Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19117

Die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien, Österreichs ältester Lesben- und Schwulenverband, hat auf ihrer 34. ordentlichen Generalversammlung am Samstag ein neues Forderungsprogramm beschlossen. Darin wird das Ende des "patriarchalen Modells der Versorgungsehe" gefordert.

In ihrem neuen Programm verlangt die HOSI Wien die Aufwertung von eingetragenen Lebenspartnerschaften, allerdings nicht zwingend eine Öffnung der Ehe. So erklärte Cécile Balbous, die neue Co-Vorsitzende des Verbands, dass an manchen Unterschieden zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft festgehalten werden soll, "die wir als positiv erachten". Als Beispiel nannte sie das Mindestalter von 18 Jahren bei Verpartnerungen (bei Heteros dürfen bereits 16-Jährige heiraten).

"Es geht uns nicht um eine bedingungslose Öffnung der Ehe, sondern um breitere Vielfalt bei der rechtlichen Anerkennung von Partnerschaften. Und dabei sollte sich die Gesellschaft jedenfalls vom mittlerweile veralteten patriarchalen Modell der Versorgungsehe endgültig verabschieden", so Balbous. Daher fordere die HOSI Wien die Öffnung der Ehe nur, wenn sie modernisiert oder das Gesetz über eingetragene Partnerschaften beibehalten wird.

Die HOSI Wien positionierte sich darüber hinaus gegen Leihmutterschaften. Hier fürchtet der Verband die "Ausbeutung" von Frauen in ärmeren Ländern. Leihmutterschaften sind in Österreich und Deutschland verboten, aber in den USA, Russland und Teilen der EU, so etwa in Großbritannien und den Niederlanden, erlaubt.

Das österreichische Parlament hatte Ende 2009 ein Gesetz zu Eingetragenen Partnerschaften beschlossen (queer.de berichtete). Wie in Deutschland beinhaltet es nicht alle Rechte von heterosexuellen Eheleuten. Allerdings haben auch in der Alpenrepublik Gerichte nach und nach die grundlose Diskriminierung von verpartnerten Paaren für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 plusgayEhemaliges Profil
  • 30.04.2013, 16:51h
  • Sehr richtige haltung.

    Auch in Frankreich haben sehr viele schwule kritische ansichten auf die ehe und bevorzugen mehr PACS, weil das viel mehr den homosexuellen beziehungen angepasst ist als die buergeliche institution der ehe, die vor allem wegen der kinder gedacht ist.

    Ausserdem sind viele unter den franzoesischen schwulen mit ihren sexuellem leben sehr liberal und eigentlich mehr bisexuell als homosexuell, deshalb auch kein enorm grosser wunsch sich in der konservativen institution der ehe fest und fuer das ganze leben miteinander binden lassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 timpa354Ehemaliges Profil
  • 30.04.2013, 16:52h
  • HOSI Wien,wer ist das ? INTERESSENVERTRETUNG DER KATHOLIBAN? Seit ihr von allen guten Geistern verlassen, die traditionelle Ehe in Frage zu stellen?Dümmer geht´s nimmer!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FranzosenAnonym
  • 30.04.2013, 18:16h
  • Antwort auf #2 von plusgay

  • Das Ziel Ehe für alle ist eine sogenannte Homoehe möglichst für immer mit allen Rechten. Gleiche Rechte, Gleichheit, so Sozialisten. Nicht ein Teil der Rechte wie Pacs. Vollständige Anerkennung.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 sanscapote
  • 30.04.2013, 18:53h
  • Antwort auf #2 von plusgay
  • Bêtise, connerie, Bloedsinn:
    Frankreich, Oesterreich und Deutschland braucht eine der traditionellen Ehe (le mariage) entsprechende Institution in der zwei Menschen verschiedenen oder gleichen Geschlechts eine Verbindung eingehen, die bei den Heten "Ehe" genannt wird. Frankreich ist gegenueber Deutschland und Oesterreich Vorreiter. Die Ehe wird im Juni allen Schwulen und Lesben in Frankreich offen stehen.

    Es ist ein Maerchen, dass "sehr viele"??? Schwule mehr den PACS bevorzoegen. Wenn es als staatliches Angebot nur den PACS bzw. die ELP gibt, gibt es keine Entscheidungsfreiheit fuer Ehe oder PACS/ELP, sondern fuer Heten die Ehe und alle anderen den PACS.

    Dass die franzoesischen Schwulen mehr bi seien als homo, woher hast du diese Zahlen? ist aus der Luft gegriffen. Auch in Frankreich sind wie in Deutschland mindestens 15% Homo, sogar bis 25%.

    Im uebrigen deutet deine ganze Schreibweise auf reine Vermutungen "sehr viele, viel mehr, vor allem, viele, eigentlich mehr, kein enorm"

    Wie du wahrscheinlich nicht weisst, laesst sich niemand in einer Ehe fest binden.

    Was aus deinem Beitrag deutlich wird, du bist gegen die Ehe fuer Schwule und sprichst dich fuer den PACS aus.
    Du hinkst hinter der Realitaet und den realen Wuenschen der Menschen hinterher.

    Diese sind Gleichstellung, und das kann weder das PACS noch die ELP geben.

    Solange die Gleichstellung nicht Gesetz ist, sind der Homophobie (Vorkommnisse in Bordeaux, Nice, Paris, Nord aufgewiegelt durch FB und die Hommen) Tuer und Tor geoeffnet.
    Die Oeffnung der Ehe vermag Diskrimination und Homophobie an den Pranger zu stellen.
    Beim PACS bzw. der ELP ist das nicht moeglich!!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TheDadProfil
  • 30.04.2013, 20:12hHannover
  • Antwort auf #2 von plusgay
  • Das in Frankreich die PACS für die Heten offen sind hat ausschließlich etwas mit "eurem" katholizismus zu tun..

