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Das nordirische Parlament in Belfast (Bild: Lyn Gateley / flickr / by 2.0)

Das Parlament von Nordirland hat am Montag gegen die Öffnung der Ehe votiert, obwohl sie im Rest des Vereinigten Königreichs vorgesehen ist.

Der Antrag der irisch-republikanischen Partei Sinn Féin wurde von 42 Abgeordneten des Regionalparlamentes in Belfast befürwortet, 50 stimmten dagegen. Ablehnung kam von den meisten Abgeordneten der beiden konservativen protestantischen Parteien DUP und UUP, die die Fortführung der Union mit Großbritannien anstreben. Dagegen votierten die katholischen Sozialdemokraten für die Gleichstellung, ebenso wie die überkonfessionellen Liberalen und Grünen.

Die Sinn-Fein-Abgeordnete Caitriona Ruane begründete den Antrag damit, dass sich die Ansichten über Homosexualität in Irland änderten: "Die Gay-Community hat gesagt: 'Genug ist genug'", erläuterte sie bei der Parlamentsdebatte. Sie warnte davor, dass eine Ablehnung die Selbstmordrate unter lesbischen und schwulen Jugendlichen ansteigen lassen könnte.

Das britische Parlament bereitet derzeit die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben vor (queer.de berichtete). Allerdings kann das Unterhaus aus verfassungsrechtlichen Gründen nur das Eherecht in England und Wales ändern. Das schottische Parlament in Edinburgh hat allerdings ebenfalls angekündigt, die Ehe öffnen zu wollen (queer.de berichtete). Auch in der Republik Irland hat der Verfassungskonvent die Öffnung der Ehe empfohlen (queer.de berichtete). Damit könnte Nordirland der einzige Teil der britischen Inseln werden, in denen Schwulen und Lesben das Recht auf Ehe verwehrt bleibt. Immerhin stehen Nordiren noch die eingetragenen Partnerschaften offen, die 2005 eingeführt vom Unterhaus beschlossen und landesweit eingeführt worden waren.

Bereits in der Vergangenheit war Belfast langsamer bei Homo-Rechten als London. So hat das britische Unterhaus in England und Wales das Verbot von Homosexualität bereits 1967 aufgehoben; in Nordirland wurde die Kriminalisierung erst 1982 beendet. (dk)



#1 timpa354Ehemaliges Profil
  • 30.04.2013, 15:22h
  • Aha, die brauchen also für alles 15 Jahre länger als der Rest, das sagt ja viel über deren laaaangsaaam denkende Politiker aus , denn dem Volk will ich das noch nicht mal in die Schuhe schieben.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 RobinAnonym
  • 30.04.2013, 21:06h
  • Die verpassen den Zug der Zeit... Und werden darunter noch zu leiden haben...

    Wie sagte schon Gorbatschow damals bei der Ost-Öffnung:
    wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

    Das betrifft Nordirland genauso wie Deutschland...
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#4 TheDadProfil
  • 01.05.2013, 18:18hHannover
  • Schade..

    8 Stimmen..

    Überraschend die Zustimmung der katholisch geprägten Sozialdemokraten..

    Mehr als enttäuschend die Ablehnung durch die protestantischen Parteien..

    Aber wer schon für die Fortsetzung der Besetzung durch die Briten, und damit gegen die eigene Freiheit, gegen das eigene Parlament, und gegen die Einigkeit Irlands ist, sich konservativ nennt, hat den Schuß nicht gehört..

    Das die Konservativen nicht einmal die Einigkeit einer gemeinsamen Partei erreichen, sagt eigentlich schon alles..

    Die sollten sich auflölsen, bevor sie verboten werden..

    Und sowas gehört verboten..
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#5 lentilAnonym
  • 12.05.2013, 14:22h
  • Was für eine Scheiße !!!!!!

    Ich bin sowieso der Überzeugung das Nordirland längst wieder mit der Republick Irland vereint werden sollte.
    Und wenn heute sich keine Mehrheit in Nordirland für die Vereinigung ausspricht, liegt das nur daran das Engländer und Schotten früher systematisch und künstlich dort angesiedelt worden sind.

    Aber das setzt allem noch die Krone auf. Wenn die ja angeblich zu Großbritannien gehören sollten die auch das gleiche Recht haben.
    Irgendwann kann man in der Republik Irland das eigene Geschlecht heiraten und auf der Insel Großbritannien auch, nur in nord"Irland" nicht.

    Auch da hatte die Thatcher ihre Finger im Spiel, damit Nordirland in Besitz von Großbritannien bleibt. Wäre sie doch damals von der Bombe die von der IRA für sie bestimmt war getroffen worden.
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