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Entschuldigung für homophobe Äußerung

Idrissou: Männliches Auftreten ist "Teil meiner Kultur"


Mohamadou Idrissou bei der Pressekonferenz vor dem Spiel am Montag in Cottbus

Der FCK-Spieler hat sich für seine schwulenfeindliche Äußerung vom Montag entschuldigt und mit seiner afrikanischen Herkunft begründet.

Der 1. FC Kaiserslautern hat am Donnerstag auf seiner Website eine Stellungnahme seines Stürmers Mohamadou Idrissou veröffentlicht, in dem der 33-Jährige um Verzeihung für eine schwulenfeindliche Äußerung bittet. Idrissou hatte am Montagabend nach einem verlorenen Spiel wiederholt die abwertende Bemerkung gemacht, dass er männlich sei und nicht schwul (queer.de berichtete).

Der aus Kamerun stammende Spieler erklärte, er habe "keinesfalls 'schwul sein' als negativ bewerten" wollen. Vielmehr sei er auf den Schiedsrichter wütend gewesen: "Ich bin ein stolzer afrikanischer Mann und ein stolzes männliches Auftreten ist Teil meiner Kultur. Durch den Hinweis des Schiedsrichters bezüglich meiner Körpersprache habe ich mich in meiner Männlichkeit angegriffen gefühlt". Warum er unmännliches Verhalten generell mit Homosexualität in Verbindung gleichgesetzt hatte, sagte Idrissou nicht.

Seine Reaktion sei falsch gewesen und seinem "kulturellen Hintergrund geschuldet" und tue ihm "aufrichtig leid". Weiter erklärte der kamerunische Nationalspieler, er habe persönlich nichts gegen Homosexuelle: "Ich respektiere die freie sexuelle Orientierung jeder Person", so Idrissou in der Stellungnahme.

Schlechte Deutschkenntnisse

Der Spieler führt seine mangelhaften Deutschkenntnisse als weiteren Grund für die Entgleisung an: "Die deutsche Sprache ist nicht meine Muttersprache und meine Ausdrucksweise ist daher eingeschränkt und fehlerhaft. Dies bitte ich bei der Einschätzung des Interviews und auch dieser Entschuldigung, die mir sprachlich ohne Mithilfe der FCK-Verantwortlichen nicht möglich wäre, zu berücksichtigen." Idrissou spielt seit 2001 fast ohne Unterbrechung für Vereine der deutschen Bundesliga.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußballbundes (DFB) hat Ermittlungen gegen Idrissou aufgenommen. Ihm droht eine Sperre für mehrere Ligaspiele.

Der 1. FC Kaiserslautern hat bereits in einer Stellungnahme kritisiert, dass die Aussagen seines Star-Stürmers von den Medien auf "potentielle homophobe Aussagen" reduziert werden würden. Für die Verharmlosung von Schwulenfeindlichkeit erhielt der Verein am Donnerstag die Homo-Gurke. (dk)

 Update  20.40h: Neue FCK-Reaktion
Auf Facebook schrieb der Verein am Abend, die These, "der FCK würde homophobes Verhalten entschuldigen", sei "absoluter Unsinn": "Vielmehr nehmen wir einen Spieler in Schutz, der ungerechtfertigt und eher reflexartig angeklagt wird." Am Freitag gebe es ein Treffen von Mo Idrissou mit Vertretern des schwul-lesbischen Fanclubs Queer Devils. Auch ansonsten ist man zufrieden: "Der FCK hat vor einigen Jahren die Leipziger Erklärung unterzeichnet und eine vorbildliche Stadionordnung hinsichtlich Antidiskriminierender Inhalte. Wir führen Veranstaltungen, Aufklärungsarbeit und eine hervorragende Zusammenarbeit mit unserem schwul-lesbischen Fanclub den Queer-Devils durch."



