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  • 24.04.2013           29      Teilen:   |

Gesetzentwurf der Grünen

Bundestag berät über Homo-"Heilung"

Artikelbild
"Bete, damit das Schwulsein weg geht", so die Aufforderung vor einer Kirche in den Vereinigten Staaten

Die Grünen wollen in Deutschland "Therapien" verbieten, in denen Jugendliche von ihrer Homosexualität "geheilt" werden – bislang unterstützt die Kanzlerin aber Homoheiler-Organisationen.

Die grüne Bundestagsfraktion wird am Donnerstag einen Gesetzentwurf ins Parlament einbringen, der die Homo-"Heilung" von Jugendlichen verbieten soll. Der Gesetzentwurf "zur Ahndung von Therapien mit dem Ziel der Änderung der sexuellen Orientierung bei Minderjährigen" sieht vor, Homo-"Heilung" von unter 18-Jährigen zur Ordnungswidrigkeit zu machen und mit einer Geldstrafe in Höhe von mindestens 500 Euro zu belegen.

Bei der ersten Lesung ist keine Debatte vorgesehen. Die Reden sollen zu Protokoll gegeben werden.

"Homosexualität ist keine Krankheit und kann nicht geheilt werden. Zahlreiche Gutachten belegen, dass diese Therapien nicht nur wirkungslos, sondern sogar gefährlich für die Betroffenen sind", begründete der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck am Mittwoch den Antrag. Er wies darauf hin, dass häufig Depressionen, Ängste, soziale Isolation und sogar Selbstmorde die Folge dieser meist von evangelikalen Christen organisierten Umpolungsversuche seien. "Der Staat hat die Aufgabe, gegen solche Gefährdungen bei Jugendlichen vorzugehen. Ich erwarte auch von den Koalitionsfraktionen hier ein klares Bekenntnis zum Jugendschutz", so Beck. Ein Wegducken" aus parteitaktischer Rücksicht vor religiösen Fundamentalisten" dürfe es nicht länger geben.

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Angela Merkel umgarnt Homo-"Heiler"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will im Wahlkampf nicht auf die Unterstützung vor evangelikalen Homo-"Heilern" verzichten - Quelle: Hardo / flickr / cc by-sa 2.0
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will im Wahlkampf nicht auf die Unterstützung vor evangelikalen Homo-"Heilern" verzichten (Bild: Hardo / flickr / cc by-sa 2.0)

Allerdings hofiert die Union wenige Monate vor der Bundestagswahl die evangelikalen Eiferer, die Homosexuelle in Deutschland heilen wollen, allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie würdigte im Januar den Gnadauer Gemeinschaftsverband, der die "Korrektur" von Homosexuellen fordert (queer.de berichtete). Außerdem hat Merkel angekündigt, im Juli ein Treffen einer Organisation in Schwäbisch Gmünd zu besuchen, die ebenfalls klar für eine Homo-"Heilung" eintritt (queer.de berichtete). Bei CSD-Anfragen weigert sich die Kanzlerin dagegen seit Jahren beharrlich, ein Grußwort zu verfassen.

Evangelikale Organisationen haben bereits wiederholt die Ökopartei für ihren Einsatz für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben kritisiert. Als die Fraktion den Gesetzentwurf im letzten Monate ankündigte, warf die Homo-"Heiler"-Organisation Wüstenstrom den Grünen vor, "totalitär" zu sein (queer.de berichtete).

Im letzten Jahr hatte bereits das kalifornische Parlament ein Verbot von "Konversionstherapien" beschlossen. Allerdings liegt das Gesetz derzeit wegen Klagen von Homo-Gegnern auf Eis (queer.de berichtete). (dk)

Links zum Thema:
» Der Gesetzentwurf der Grünen als PDF
» Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags zum Therapieverbot in Kalifornien
» Gutachten zur Verfassungsmäßigkeit eines Therapieverbots in Deutschland
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Tags: ex-gays, homo-heilung, konversionstherapie, angela merkel, grüne, volker beck
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Reaktionen zu "Bundestag berät über Homo-"Heilung""


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
24.04.2013
14:07:29
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Die Grünen


Die Homoheilung ist das gleiche wie
Heteroheilung und Biheilung. Alle 3 Formen sind natürlich. Was nicht gut ist, Berater sind oft leider sehr alt auch über 70 Jahre alt. Die BRD soll nicht Jugendliche heilen. Massenmord war schon zu Nazizeit.
Brutaler Umgang der Deutschen mit Menschen. Die Heiler sollen sich selber heilen.