    Ein PAC kann Mann lösen, und gilt dennochnciht als geschieden, und somit kann Mann die Hostie empfangen..

    Streich mal Deinen katholischen Background aus Deinem jungem Kopf, und fang noch einmal von vorne an zu Denken..

    Gleiche Rechte für ALLE ist ein unabdingbarer Grundsatz für ALLE Bürger ALLER Staaten !

    Es gibt keine lebbare Alternative zur Freihheit..
  • Antworten » | Direktlink »
#7 RobinAnonym
  • 30.04.2013, 21:09h
  • Genau solche Arschkriecher wie die LSU...

    Diese Anbiederei an Homohasser in der Hoffnung, sie würden uns akzeptieren, wenn wir freiwillig auf uns zustehende Rechte verzichten, ist echt zum Kotzen.

    Wie sollen andere uns akzeptieren, wenn wir uns nicht mal selbst akzeptieren können??
  • Antworten » | Direktlink »
#8 sanscapote
#9 finkAnonym
  • 01.05.2013, 13:55h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • der pacs wird zu 95% von heteropaaren genutzt. ich kann mir nicht vorstellen, dass die das alle aus dem von dir genannten (mir ohnehin etwas abstrus erscheinenden) grund tun.

    es gab auch in deutschland ansätze in verschiedenen parteien (vor allem linke und grüne), eine familienpolitik jenseits von "ehe für alle" zu entwerfen. auch der bundesverband homosexualität (bvh), der in den neunzigern vom lsvd verdrängt wurde, verfolgte eine sogenannte "lebensformenpolitik", in der es darum ging, auch andere beziehungskonstellationen staatlich zu fördern, statt nur ein einziges großes privilegienpaket für diejenigen anzubieten, die sich mit dem modell "ehe" anfreunden können.

    diese denkansätze wurden mit der "aktion standesamt" praktisch von der politischen bühne gefegt.

    meines erachtens spricht nur weniges dagegen, jetzt die eheöffnung zu fordern.

    es spricht aber vieles gegen die vorstellung, die ehe als einzige privilegierte beziehungsform entspreche den konkreten familienpolitischen bedürfnissen der mehrheit der menschen und es gebe keinen anlass, endlich mal ernsthaft über alternativen nachzudenken.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 stromboliProfil
  • 01.05.2013, 14:29hberlin
  • Antwort auf #9 von fink
  • bravo!
    Genau so muss das diskutiert werden!

    @plusgay hat insofern recht und ihm hier die karte der franz. ehegegner unterjubeln zu wollen zeugt von voreingenommenheit :
    Was heißt denn : " Frankreich, Oesterreich und Deutschland braucht eine der traditionellen Ehe (le mariage) entsprechende Institution in der zwei Menschen verschiedenen oder gleichen Geschlechts eine Verbindung eingehen, die bei den Heten "Ehe" genannt wird. "
    Das ist mit den grauduellen noch vorenthaltenen gleichsetzungen versciedenster nebenbereiche die jede partnerschaftsform betreffen mit der hier angebotenen lebnespartnerschaft und der PACS durchaus erfüllt.
    Was also zum teufel wird noch erwartet?
    Die sanktion als gleiches im heteronormativen sinne.. ehe gleich ehe..
    na gut, für jene die unter diesem "unterschied leiden , muss man annehmen das sie generell unter dem unterstellten "unterschied" ihrer sexualität leiden. Da ist mehr eine art unterdrückten-stockholmsyndrom zu verzeichnen. Wenn ich nicht in de kirche trauen, beichten und absolution erhalte, bin ich ausgegrenzt.

    Ich für meine person habe zwar gegen die einseitige einstufung durch ewiggestrige ebenso solidarisch position bezogen, nach dem grundsatz: niemand hat das recht sich über den anderen zu erheben! Aber ich habe sie auch schon zuvor als das erkannt was sie sind: reaktionäre schandmäuler mit denen ich erstgar nicht den "dialog" suche!
    Aber ich mache langsam das affentheater hier mit der pseudomasche von ehe als ultima ratio emanzipatorischen strebens nicht mehr mit!
    Egal was da aus mir ansonsten nahestehenden usern an gegenwind entgegen weht!
    Schaut mal auf eure inhalte und die reaktionären verästelungen, die ihr hier produziert.

    Das scheißkonstrukt sollte wenn schon angestrebt nicht länger teil unserer anstrengungen sein, sondern denen überlassen sein , die in den christlich-konservativen hafen einlaufen wollen.
    Schluss!

    Natürlich nehm ich die "empörung" der demonstranten auf dem elysee nicht hin , weil die difamierung über das in frage kommende adoptions und eherecht hinaus auf die integrität und eigenständigkeit des homosexuellen geht und würde hier wie schon zuvor in meinem leben auf der strasse für meine-unsere akzeptanz kämpfen wollen!.
    Aber ich lass mir auch nicht diese aufgezwirbelte ehe-diskussionen weiter aufzwingen!
    Und schon gar nicht, wenn es in einem solchen unsinn verpackt daher kommt wie: "Die Oeffnung der Ehe vermag Diskrimination und Homophobie an den Pranger zu stellen. Beim PACS bzw. der ELP ist das nicht moeglich!!"
    Ich kann wut und entäuschung verstehen aber nicht mit solchen einhergehenden "erkenntnissen"!
    So ein verqueerer Bullshit! &
  • Antworten » | Direktlink »