Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19094

Sven Bünger macht aktiv Musik seit 1981, als Produzent, Songwriter, Gitarrist und Sänger. Er arbeitet mit Künstlern und Bands wie z.B. Madsen, Johannes Oerding, Pascal Finkenauer, Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys, Angela Winkler und Mary Roos. Zuvor gründete und produzierte Bünger seine eigene Band Soulounge und war jahrelang Bandgitarrist der Cultured Pearls.

  • 27. April 2013, Noch kein Kommentar

Der alte Seewolf hat sein Debütalbum "Besser Scheitern" veröffentlicht.

"Wenn der Mond mich ruft, bleib ich wach, denn ich kann heute Nacht nicht schlafen. Wenn der Mond mich ruft, folge ich die ganze Nacht dem hellen Schein." Aus dem Bauch gefühlt sind die Songs von Bünger. Sie erzählen von der Bewegung des Lebens, von dem Glück des Teilhabens, von den kleinen, feinen Momenten einer Begegnung. Sie dokumentieren faszinierende Streifzüge durch den nächtlichen Tag: sensibel eingefangen, ohne blumige Poetik, konzentriert auf das freundliche Licht am Morgen.

"Das Leben lässt sich nicht optimieren, es passiert." Bünger hört sich zu; wie er spricht, wie er denkt, wie er unbarmherzig gegen moralische Grundsätze strotzt. Dabei will er nicht wie ein neuer Buddha daher kommen. Er will ausbrechen aus dem, was auf den ersten Blick richtig und wichtig erscheint, aber auf den zweiten doch nur dem gesellschaftlichen, normierten Rahmen dient. "Meine Freiheit beginnt im Kopf und wird im Herzen gelebt."

Büngers Songs sind keine Gute-Nacht-Geschichten


Inspiriert u.a. von Johnny Cash, Rio Reiser und Element of Crime: Bünger

Bünger formuliert nicht schön oder pastoral, sondern offen, unmittelbar und schonungslos. Er nimmt eine schöne Melodie und singt über das Wehmütige und Melancholische in der glitzernden Zukunft und über das Faszinierende und Warme in dieser rauen, harten Welt. Seine Songs sind keine Gute-Nacht-Geschichten, sondern sensibel eingefangene und nüchtern reflektierte Momente der Entscheidungen. "Gerade in schwierigen Zeiten, bei Abschieden oder in Niederlagen habe ich das Meiste für mein Leben gelernt. Gar nichts ist schlimm, wenn ich meinen eigenen Weg kenne und ihn konsequent gehe." Hier im Dunkeln macht er sich keine Gedanken um seine Narben: Er liebt den Morgen mit seinen Folgen. Scheitern inklusive.

Dass er dabei oftmals verwegen, schlotterig und verlebt klingt, mag nicht verwundern: Pauli und sein Kiez eben. Seine Hamburger Schnauze verbindet Bünger mit Einflüssen von amerikanischen Genres, wie Blues und Folk, und Songwriter mit deutschem Chanson; inspiriert von den ganz Großen, wie Johnny Cash, Tom Waits, Van Morrison, Udo Lindenberg, Rio Reiser und Element of Crime. Bisschen weniger ruppig. Elegisch, aber nicht traurig. (pm)

Youtube | Offizielles Video zum Song "Wenn der Mond"