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  • 30.04.2013           34      Teilen:   |

Brasilien

Zu homofreundlich: Kirche exkommuniziert Priester

Artikelbild
Pater Roberto Francisco Daniel ist die Kirchenmitgliedschaft entzogen worden

Die katholische Kirche in Brasilien hat einen Priester aus der Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen, weil er sich für Homo-Rechte eingesetzt hatte.

Die Erzdiözese São Paulo hat am Montag die Exkommunikation eines Priesters bekannt gegeben, weil er die kirchliche Haltung gegenüber Homosexualität kritisiert hatte. "Pater Roberto Francisco Daniel darf nicht länger die heiligen Riten feiern, weil er exkommuniziert worden ist", schrieb das Bistum nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP.

Der 48-jährige Geistliche hatte am Wochenende sein Amt aus Protest gegen die Homo-Politik des Vatikans niedergelegt. Die Erzdiözese warf dem Priester vor, die Kirche spalten zu wollen. Seine Haltung sei unvereinbar mit den Pflichten des Priesterstandes und schlicht "Ketzerei". Die Exkommunikation ist die härteste Sanktion in der katholischen Kirche.

Der Priester hatte zuvor öffentlich gefordert, Homosexuelle gleichzustellen. So sagte er in einer auf Youtube veröffentlichten Rede: "Wir sollten uns als geschlechtliche Wesen begreifen und nicht als Homosexuelle oder Bisexuelle, weil die Liebe ein Ausdruck all dieser Ebenen ist." Für ihn sei es unmöglich, "im Sinne der Heiligen Schrift zu leben, wenn in meiner Institution Gedanken- und Redefreiheit nicht respektiert werden."

Youtube | Bericht über den Konflikt im brasilianischen Fernsehen
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Politischer Kampf gegen die Ehe-Öffnung

Die katholische Kirche arbeitet derzeit in mehreren Ländern als stärkste Lobby-Gruppe gegen eine geplante Öffnung der Ehe, insbesondere in Frankreich und den USA. Sie hat bereits wiederholt Sanktionen gegen Priester verhängt, die die politischen Vorgaben der Kirche gegenüber Homo-Rechten nicht Folge leisten wollen. So wurde in diesem Monat bereits ein Pfarrer in Argentinien gefeuert, weil er sich für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben eingesetzt hatte (queer.de berichtete).

Dagegen zeigt sich die Kirche nachsichtig gegenüber Priestern, die offen Homosexuelle diffamieren: So hat eine österreichische Diözese erst kürzlich das Predigtverbot gegen einen Pfarrer aufgehoben, der Schwule und Lesben als "Homo-Gestörte" bezeichnet und mit Kindesmissbrauch in Zusammenhang gebracht hatte (queer.de berichtete). Papst Franziskus hat die Gleichbehandlung im Eherecht als "anthropologischen Rückschritt" bezeichnet (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: katholische kirche, brasilien
Schwerpunkte:
 Kirche und Homosexualität
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Reaktionen zu "Zu homofreundlich: Kirche exkommuniziert Priester"


 34 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
30.04.2013
15:13:35


(+5, 9 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Hier zeigt die katholische Kirche einmal mehr, dass sie eine feige Diktatur ist.Denn wer Mut hat kann auch kritische Priester aushalten. Wie wäre es, wenn sich alle Priester die noch reinen Herzens sind und keine Klerikalfaschisten weltweit vernetzen und eine eigene Kirche gründen? Wundere mich sowieso die ganze Zeit, wie man diese verlogene Heuchlerbande aushalten kann und das in der heutigen aufgeklärten Zeit!


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#2
30.04.2013
15:50:41


(+5, 9 Votes)

Von Catharina


"Der Priester hatte zuvor auch schon mit seiner ausgeprägten Liebe zu Kneipenbesuchen und zum Tragen von T-Shirts mit dem Konterfei von Ernesto "Che" Guevara für Anstoß gesorgt, wie lateinamerikanische Medien berichteten."

aus: kath.net


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#3
30.04.2013
16:25:19


(+2, 10 Votes)

Von fink


>"wenn in meiner Institution Gedanken- und Redefreiheit nicht respektiert werden."

und das hat er mit 48 jahren bemerkt? wow.


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#4
30.04.2013
16:27:50


(+3, 11 Votes)

Von fink


>"Auch zeichnete er für die Errichtung von Straf- und Arbeitslagern verantwortlich, in denen Gegner der Revolution, wozu auch Homosexuelle zählten, interniert wurden."

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Che_Guevara


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#5
30.04.2013
16:32:08


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Soviel zum Thema "Meinungsfreiheit", die ja nicht viel zählt in der Katholischen Kirche!


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#6
30.04.2013
17:21:54


(+8, 12 Votes)

Von Stretchingmaster
Aus Essen / Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.01.2012


Vor allen Dingen frage ich mich was die Kirche hier schon wieder mit Politik am Hut hat?

Die Kirche ist keine eingetragene Partei sondern nur eine Glaubensgemeinschaft. Daher hat die Kirche in der Politik nichts zu suchen. Aber das interessiert die ja nicht.
Aus der Geschichte weis man ja das die Kirche seid Jahrhunderten dagegen kämpft das Könige, Kaiser oder eben Parteien über die Geschicke eines Landes entscheiden. Am schlimmsten muss es für die Kirche sein in einer echten Demokratie wo sich das Volk selbst regiert.

Die werden so lange weitermachen mit ihrer Hetze bis sie sich auflöst. Lange kann das nicht mehr dauern. Die sägen an ihrem eigenem Ast.

Macht weiter so. Dann sind wir euch bald los.

Schönen Tag noch


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#7
30.04.2013
17:26:40


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #2 von Catharina


Ja, kath.net ist natürlich unabhängig und glaubwürdig.LOL


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#8
30.04.2013
17:34:55


(+8, 10 Votes)
 
#9
30.04.2013
17:49:44


(-12, 16 Votes)

Von Timm Johannes


Tja wer Mitglied in der Katholischen Kirche ist, ist selbst Schuld. Es gibt bessere andere christliche Kirchen und auch ganze Religionen, wo es keine Angriffe auf homosexuelle Paare gibt.

Neben bestimmten liberaleren christlichen Kirchen (Lutheraner, Reformierte, Unierte, Quäker, Metropolitan Community Church, Presbyterianer, Anglikaner) sind hier zu nennen der Buddhismus sowie Teile des Judentums, das sogenannte Reformjudentum.

Was auch viele nicht wissen, in den Regligionen aus China gibt es im Unterschied zu den abrahamitischen Religionen keine religiöse Verurteilung von Homosexualität. Dort galten und gelten homosexuelle Paare als Privatsache. Nur sie standen nicht im Vordergrund, da war in China die Familie mit Kindern religiöses Idealbild. Die fehlende Verurteilung in den Religionen/Weltanschauungen Chinas (Konfuzianismus/Taoismus) erlaubten beispielsweise die homosexuelle Beziehung von einigen chinesischen Kaisern.

-------------------

Fazit: Raus aus der Katholischen Kirche und Wechsel zu einer besseren liberaleren christlichen Kirche oder zu einer liberaleren Religion/Weltanschauung Buddhismus/Reformjudentum/Taoismus/Konfuzianismus.

Empfehlenswert sind so beispielsweise in Deutschland die lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen der EKD.


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#10
30.04.2013
18:14:30


(+12, 14 Votes)

Von kirchenaustritt
Antwort zu Kommentar #9 von Timm Johannes


Willst du vom homophoben lutherischen Pack in Brasilien ablenken? Du hast das hier doch schon -mehrere dutzendfach belegt- gelesen?


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