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  • 02.05.2013           75      Teilen:   |

Südafrika

Homo-Heiler foltern Teenager zu Tode

Artikelbild
Dieses Bild zeigt Raymond Buys nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus, in dem er kurze Zeit später verstarb

In Südafrika wurden offenbar drei junge Männer in Umerziehungscamps für mutmaßliche Schwule zu Tode "therapiert", darunter auch ein 15-jähriger Junge.

Die südafrikanische Justiz hat Anklage gegen den 49-jährigen Betreiber des Homoheiler-Camps "Echo Wild Game Rangers" und einen 20-jährigen Angestellten erhoben, weil ein Teenager nach einem zehnwöchigen Aufenthalt südlich von Johannesburg so zugerichtet wurde, dass er kurze Zeit später im Krankenhaus starb. Der 15-jährige Raymond Buys wurde 2011 mit einer Schädelfraktur, einem gebrochenen Arm und extrem unterernährt in ein Krankenhaus eingeliefert. Der ganze Körper wies zudem Brandwunden auf, die von brennenden Zigaretten verursacht worden waren.

Die zwei angeklagten Männer müssen sich vor einem Gericht in der Stadt Vereeniging unter anderem wegen Mordes und Kindesmisshandlung verantworten. Laut südafrikanischen Medienberichten sollen zuvor bereits ein 18- und ein 19-Jähriger an den Folgen des Campaufenthalts gestorben sein.

Fortsetzung nach Anzeige


Zeuge berichtet von schweren Misshandlungen

Der 19-jährige Gerhard Oosthuizen, der im Camp im gleichen Zelt wie das 15-jährige Opfer untergebracht war, sagte laut "Volksblad" aus, dass Buys jeden Tag an sein Bett gefesselt wurde. Er sei auch gezwungen worden, seinen eigenen Kot zu essen. Weil Buys zu schwach zum Arbeiten gewesen sei, sei er von Betreuern wiederholt mit einer Peitsche oder Holzstöcken geschlagen worden. Oosthuizen berichtete auch, er habe gesehen, wie Buys an einen Stuhl gefesselt und mit einer Elektroschockpistole beschossen wurde.

Die Betreiber des von weißen Kindern besuchten Camps hatten versprochen, für eine Gebühr in Höhe von 22.000 Rand (1.900 Euro) schwule Jungs zu Heterosexuellen zu therapieren. Buys wurde von seinen Eltern offenbar in das Lager geschickt, weil er sich ihrer Ansicht nach nicht männlich genug verhalten hatte.

Die Bewegung der Homo-Heiler (Ex-Gays) geht davon aus, dass Homosexualität mit einer Therapie "geheilt" werden kann. Psychologenverbände warnen jedoch davor, dass die sexuelle Orientierung bei Jugendlichen oder Erwachsenen nicht verändert werden kann und dahingehende Versuche zu Depressionen oder sogar zum Selbstmord führen würden. Auch in Deutschland sind Homo-Heiler aktiv, etwa die evangelikale Organisation "Wüstenstrom". Erst vor einer Woche hat der deutsche Bundestag über ein Verbot von "Konversionstherapien" an Jugendlichen debattiert. Die Regierungsfraktionen sehen das jedoch als nicht notwendig an (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: südafrika, homo-heiler, ex-gays
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Reaktionen zu "Homo-Heiler foltern Teenager zu Tode"


 75 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
02.05.2013
18:05:41
Via Handy


(+12, 12 Votes)

Von Martin28a
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Pfui Deibel und so was unterstütz die CDU ???
Diese Homoheiler sind doch krank, so was sollte bestraft werden


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#2
02.05.2013
18:10:45


(+14, 14 Votes)

Von Adam


Ja und die CDU stimmt gegen ein verbot um sowas hier, zu verhindern mal sehen wann solch ein Bild bei uns zu sehen ist.

Armer Junge sein ganzes leben vor sich gehabt die Eltern sollte gleich mit Angeklagt werden !!!!


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#3
02.05.2013
18:13:35


(+9, 11 Votes)

Von Joel


Hat die Merkel auch diese Therapeuten gutgeheißen? Sie setzt sich ja stark für die Homoheilung ein.


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#4
02.05.2013
18:14:28


(+14, 14 Votes)

Von Tim_Chris
Aus Bremen
Mitglied seit 01.05.2008


Schuld sind nicht nur die beiden sadistischen "Homoheiler", die ihren Schützlingen das angetan haben, sondern auch und vor allem die Eltern, die ihr Kind diesem Wahnsinn ausgesetzt haben, sowie die Gesellschaft und die großen Weltreligionen, die noch immer verbittert den Menschen in die Köpfe hämmern, dass Homosexualität eine Krankheit ist - oder Teufelswerk - und wegtherapiert werden könnte.


