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Muhyiddin Yassin zählt die Bekämpfung von Schwulen und Lesben zu seinen Hauptaufgaben

Der Vize-Regierungschef Malaysias warnt davor, dass die Sichtbarkeit von Homosexuellen und der Drang nach Religionsfreiheit die größten Gefahren für Muslime in Malaysia seien.

Muhyiddin Yassin, der malaysische Bildungsminister und stellvertretende Premierminister, erklärte am Montag bei einem Treffen von islamischen Vereinen in der Hauptstadt Kuala Lumpur, dass schwul-lesbische Aktivisten den Verstand von Muslimen im Land "vergiften" würden. Das würde dazu führen, dass religiöse Menschen gezwungen würden, "abartige Praktiken" im Namen der Menschenrechte zu akzeptieren, so Muhyddin nach Angaben der Nachrichtenagentur Benama. "Wir dürfen nicht nachlässig sein. Die Herausforderungen an den Islam kommen auf viele Arten", so Muhyiddin.

Der Bildungsminister hatte sich bereits mehrfach homofeindlich geäußert: So setzte er sich vergangenes Jahr dafür ein, dass bei einer Menschenrechtserklärung des Verbandes Südostasiatischer Nationen (ASEAN) Homo-Rechte nicht erwähnt wurden. Außerdem griff er Oppositionsführer Anwar Ibrahim wegen dessen angeblicher Homosexualität an. Er beschuldigte Anwar, dass gleichgeschlechtlicher Sex sein "Hobby" sei. Anwar war Anfang 2012 von einem Gericht vom Vorwurf der Homosexualität freigesprochen worden (queer.de berichtete).

Verbot des Religionswechsels

Am Montag kritisierte Muhyddin als zweite große Gefahr für Muslime die Forderung nach mehr Religionsfreiheit in Malaysia: "Es gibt mehr und mehr Leute, die Religionsfreiheit ohne Grenzen verlangen. Das schließt das Recht von Muslimen ein, abtrünnig zu werden." Dem müsse genau so wie den Homo-Aktivisten entgegengewirkt werden. Hintergrund: Der Islam ist Staatsreligion in Malaysia und ein Austritt aus dieser Glaubensgemeinschaft ist praktisch verboten. Derzeit bekennen sich 60 Prozent der malaysischen Bevölkerung zum Islam.

Im 28 Millionen Einwohner zählenden Staat Malaysia stehen auf einvernehmliche homosexuelle Handlungen bis zu 20 Jahre Haft oder Auspeitschung. Muslimische Schwule können außerdem von islamischen Sondergerichten zusätzlich belangt werden. In der relativ liberalen Hauptstadt Kuala Lumpur ist zwar eine schwule Szene ansässig, allerdings ist die Regierung in den letzten Jahren härter gegen Homo-Aktivisten vorgegangen. So wurde 2011 ein schwul-lesbisches Festival verboten – nachdem es Muhyiddin als "unmoralisch" bezeichnet hatte (queer.de berichtete). Im letzten Jahr hat das Bildungsministerium zudem einen Ratgeber herausgegeben, in dem angebliche Warnsignale für die Homosexualität von Kindern aufgelistet werden – so seinen ärmellose Hemden oder ein muskulöser Körperbau ein Zeichen dafür, dass ein Junge schwul sei (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.04.2013, 12:28h
  • Wenn Dummheit quietschen würde, dann müßte dieser Typ das ganze Leben mit dem Ölkännchen herumlaufen! Und sowas schimpft sich auch noch Bildungsminister!
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#2 SebiAnonym
  • 23.04.2013, 12:47h
  • Wenn Leute vor anderen Meinungen und anderen Lebensweisen Angst haben und meinen, dies unterdrücken zu müssen, sagt das mehr über sie selbst aus als über die anderen...
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#3 RobinAnonym
  • 23.04.2013, 12:48h
  • Aha, sogar schon die bloße "Sichtbarkeit" von Homosexuellen ist also eine Gefahr.

    Was für eine degenerierte Person und ein degeneriertes Land.
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#4 lucdfProfil
  • 23.04.2013, 13:13hköln
  • Religionen, ob christlich, jüdisch, islamisch sind Hemmschuhe für Intelligenz, Aufklärung, Emanzipation.
    Respekt, Bescheidenheit, Unschuld, Nächstenliebe kennen sie nicht, auch wenn sie das Gegenteil behaupten.
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#5 hypathiaProfil
  • 23.04.2013, 13:30hBaden
  • Das kommt raus, wenn man seine Bildung ausschließlich aus einem dieser "heiligen" Bücher bezieht.
    Verdummbibelung oder Koranvertrottelung nenn ich das!
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#6 timpa354Ehemaliges Profil
  • 23.04.2013, 13:31h
  • Ach von diesem Blödungsminister hab ich schon einige Boshaftigkeiten gelesen.Wieder ein Beweis dafür, wie rückständig moslemische Länder sein können.Aber tatenlos zusehen wie Mädchen vergewaltigt werden und dann die Opfer bestrafen statt die Täter, wenn sie denn den Mut haben über den Missbrauch zu reden.
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#7 Fred i BKKAnonym
  • 23.04.2013, 14:29h
  • .....lieber Filzlaeuse am Sack , als Religion im Gehirn....

    Kampf jedlichem Aberglauben auf dieser Welt..

    eine der groessten Bedrohungen fuer Menschenrechte,Humanitaet und Demokratie
    sind und waren schon immer die Religionen auf dieser Welt.....

    Malaysia wird immer schlimmer , immer mehr Frauen stecken im schwarzen Sack...das war von 10 Jahren noch nicht der Fall.....es geht rueckwaerts.....leider
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#8 panzernashorn
  • 23.04.2013, 17:31h
  • Ich kann es nur immer und immer wieder betonen:
    die sind hochgradig (geistes-)gestört und sollten allesamt in die Psychiatrie................

    Religion - das schlimmste Gift gegen ein naturgegebenes Leben!
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#10 Roman BolligerAnonym
  • 23.04.2013, 22:09h
  • Die grösste Gefahr für die Bevölkerung eines Landes geht von dummen, die Bevölkerung für dumm verkaufenden, ungebildeten, eingebildeten und religiös und ideologisch verbildeten Politikern aus wie diesem Muhyiddin Yassin. Natürlich sind homosexuelle Gleichberechtigung, welche mit Sichtbarkeit einhergeht, und freie Meinungsäusserung, auch religiöse, eine Gefahr für den Islam, jedenfalls für dessen untoleranten und diktatorischen Strömungen, welche zum Überleben ja geradezu darauf angewiesen sind, Alternativen und freies Denken und Handeln zu unterdrücken und die Bevölkerung zu versklaven.
    Dasselbe Problem haben ein autoritär verstandenes Christentum katholischer und orthodoxer oder evangelikaler Prägung, sowie, selbstverständlich, alle Sekten.

    Dieser Muhyiddin Yassin gehört eigentlich vor den Gerichtshof für Menschenrechte, wie alle Politiker seines Schlages. Leider gibt es davon eine Menge. Der Gerichtshof müsste massiv ausgebaut werden, um die Arbeit bewältigen zu können.
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