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  • 23.04.2013           70      Teilen:   |

Konfrontationskurs

Berliner CSD schließt CDU von Parade aus

Artikelbild
Diese Fahnen wird man auf der CSD-Parade der Hauptstadt vergeblich suchen
Bild: CDU

Im Wahljahr duldet der Hauptstadt-CSD bei der Parade nicht die Teilnahme der CDU, weil die Bundespartei alles tue, um die Gleichstellung zu verhindern.

Der Berliner CSD hat am Dienstag angekündigt, die CDU von der diesjährigen Parade auszuschließen. "Die CSD-Parade ist eine Demonstration gegen Diskriminierung und für gleiche Rechte. Die CDU propagiert das genaue Gegenteil", erklärte Robert Kastl, Geschäftsführer des Berliner CSDs. Die Entscheidung solle verhindern, dass der CSD "für unlautere Wahlwerbung missbraucht wird".

Kastl betonte, dass dieses Verbot nur die Parade betrifft und sich nicht gegen die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) und die Unterstützer innerhalb der CDU richtet, insbesondere die sogenannten "wilden 13", die sich vergangenes Jahr in einer gemeinsamen Erklärung für die steuerliche Gleichstellung ausgesprochen hatten (queer.de berichtete). Die CDU soll auch weiterhin zu Diskussionsveranstaltungen und im Rahmenprogramm des CSDs präsent sein. Man werde Vertreter der Partei zu weiteren Aktivitäten einladen, damit die inhaltlichen Positionen dargestellt werden und die Union sich auch der Kritik aus der schwul-lesbischer Community stellen kann, so Kastl.

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Auch andere CSD-Veranstalter sind sauer auf Union

Der Ausladung vorausgegangen war am Montag eine gemeinsame Erklärung von CSD Deutschland e.V. und 17 deutschen CSD-Vereinen, in denen der Union eine "diskriminierende Position gegenüber LSBTI-Menschen" vorgeworfen und deshalb mit Konsequenzen gedroht wurde (queer.de berichtete). Die Kritik richtete sich ausschließlich auf die Bundespartei, weil diese die Gleichstellung verhindere. Weitere CSD-Veranstalter, die den Text unterschrieben haben, könnten in Kürze ähnliche Sanktionen aussprechen.

Dagegen ist die Berliner CDU unter ihrem Vorsitzenden Frank Henkel bei der Frage der Homo-Ehe eher offen: So haben die Christdemokraten in der Hauptstadt, die in der Landesregierung Juniorpartner der Wowereit-SPD sind, schon Ende letzten Jahres die Gleichstellung im Steuerrecht beschlossen.

Sanktionen gegen die homofeindliche Politik der CDU gab es bereits im vergangenen Jahr. Damals hat der Hamburger CSD die Politik von CDU/CSU (und Koalitionspartner FDP) ebenfalls mit einer symbolischen Aktion kritisiert. Die Initiative "Rote Karte für schwarz-gelbe Ignoranz!" führte dazu, dass der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete und frühere LSU-Chef Roland Heintze die Geminnützigkeit des CSDs in Frage stellte (queer.de berichtete). Zugleich gab es Proteste gegen eine Teilnahme von Union – und FDP – in mehreren Städten. (dk)

 Update  19:00 Uhr: LSVD verurteilt Ausschluss
Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg hat die CSD-Organisatoren der Hauptstadt kritisiert. Zwar herrsche "großer Unmut" über die Union auf Bundesebene, aber dies rechtfertigte "nicht den Ausschluss einer demokratischen Partei bei einer Demonstration", so LSVD-Vorstandsmitglied Thomas Norpoth. "Demokratische Prozesse setzen Kritikfähigkeit, aber auch Dialogfähigkeit voraus". Jörg Steinert, der Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg, hat dem Berliner CSD e.V. und der Berliner CDU ein Vermittlungsgespräch angeboten.