#1 XYZ1Anonym
  • 02.05.2013, 16:26h
  • Jaja, warum hat der Teufel eine Großmutter erschlagen? Weil sie keine Ausreden mehr wusste....
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#2 PlattformAnonym
  • 02.05.2013, 16:46h
  • Die Sky Deutschland AG und ihre Moderator*innen können sich so nicht herausreden.
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#3 stephan
  • 02.05.2013, 16:53h
  • Es sollte diesem Herrn zu denken geben, dass ihm zur Betonung seine Männlichkeit zuerst einfiel, nicht schwul zu sein! Daraus kann er mehr über sich und seine Denkweise lernen, als dadurch, sich nun Ausreden auszudenken!
    Eine klare Entschuldigung ohne Ausreden und die Zusage, über sein eigenes Weltbild nachzudenken, wäre besser als doch noch Entschuldigungen mit Verweis auf den kulturellen Hintergrund hervorzukramen! Es war einfach falsch und dumm, das Thema Homosexualität ohne inhaltlichen Nexus anzusprechen! Fertig!
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.05.2013, 17:30h
  • Hoffentlich wird er für einige Spiele gesperrt! Und eine Geldbuße noch obendrauf, daß es wehtut!
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#5 AdamAnonym
  • 02.05.2013, 17:44h
  • Das ist teil seiner Kultur ?

    Können sich Nazis nach Rassistischen ausfällen auch so raus reden ? " hey tut mir jetzt voll leid,aber das war hier früher Nazi Deutschland also teil meiner Kultur...."

    Recht billig sowas und der Verein ist ne schande !!!
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#6 anomeAnonym
  • 02.05.2013, 18:00h
  • Wenn ich lese, wie sich hier alle über disee Kleinigkeiten aufregen, weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
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#7 gabiAnonym
  • 02.05.2013, 18:12h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness

  • und die geldstrafe bekommen dann gleichgeschlechtliche "ehepaare" als bonuszahlungen am ende des jahres vom finanzamt zurück?!? sorry, kenne schwule...kenne lesben...aber in meinem freundeskreis stellt sich keiner so an. irgendwie bestätigt ihr mit eurem heulsusen getue das klischee
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#8 Sveni MausiAnonym
  • 02.05.2013, 18:47h
  • Boh, was für ein Rassist dieser Idrissou doch ist!
    Unglaublich, aber Sexismus und auch Rassismus funktionieren in beide Richtungen.
    Ich denke, jeder vernünftige Afrikaner wird sich beleidigt fühlen. Wenn ein Deutscher im Ausland sagt "Tut mir Leid, dass ich einen Juden geschlagen habe, aber das ist halt so meine Kultur" würde ich in Grund und Boden versinken, um danach dann erst mal ihn zu erklären, was für einen Scheiß er labert und danach der Öffentlichkeit erklären, dass Deutsch nicht gleich Nazi ist, genauso wenig wie Afrikaner nicht gleich Homophob heißt.
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#9 Foxie
  • 02.05.2013, 19:04h

  • Erst der blöde Spruch von dem, nun diese lächerliche Rechtfertigung!
    Als (gutverdienender) Dauergast in einem anderen Kulturkreis ist es wohl selbstverständlich, sich mit den da gültigen Normen zu beschäftigen, dass zum Bsp. Homophobie nicht toleriert wird. Er erwartet sicher zu Recht, dass er hier wegen Herkunft und Hautfarbe
    nicht beleidigt wird.
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#10 userer
  • 02.05.2013, 19:27h
  • Idrissou: "Männliches Auftreten ist 'Teil meiner Kultur'"

    Vorsicht ist geboten beim Beschwören von Kultur! Für einen großen Teil deutscher Fußballfans ist es Teil ihrer Kultur, Menschen mit schwarzer Hautfarbe durch die Straßen zu treiben, um sie am Ende zu erschlagen. - Und viel besser deutsch sprechen die oft auch nicht.
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