:05


(+1, 3 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Kommentar gelöscht


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#6
23.04.2013
00:58:59


(+3, 3 Votes)

Von Tamina
Antwort zu Kommentar #4 von Feendrache


Wollt grad sagen, Homoverbot bei Pfadfindern ist wie Alkoholverbot an Karneval. Es bricht alles in sich zusammen.


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#7
23.04.2013
01:15:05


(+4, 4 Votes)

Von Gerhard
Antwort zu Kommentar #5 von Jadughar


Versuchst du tatsächlich, sowas wie religiöse Logik zu propagieren? :D


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#8
23.04.2013
01:50:33


(+2, 2 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


1. Sollte man ihnen wirklich keine Steuervergünstigungen mehr zugestehen.
2.Kam dieses heuchlerische Zugeständnis der Boyscouts nur deshalb zustande, weil jede Firma, die auf sich hält die Spendengelder gestrichen hat.
Und 3. würde ich im Moment wirklich nicht ernsthaft etwas mit den Boyscouts zu tun haben wollen, die haben nämlich auch einen riesengrossen Missbrauchsskandal an den Hacken und das obwohl keine Homosexuellen zugelassen sind!!!Komisch aber auch.Die Vertuschungsstrategien waren über die Jahrzehnte genau die gleichen wie bei der katholischen Kirche.


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#9
23.04.2013
04:57:40


(+1, 3 Votes)

Von Scout


School boys suspended after masturbating in class to see who is gay.
Gay rights advocates are outraged because they feel it is a step back for the liberal-progressive school that banned the Boy Scouts in 1993 because they thought that the group discriminated against homosexuals.

Link zu www.breakingworldnewstoday.com


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#10
23.04.2013
09:32:04


(+2, 2 Votes)

Von Pfad verfehlt


BOY Scouts? Ist doch auch schon Geschlechterdiskriminierung. Wenn die das dürfen, ist es doch kein Wunder, dass man ihnen auch andere Formen von Diskriminierung nicht verbietet.

Dieser "Kompromiss" ist echt absurd. Gestern war jemand ein geschütztes, gleichwertiges Mitglied einer wunderbar toleranten Gemeinschaft - heute ist er 18 und ein gefährliches Subjekt, das aus dem Verein "entfernt" (!) werden muss.

Aber bitte wie wird festgestellt, ob jemand "sexuelle Vorzüge" hat??? Wer testet das in welchem Alter mit welcher Methode? Und wenn sich solche herausstellen, was passiert mit dem, wenn er 18 ist?


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