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Weihbischof Andreas Laun ist einer der lautstärksten Lobbyisten gegen Homo-Rechte in Österreich

Der Salzburger Weihbischof wirft deutschsprachigen Medien "Gehirnwäsche" vor, wenn es um schwul-lesbische Rechte geht. Außerdem propagiert er die Homo-"Heilung".

Weihbischof Andreas Laun hat in einem Gastbeitrag für den österreichischen Blogger Andreas Unterberger Medien kritisiert, weil diese tagtäglich "Propagandaveranstaltungen" für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben veranstalteten.

Dies seien "Schaukämpfe, bei denen auf Grund einer geschickten Regie die 'Sieger' von vorneherein feststehen wie bei einem Stierkampf der Matador". Der katholische Würdenträger fühlt sich durch diese "Indoktrination" benachteiligt, die "weitgehend vom Staat und seinen Organen" gestützt werde.

Weihbischof unterstützt Ex-Gay-Bewegung

Dagegen sei es schwierig, "sachliche Argumente" gegen sexuelle Minderheiten in die Diskussion zu bringen. Zum Beispiel würden Homosexuelle "in den meisten Ländern der Welt" nicht mehr verfolgt werden, sondern seien selbst Täter: So müssten man von ihnen einfordern, "dass sie ihre 'eigenen Leute' nicht mit Hass verfolgen, weil diese 'aussteigen', sich verändern wollen und es bei vielen auch gelingt".

Psychologen warnen dagegen seit Jahren vor Forderungen nach Homo-Heilung: So stellte der US-Psychologenverband erst 2009 in einer Metastudie fest, dass gleichgeschlechtliche Gefühle nicht wegtherapiert werden können. Vielmehr führe eine Verteufelung von Homosexualität zu psychischen Problemen bis hin zum Selbstmord.

Laun hatte wiederholt vor einer "Homosexualisierung der Gesellschaft" gewarnt und immer wieder betont, dass Schwule und Lesben "geheilt" werden könnten (queer.de berichtete). Immerhin sagte er vergangenes Jahr, dass es schlimmere Sünden als gleichgeschlechtliche Zärtlichkeiten gebe (queer.de berichtete). Auch in seinem aktuellen Text schreibt er, dass "homosexuelle Sünden" nicht als der "worst case of sin" zu werten seien. Allerdings hatte Laun schon früh die unter homofeindlichen Christen beliebte "Kinderschänder-Karte" ausgespielt: So hatte er 2002 behauptet, Homosexuelle würden eher Kinder missbrauchen als Heterosexuelle.

Laun: Gott wird teuflische Homo-Ehe stoppen

Wie Papst Franziskus sieht Laun die Ehe-Öffnung als "Schachzug des Teufels", ist sich aber sicher auf Hilfe von oben: "Tröstlich bleibt: [Der Teufel] wird nicht siegen, auch dieser, derzeit so mächtige Angriff, wird sich […] letztlich als lächerlich erweisen und zusammenbrechen. Gott gibt seine Pläne nicht auf und weiß letztlich immer sie durchzusetzen."

Laun ist seit 1995 Weihbischof von Salzburg. Seine Hauptmission ist, vor der Verfolgung von Christen in Europa zu warnen. Vorbote dafür seien "Denkverbote und abstruse Antidiskriminierungsgesetze".

Die Website, auf der er seinen Kommentar veröffentlicht hat, wird vom rechtskonservativen Journalisten Andreas Unterberger betrieben, der in einem Blogeintrag die Demonstrationen gegen die Ehe-Öffnung in Frankreich als "Höhepunkt des neuen bürgerlichen Erwachens" lobte. Der Text wurde so auch vom deutschen Hass-Blog "Politically Incorrect" verbreitet, dass sich zunehmend gegen Homosexuelle positioniert. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.04.2013, 13:08h
  • Solche bescheuerten Aussagen können nur von der Katholischen Kirche kommen! Und dann auch noch aus dem Heimatland von Adolf Hitler, das ist echt der Gipfel der Unverschämtheit!
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#2 hypathiaProfil
  • 26.04.2013, 13:13hBaden
  • Der Typ ist ein schwerer Kathoholiker. Was will man da schon anderes erwarten.
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#3 DRINGENDAnonym
  • 26.04.2013, 13:17h
  • Wir brauchen dringend mehr "Homo-Propaganda", vor allem dort, wo sich junge Menschen frei von bürgerlich-christlichen Zwangsjacken und allgegenwärtigen, gesellschaftlich produzierten Sexismen entdecken und entfalten können sollen.

    Überall deutlich mehr und - angesichts der herrschenden Verhältnisse - notwendigerweise auch organisierte Sichtbarkeit von Schwulen, gerade auch jüngeren!

    Allgemein deutlich mehr Sichtbarkeit von liebevollem, zärtlichem und lustvollem Umgang unter Jungs und Männern im öffentlichen Raum und Alltag!
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#4 goddamn liberalAnonym
#5 Fiete_Jansen
  • 26.04.2013, 13:43h
  • "Guten Tag Herr Weihbischof, zu ihren Äußerungen zum Thema "Homo-Propaganda" möchte ich ihnen auf den Weg geben: Homosexualität ist etwas normales. Homophobie ist eine Krankheit, die geheilt werden kann. Ich habe auch schon gehört, das man Religion heilen kann. Dazu benötigt man aber Generationen der Aufklärung!"

    Mit kommunistischen Grüßen
    ...
    Leiter der Kommission
    DKP queer
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#6 martha doorAnonym
#7 Foxie
  • 26.04.2013, 13:48h

  • Soviel zu derblauäugigen Meinung, "der neue Papst ist ja gaaanz anders" ! Seine Hardliner werden wieder dreister. Lasst euch nicht einschüchtern, ob gläubig oder nicht.
    Hoffen wir, diese Hetztirade hat ein paar seiner Schäflein zum Austritt gebracht.
    Denkt selber! Und seid das, was ihr seid!
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#8 lentilAnonym
  • 26.04.2013, 13:49h
  • Wer in der katholischen Kirche Karriere machen möchte, hat es ziemlich einfach.
    Um aufzusteigen muss man sich nur genug anbiedern und bloß nicht zu wenig den anderen in den Arsch kriechen.

    Das ist doch lediglich fishing for compliments.

    Die Kirche ist doch auch nur eine diktatorische Sekte. Wer als "Mitarbeiter" nicht die gleiche Meinung hat fliegt raus. Wer dauernt alles brav nachplappert, hat dort Erfolg.

    Aber die haben ihre Herrschaft damals nicht freiwillig aufgegeben und wenn sie könnten würden sie heute immer noch das Volk unterdrücken (tun sie ja auch so gut sie können).
    Die "Nächstenliebe" und die ganze Wohltätigkeitsarbeit machen die auch nur mit dem Hintergedanken, dass sie punkten können und hoffentlich dadurch ein paar mehr Mitgleider haben.
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#9 finkAnonym
  • 26.04.2013, 14:00h
  • propaganda? indoktrination? unterstuetzung vom staat? täter? kinderschänder? probleme mit "aussteigern"?

    komisch, zu all diesen stichworten fällt mir eine ganz andere gruppe ein...

    sind es die schrillfarbenen muetzchen, die diese katholischen geisteskapazitäten davon abhalten, jemals lange genug in den spiegel zu schauen, um einmal auch nur ansatzweise das eigene verhalten zu reflektieren?

    "Dagegen sei es schwierig, 'sachliche Argumente' gegen sexuelle Minderheiten in die Diskussion zu bringen."

    ja, das habe ich irgendwie auch schon beobachtet...
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#10 Gleiche RechteAnonym