Links zum Thema:
» Pressemitteilung des CSD Berlin zum Ausschluss der CDU (PDF)
» Homepage des CSD Berlin
Mehr zum Thema:
» LSU: CSD-Kritik an Union ist "Angriff auf eine demokratische Partei" (23.4.2013)
» CSD-Organisatoren werfen Union "öffentliche Hetze" vor (22.4.2013)
Extra-Umfrage: Sollte die Union vom CSD ausgeschlossen werden? (Ergebnis)

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Tags: csd, berlin, cdu
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Reaktionen zu "Berliner CSD schließt CDU von Parade aus"


 70 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
23.04.2013
18:01:17


(+8, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Selber schuld!


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#2
23.04.2013
18:02:06


(+12, 16 Votes)

Von odobenus
Aus Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.04.2013


Nehmen wir uns den Berliner CSD zum Vorbild und schließen die CDU überall aus. Auch im pfaffischen Köln!


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#3
23.04.2013
18:07:27


(+14, 14 Votes)

Von Linu86
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 20.09.2008
Antwort zu Kommentar #2 von odobenus


Volle Zustimmung!

Wenn einzelne CDU'ler am CSD teilnehmen wollen, dann nur wenn sie für die vollständige Gleichstellung einstehen und dies auch öffentlich (!) vertreten.


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#4
23.04.2013
18:08:07


(+18, 18 Votes)

Von chris
Aus Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2008


Ich weiß zwar nicht, ob die CDU aus der Lektion lernen wird, aber ich bin froh, dass Worten auch endlich mal Taten folgen. Wir reden in Deutschland eh zu viel und machen zu wenig.


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#5
23.04.2013
18:09:26


(+12, 14 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Sehr schön..

Und wenn jetzt noch die FDP ausgeschloßen wird wird denen hoffendlich endlich klar worum es geht..


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#6
23.04.2013
18:15:16


(+15, 17 Votes)

Von sponti


der CSD ist immer noch eine demonstration, auch wenn manche das vergessen haben: eine demonstration für unsere rechte.

da haben gegner der homorechte nichts zu suchen. sollen sie doch eine gegendemonstration machen und sich so zeigen wie sie wirklich sind.

gut, dass sie ausgeschlossen sind.


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#7
23.04.2013
18:15:26


(+11, 15 Votes)

Von odobenus
Aus Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.04.2013
Antwort zu Kommentar #5 von TheDad


Die FDP selbstverständlich auch. Sie ist schließlich nur das Marktliberale bunte und lustig aussehende Schwänzchen der CDU.


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#8
23.04.2013
18:18:06


(+15, 15 Votes)

Von fink


ich finde es generell unnötig, parteien den csd als plattform anzubieten. das gilt auch fuer die homofreundlichen. die bekommen jede menge kohle und jede menge sendezeit in den medien, um ihre politik zu bewerben.

wenn eine partei fuer eine homofreundliche politik ist, dann möchte ich das vor allem auf den parteitagen, in den talkshows und auf den wahlkampfveranstaltungen hören, wo es auch noch den einen oder die andere zweiflerin erreicht und nicht dort, wo man eh offene tueren einrennt.

ich weiss, das schliesst sich nicht gegenseitig aus...

aber beim csd sollte man m.e. betonen, dass es auch eine ausserparlamentarische form von politik gibt.


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#9
23.04.2013
18:19:01


(+11, 13 Votes)

Von fink


ausserdem: warum eigentlich erst jetzt?


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#10
23.04.2013
18:30:24
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ein längst fälliger Schritt!

Niemand würde es in den Sinn kommen zu einer Feier diejenigen einzuladen die einen nicht mögen oder sogar hassen! Ausser man ist masochistisch veranlagt.

Es ist wichtig unsere Feinde als solche klar zu identifizieren und ihnen mitzuteilen dass unsere Geduld endgültig zu Ende ist!


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