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  • 29.04.2013           39      Teilen:   |

Russland

Putin droht mit Konsequenzen für Ehe-Öffnung in Frankreich

Artikelbild
Präsident Wladimir Putin macht mit dem Adoptionsrecht Politik

Russland nutzt Waisenkinder weiter als politische Waffe: Wegen der Ehe-Öffnung in Frankreich stellt Moskau das Adoptionsabkommen zwischen Moskau und Paris in Frage.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Frankreich damit gedroht, das bilaterale Adoptionsabkommen zu kündigen, sollte es dort wie vom Parlament beschlossen zu gleichgeschlechtlichen Eheschließungen kommen. Die Pariser Nationalversammlung hatte am vergangenen Dienstag mit deutlicher Mehrheit der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben inklusive des Adoptionsrechts zugestimmt (queer.de berichtete).

Putin unterstützte bei einem Treffen von Abgeordneten in Moskau den Vorschlag der Präsidentin des Regionalparlaments von Kaliningrad, die Verträge mit Frankreich zu überarbeiten: "Wir verlangen von unseren Partnern, dass sie unsere kulturellen Traditionen respektieren, ebenso wie die ethischen, rechtlichen und moralischen Normen Russlands. Wir haben das Recht, die entsprechenden Dokumente zu ändern. Es geht um ein aktuelles Thema und das muss im Abkommen behandelt werden."

Putin hatte bereits im vergangenen Monat angekündigt, Auslandsadoptionen durch Schwule und Lesben zu verbieten (queer.de berichtete). Er begründete das damals mit möglichen "psychologischen Schäden", die ein Kind erleiden könnte. Russische Homo-Aktivisten hielten die Aktion für ein politisches Manöver.

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Adoptionsstreit mit USA schwelt weiter

Russland nutzt die Adoption nicht nur als Waffe gegen Homo-Rechte: Anfang des Jahres hat das Land etwa ein Verbot von Adoptionen durch US-Amerikaner ausgesprochen, weil die USA zuvor Sanktionen gegen russische Beamte verhängt hatten, die für den Tod des Wirtschaftsprüfers Sergei Magnitski in Isolationshaft in Moskau verantwortlich gemacht werden. Letzte Woche drohte Russland auch der Republik Irland mit dem Adoptionsverbot, weil sich der EU-Staat den Sanktionen der USA anschließen wollte. In der russischen Öffentlichkeit wird dagegen oft als Grund angegeben, dass die Amerikaner russische Waisenkinder misshandeln würden. So ist verbreitet worden, dass die Kinder nur für ihre Organe adoptiert werden würden oder damit sie später Militärdienst ableisten könnten.

Die Politisierung der Adoptionsfrage hat bei vielen Menschenrechtsaktivisten für Empörung gesorgt, da es derzeit in Russland 650.000 Kinder geben soll, die eine neue Familie suchen. Die meisten von ihnen leben unter menschenunwürdigen Bedingungen in schlecht ausgestatteten Waisenhäusern. (dk)

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Tags: russland, adoption, wladimir putin
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Reaktionen zu "Putin droht mit Konsequenzen für Ehe-Öffnung in Frankreich"


 39 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
29.04.2013
12:39:04
Via Handy


(+10, 14 Votes)

Von Ziljos


Eine leere Drohung.
Russland ist nicht das einzige Land auf der Welt.
Auf frühgestörte russische Waisenkinder kann man gut verzichten.
Wer adoptieren will kann es auch woanders.


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#2
29.04.2013
12:41:24


(+11, 11 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Der Typ ist einfach das Hinterletzte!
Wenn ich den sehe, kann ich gar nicht so viel essen, wie k..... möchte.


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#3
29.04.2013
12:52:41


(+10, 10 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte! Der größte Teil dieser Kinder ist schwerst alkoholgeschädigt, das heisst, dass diese Kinder übermäßig viel schulische sowie medizinische Hilfe benötigen ohne je gesund zu werden.Jeder weiß, dass Russland ein massives Alkoholproblem hat.Deshalb kann ich nur jedem empfehlen auf gar keinen Fall ein Kind aus Russland zu adoptieren.Putin benimmt sich seinem eigenem Volk gegenüber schädlich.


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#4
29.04.2013
12:58:34


(+11, 11 Votes)

Von derHebie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Na super das musste ja kommen. Aber das kann kein Staat dulden, sich durch so einen pseudodemokratischen Hemdauszieher in die eigene Suppe spucken zu lassen.