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#2
24.04.2013
14:45:15


(+9, 11 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Angela,Angela wie tief bist du gesunken.


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#3
24.04.2013
15:13:36


(+12, 14 Votes)

Von Itcheb


gibt's eigentlich eine CDU-Heilung??


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#4
24.04.2013
16:00:37


(+13, 13 Votes)

Von Linu86
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 20.09.2008


"Ordnungswidrigkeit" halte ich für deutlich zu niedrig angesetzt. Hier geht es es nicht um "Falschparken", sondern um einen elementaren Eingriff in die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

Meiner Meinung nach sind das Verbrechen, die mit Gefängnisstrafe nicht unter einem Jahr geahndet werden sollten.


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#5
24.04.2013
16:13:21


(-8, 12 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Homoheilung sollte generell verboten werden und nicht nur auf Jugendliche beschränkt bleiben! Nur denkt mein Intimfeind Volker Beck nicht so weit, was mich auch nicht wundert!


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#6
24.04.2013
16:53:43
Via Handy


(+9, 11 Votes)

Von Kerouacly
Antwort zu Kommentar #5 von FoXXXyness


Im Gegensatz zu den Grünem wollen deine geliebten Union und FDP Homo-Heilungen gar nicht verbieten!

Du bist einfach nur unfassbar...


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#7
24.04.2013
16:57:12


(+8, 8 Votes)

Von ANTIFASCHIST


Ordnungswidrigekeit? STRAFTAT! Wieder nur halbherzig wie immer...


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#8
24.04.2013
17:22:37


(+10, 12 Votes)

Von mx5972
Aus Kerpen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.02.2013


Sorry Leute, Ich lach mich gerade über den Begriff "HOMO HEILUNG" schlapp!!! Mein Hund lacht mit mir!!!!

Welche dumme Sau,kommt auf solche Ideen???
Du gehst zu so einem FUZZI hin, der hält dir so ein Pendel unter die Nase und sülzt rum...DU bist nicht mehr schwul.....

Die sollten lieber mal nachdenken,warum Jugendliche Diskriminiert oder Gemobbt werden!!!! Und warum sich manche sogar das Leben nehmen!!!!
Aber gegen die Hetze gegen uns unternimmt niemand etwas!!!!

CDU und Kirche in einem Sack,und immer feste mit dem Knüppel drauf!!! Du triffst immer den oder die richtige!!!!!


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#9
24.04.2013
17:27:50


(+7, 9 Votes)

Von Portokasse


500 Euro? Das wird einfach auf den Preis aufgeschlagen und die "liebenden Eltern" zahlen es gern mit, wenn ihr Stammhalter sie dafür nicht mehr entehrt und enttäuscht.

Aber es ist immerhin mal ein Anfang und die Grünen duckmäusern nicht so total vor den Religioten wie bei der Beschneidung.


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#10
24.04.2013
17:53:07


(+8, 8 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Es ist ein Anfang, wenn auch nur ein schwacher. Homoheilung sowie schon die Werbung dafür sollte als Körperverletzung eingestuft werden, denn nach allem was wir wissen, ist die sexuelle Neigung angeboren. Immerhin wird das Thema mit dem Antrag in die Öffentlichkeit getragen.
Sicher besteht Beratungsbedarf FÜR Jugendliche. Aber das sollte bestimmt nicht von kirchlichen Trägern gehandhabt werden, die mit den Scheuklappen ihrer Religiosität behaftet sind. Und schon gar nicht von diesen evangelikalen Freikirchen.
Erst gestern gab es wieder einen "netten" Bericht über deren biblische Erziehungsmethoden samt detaillierter Beschreibung, wie die Prügelstrafe zu handhaben ist. Innehalten möge der Züchtigende erst, wenn er spürt, daß der Widerstand des Kindes gebrochen ist. Nett war auch die Aussage: Wenn du deinen Sohn liebst, dann schone den Stock nicht.


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