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#5
02.05.2013
18:17:10


(+11, 11 Votes)

Von MeineFresse


Eltern die ihre Kinder in solche Camps stecken in den Knast gesteckt werden. Nicht nur die Betreiber müssen bestraft werden, auch die Eltern die sowas möglich machen.
In dem englischsprachigen Artikel der einige Tage zuvor gepostet wurde, wurde gesagt, dass der Junge mit seiner Mutter telefoniert hat und ihr gesagt hat, dass er da mißhandelt wird. Sie hat ihn nicht rausgeholt.
Man sollte sie wegen Beihilfe zum Mord anklagen o.ä. Irgendwas wird da juristisch sicher machbar sein.

Und falls sie noch weitere Kinder hat, sollten die ihr sofort entzogen werden.


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#6
02.05.2013
18:32:31
Via Handy


(+13, 13 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wieder so ein Artikel der extrem wütend und traurig macht. Bei sowas gehe ich die Wände hoch.

Dann geschah das auch noch in einem Land, in dem die gleichgeschlechtliche Ehe längst Realität ist!

Es gibt überall noch sooooo viel zu tun!

Es ist Zeit dass von Seiten der UNO weltweit Homoheilung geächtet wird.

Westerwelle als schwuler Aussenminister wäre ebenfalls gefordert. Doch leider gibt er selbst, wegen seiner Überanpassung an die CDU, oft das Bild eines gebrochenen "Homogeheilten" ab, statt eines selbstbewussten und emanzipierten schwulen Politikers!

Und zu Merkel, haut der tausendmal diesen Bericht um die Ohren!


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#7
02.05.2013
18:33:46


(+6, 12 Votes)

Von odobenus
Aus Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 12.04.2013
Antwort zu Kommentar #5 von MeineFresse


Die werden dann vorgeben selbstverständlich von nichts gewusst zu haben. Das Morden ist in der christlichen Geschichte immer heroisiert worden, wozu der makabere Totenkult mit Folterdarstellungen um ihren Heiland viel beigetragen hat. Da in dem Konzentrationslager zu Untermenschen Herabgedrückte gequält und ermordet werden, hat sich niemand für deren Schicksal interessiert. Das Morden findet zumindestens halböffentlich statt.

Zu empfehlen ist "die Kriminalgeschichte des Christentums" von Karlheinz Deschner zum Thema.

Die Kirche als verantwortliche Hassinstitution wird alles dransetzen die Täter nicht nur finanziell zu unterstützen und die Opfer vergessen werden zu lassen.


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#8
02.05.2013
18:43:59


(+10, 10 Votes)

Von Feendrache
Aus Leipzig (Sachsen)
Mitglied seit 16.10.2011


Du lieber Himmel,
ganz ehrlich ich bin richtig gehend erschüttert über dieses Bild und den bericht. Wie kann man einem Kind, das niemandem etwas getan hat nur so etwas antun? Er musste einen leidvollen und entwürdigenden Tod ertragen nur weil er den Eltern nicht männlich genug war?! Also wenn seine Eltern sich nun ihr Leben lang vorwürfe darüber machen das sie ihren Sohn in die Hände krimineller Geisteskranker gegeben haben damit die ihn töten, dann kann ich nur sagen das ihnen das recht geschieht. Sollen sie doch an ihrer Schuld zu grunde gehen!
Es tut mir nur so leid um das arme Kind. Einfach grausam.


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#9
02.05.2013
18:51:16


(+5, 5 Votes)
 
#10
02.05.2013
20:10:39


(+13, 13 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Ich habe ja noch nie etwas anderes als Verachtung für sog. "Homo-Heiler" übrig gehabt, aber das hier übertrifft alles, was ich mir bis dato vorstellen konnte.

Nein, diese Typen sind keine "Spinner" mehr, das sind gemeingefährliche Kriminelle, die aus dem Verkehr und zur strafrechtlichen Verantwortung gezogen werden müssen. Das ist einfach Mord auf Raten, verbunden mit vorsätzlicher Körperverletzung, die offensichtlich zur Steigerung des persönlichen Lustgewinns der Peiniger dienen sollte, was die ganze Geschichte noch perverser macht.

Oh Mann, ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte bei solchen perversen HeTERRORisten. So etwas fällt unter Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Merkt Euch dieses Bild, prägt es Euch gut ein, und am Besten sollte es möglichst breit von den Medien publiziert werden, um ominöse Organisationen à la "Wüstenstrom" zu outen.


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