Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19102

Interview in der "Bild am Sonntag"

Westerwelle hofft auf Gleichstellung noch vor der Wahl


Im "BamS"-Interview gratulierte Guido Westerwelle auch seinem schwulen Parteifreund Michael Kauch zur Gründung einer Regenbogenfamilie (Bild: Foreign and Commonwealth Office / flickr / by-nd 2.0)

Das Bundesverfassungsgericht könne die Union noch in dieser Legislaturperiode zum Einlenken bewegen, glaubt der FDP-Außenminister.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) glaubt an die komplette Gleichstellung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften noch vor der Bundestagswahl am 22. September. Dabei setzt er jedoch nicht auf ein freiwilliges Einlenken der Union, sondern auf die Richter in Karlsruhe.

"Das Bundesverfassungsgericht hat bereits in der Vergangenheit klar gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften Position bezogen. Ich halte es für möglich, dass das Gericht noch vor den Wahlen ein weiteres Urteil in diese Richtung verkündet", sagte Westerwelle in einem Interview mit der "Bild am Sonntag". Der FDP-Politiker fügte hinzu: "Keine Fraktion wird sich einem Urteil aus Karlsruhe widersetzen wollen."

Zuletzt hatte Karlsruhe immer wieder Berlin eine zeitgemäße Homo-Politik diktiert, allerdings Schritt für Schritt, Urteil für Urteil. Mehr als die jeweilige Urteilsumsetzung war mit der Union nicht zu machen.

Keine Probleme als schwuler Außenminister

Angesprochen auf die Regenbogenfamilie von Michael Kauch (queer.de berichtete) sagte Westerwelle, er habe seinem schwulen Parteifreund "von Herzen" zur ersten Tochter gratuliert. "Es ist das erste Mal, dass ein Politiker dieses doch eher ungewöhnliche Familienmodell gewählt hat", hakte die "Bild am Sonntag" nach. "Es war auch ungewöhnlich, dass zum ersten Mal ein Mann Außenminister wird, der mit einem Mann zusammenlebt", konterte Westerwelle. "Was hab ich mir alles anhören müssen, was das für Dramen im Ausland nach sich ziehen könnte…"

Probleme habe es jedoch nur beim weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko gegeben, sagte der FDP-Politiker. "Der hat nach einem Treffen mit mir und dem polnischen Außenminister verlauten lassen: 'Lieber Diktator als schwul'. Das sagt viel aus über den, der es sagt." (cw)



#1 Thorsten1Profil
  • 29.04.2013, 09:03hBerlin
  • Nachdem sich Westerwelle ein seriöseres Image (und eine neue Brille) zugelegt hat, bietet er keine Angriffspunkte mehr. Der schwule Klamauk ist vorbei, sein Partner bleibt im Hintergrund und auf Parteitagen muss Westerwelle nicht unbedingt mehr versteckt werden. Die Bevölkerung weiss, dass es ihn gibt, kann aber zur Zeit kaum etwas Positives oder Negatives zu ihm sagen. Bis zur Wahl im Herbst wird er noch durchhalten, danach wartet seine Millionen-Villa in Mallorca auf ihn und er kann in Frührente gehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 stromboliProfil
  • 29.04.2013, 09:16hberlin
  • Der wahlkampf hat begonnen..
    hosianna, unser emanzipationsikone meldet sich in höchst eigener person bei seinem wahlvolk zurück..
    Wenn so klar die lichtfigur der liberalen steuererleichterungsmafia sich für die "komplette Gleichstellung" breit macht, wird klar: es wird um jeden deppen gekämpft, der dieser witzpartei den einzug ins parlament garantiert...
    Verderben wir ihm den wahlauftritt durch missachtung... keine stimme der fdp!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 wuchy1988
  • 29.04.2013, 09:21h
  • jetzt kann man durchaus den Koalitionsbruch riskieren für die Komplette Gleichstellung! bin ich als FDP-Mitglied der Meinung!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 gleichstellungAnonym
  • 29.04.2013, 09:50h
  • selbst die sehr beschränkte forderung nach gleichstellung, die hier immer in den vordergrund gestellt wird, ist nach ihrer eigenen "logik" nur dann vollständig, wenn:

    a) die ehe geöffnet wird

    b) ein recht auf gemeinschaftliche adoption besteht

    c) ein uneingeschränktes recht auf nutzung aller verfügbaren optionen der reproduktionsmedizin besteht (wie für, nach aktueller definition, "verschiedengeschlechtliche" paare auch).

    das wird noch "lustig" werden mit den christlich-liberalen und blassrot-grüngelben...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 stromboliProfil
#6 GleichstellungAnonym
  • 29.04.2013, 10:33h
  • Der soll mal nicht hoffen sondern tun und seinem Koalitionspartner in den Allerwertesten treten, statt als Schoßhündchen vom Mutti immer brav das tut, was Mutti will. Gelbe Rebellion gegen schwarz ist in der Frage sowas vom über dem Verfallsdatum.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.04.2013, 10:37h
  • Eher friert die Hölle zu, als das die Gleichstellung noch vor der Bundestagswahl kommt!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 stephan
  • 29.04.2013, 10:38h
  • "Das Bundesverfassungsgericht hat bereits in der Vergangenheit klar gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften Position bezogen. Ich halte es für möglich, dass das Gericht noch vor den Wahlen ein weiteres Urteil in diese Richtung verkündet"

    Möglich ist das! Es fragt sich nur, wozu man in dieser Republik die FDP noch braucht, wenn sie sich der Diskriminierungspolitik der Union nicht in den Weg stellen will und nur darauf vertraut, dass die Gerichte den Rest regeln!

    Wirklich peinlich dieses hilflose Winseln!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Foxie
  • 29.04.2013, 11:18h

  • Dieser Auftritt ist sowas von daneben und überflüssig! Erst brav der Union folgen, ja nicht verärgern.
    Und jetzt auf die Umsetzung der BGH- Urteile hoffen.
    Eh, Guido, gehts noch? Als "Noch- Mitregierungspartei" wären klare Worte das Mindeste gewesen!
    Aber denen ging und geht der Wirtschaftslobbyismus über alles.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Tim_ChrisProfil
  • 29.04.2013, 11:37hBremen
  • Ja, ja, Tante Westerwelle. Er hat während seiner Amtszeit ja viel dazu beigetragen, dass die Gleichstellung so flott voranschreitet. (Ironiemodus aus)

    Hätte er zusammen mit seinen anderen FDP Freunden mal Eier in der Hose bewiesen, den Arsch hochgekriegt und ihrem Koalitionspartner den Marsch geblasen, wäre die Gleichstellung längst durch. Aber dieser feige Verein bringt ja außer heißer Luft nichts hervor. Ich hoffe er verschwindet mit der nächsten Wahl vom Bundesparkett.
  • Antworten » | Direktlink »