Und wenn das gutes Heteroverhalten ist, Kinder in menschenunwürdigen Verhältnissen zu halten, bis sie für teuer Geld von westlichen Paaren adoptiert werden, dann doch lieber verantwortungdbewusst homo.

Und wer weiß, wenn die teuren Adoptionen nicht mehr funktionieren, vielleicht lohnt sich dann das Geschäft mit den menschenunwürdigen Verhältnissen auch nicht mehr. Ein schöner Traum, ich weiß.


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#5
29.04.2013
13:42:54


(+1, 9 Votes)

Von Timm Johannes
Antwort zu Kommentar #1 von Ziljos


@Zijos
"Eine leere Drohung.
Russland ist nicht das einzige Land auf der Welt."

Das stimmt allerdings.

Putin ist in meinen Augen viel homophober, als viele Menschen denken.

Er und Lukaschenko in der Ukraine sind "vom selben Schlag", nur dass sich Putin wegen der wichtigen Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland und Westeuropa bedeckt hält.

Ich glaube sogar mittlerweile, dass es die deutsche Wiedervereinigung nicht gegeben hätte, wenn damals anstatt Gorbatschow Putin an der Macht gewesen wäre. So wie ich Putin einschätze, hätte er in Leipzig damals 1989 Panzer rollen lassen.

Putin gibt sich einen scheinbaren demokratischen Anstrich, aber in seiner typischen Vorgehensweise als Geheimdienstmitarbeiter zerstört er zunehmend und leider erfolgreich in Russland die demokratischen Strukturen, die sich dort seit Gorbatschow als zartes Pflänzchen bildeten.

Nicht nur das Gesetz gegen "homosexuelle Propaganda zum Schutze Minderjähriger", und nicht nur das Gesetz gegen NGOs (Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, usw.), die als Agenten nunmehr gelten, und nicht nur die massenweise Rückgabe von Kirchengütern an die russisch-orthodoxe Kirche und nicht nur die zahlreichen Schikanen (Abhörmethoden bis hin zur Ermordung) von Journalisten sind alles Teil des Systems Putin, um Russland wieder "auf Spur zu bringen" und der einzigen Kontrolle durch Putin zu unterwerfen.

Akuelles Beispiels dieser Infiltrierung Russlands durch Putins Gefolgsleute ist auch der derzeitige Machtkampf am Bolschoi-Balett, wo Putin seinen eigenen Mann durchsetzen will.


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#6
29.04.2013
14:29:54


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Rußlands Diktator schleudert wieder einmal heftig Nebelkerzen durch die Gegend!


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#7
29.04.2013
14:48:59


(+8, 8 Votes)

Von Adam


Was bildet er sich ein ?

1.ich glaube nicht das die ganze Welt unbedingt ein Kind aus Russland Adoptieren mag !
2.Ist seine Aussage doch recht Moralisch Fraglich, wenn er Kinder als Ware einsetzen mag um andere Länder ihre Gesetzte zu Diktieren !!
3.Würde ich vielleicht auch mal hinter hacken wieso so viele Russische kinder in Heimen gegeben werden!!!


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#8
29.04.2013
15:27:53


(+9, 9 Votes)

Von Yannick


Der ist echt an Perversität nicht mehr zu überbieten.

Instrumentalisiert wieder mal Kinder, um andere Staaten zu Homohass zu zwingen.


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#9
29.04.2013
15:29:28


(+7, 7 Votes)

Von Tim_Chris
Aus Bremen
Mitglied seit 01.05.2008


"möglichen "psychologischen Schäden", die ein Kind erleiden könnte"

Die Schäden werden die armen Kinder, die für seinen Wahn herhalten müssen, nun dank ihm erleiden, wenn er weiter an seinem irrsinnigen Adoptionsverbot festhält. Soll er für die ganze Welt ein Adoptionsverbot ausstellen. Es ist sein Volk, seine zukünftige Nation, die er damit zerstört oder zumindest erheblich schädigt. Wie schön, dass er das mit seinem Gewissen, seiner Kultur und seiner Ethik vereinbaren kann.
Sorry, aber der Typ ist irre.

Mir tun die Kinder leid, die er für seine Machtspielchen missbraucht.


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#10
29.04.2013
15:31:20


(+5, 7 Votes)

Von Finn


Hält Gerhard Schröder den immer noch für "einen lupenreinen Demokraten"?

Ach nein, so hat sich damals Schröder ja seinen Job nach seiner Kandidatur erkauft...


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