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Ministerpräsident Enrico Letta zog Reißleine

Italien: Homophobe Staatssekretärin versetzt


Michaela Biancofiore über ihren politischen Ziehvater: "Berlusconi ist normal, weil er die Frauen liebt"

Mehrfach hatte sich die Berlusconi-Vertraute Michaela Biancofiore negativ über Schwule und Lesben geäußert. Jetzt ist sie deswegen ihren Job als Beauftragte für Gleichberechtigung los.

Heftige Proteste nicht nur von Schwulen- und Lesbenverbänden hatten Erfolg: Italiens Ministerpräsident Enrico Letta griff am Samstag zur Reißleine und entzog Unterstaatssekretärin Michaela Biancofiore ihre Zuständigkeit für Sport, Jugend und Chancengleichheit. Die Südtiroler Politikerin von der Berlusconi-Parteil PDL soll nun nur noch für die öffentliche Verwaltung und Entbürokratisierung zuständig sein.

In den vergangenen Monaten hatte Biancofiore mehrfach mit homophoben Äußerungen und ihrem erbitterten Widerstand gegen die Anerkennung homosexueller Partnerschaften für Schlagzeilen gesorgt. Laut "Corriere della Sera" stammt von der 42-jährigen u.a. der Satz: "Berlusconi ist normal, weil er die Frauen liebt". Bei einer anderen Gelegenheit soll sie gesagt haben: "Es gibt nicht nur Heterosexualität, sondern auch eine andersartige Sexualität, die heute leider sehr verbreitet ist."

Homoverband Arcigay wertete die Benennung Biancofiores als "Affront"

"Man fragt sich, welche Chancengleichheit Biancofiore Homosexuellen garantieren wird. Die Ernennung dieser Berlusconi-Vertrauten zur Staatssekretärin ist eine unglückliche Wahl für ein Ressort, das sich auch mit den Rechten der Homosexuellen befassen muss", hatte der schwule Abgeordnete Alessandro Zan von der linken SEL vor der Versetzung kritisiert. Noch deutlicher äußerte sich der italienische Schwulenverband GayLib: "Es ist, als würde man dem iranischen Präsidenten Khamenei einen Preis für seine Rolle zur Verteidigung der Rechte der Frauen verleihen", sagte der GayLib-Vorsitzende Enrico Oliari. Der Homoverband Arcigay wertete die Benennung von Biancofiore als "Affront".

Das Fass zum Überlaufen beim Regierungschef brachte ein am Samstagvormittag veröffentlichtes Interview der Unterstaatssekretärin mit der römischen Tageszeitung "La Republica", in der Biancofiore Lesben und Schwulen eine "Selbstghettoisierung" vorwarf. Sie selbst sieht sich dabei als Opfer: "Ich werde diskriminiert, lasse mich aber nicht einschüchtern. Als Katholikin bin ich gegen Homo-Ehen, ich werde mich aber für die zivilen Rechte aller Italiener einsetzen." (cw)



#1 Martin28a
  • 04.05.2013, 17:43h

  • Die Frau hat eher ein Problem mit sich selbst, Frauen die über sich selbst denken, sie müssen sozusagen hart rangenommen werden sind doch krank, wer Berlusconis Praktiken gutheißt, der sogar was mit minderjährigen anfängt, der hat ein gewaltiges Problem

    Wenn Schwule so was machen gelten sie gleich als krank oder es wird ihnen als typisch ausgelegt
    Und wenn ein alter heterosexueller Mann das macht ist das gleich super
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#2 PersonenAnonym
  • 04.05.2013, 17:51h

  • Erika soll auch weg. Manche äussern
    sich zum Thema der Rechte ignorierend, agressiv, spottend noch
    wie zur Nazizeit. Sie verteidigen eigene Macht und politische Gier aber nicht Menschenrechte. Noch zwingen sie zur Religion.
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#3 ZechAnonym
  • 04.05.2013, 18:00h

  • Die Artikel die sich auf Queer.de direkt oder indirekt mit diesem Schmierkopf Berlusconi befassen sind unnötig weil es immer um die gleichen Aussagen geht.
    Ich würde dem hier gar nicht soviel Raum geben.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 PetterAnonym
  • 04.05.2013, 19:14h
  • Dass eine Homohasserin nicht für Gleichberechtigung zuständig sein darf, sollte ja wohl klar sein. Dass sie es überhaupt war zeigt nur wieder mal die Lächerlichkeit der Berlusconi-Leute...

    Aber statt sie nur zu versetzen, hätte man sie besser ganz entlassen sollen. Ginge es um andere Minderheiten wäre sie längst entlassen.

    Faschisten haben in Politik und Verwaltung nichts zu suchen.
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#6 AndreasAnonym
  • 04.05.2013, 19:38h

  • Ich als Südtiroler bin natürlich schockiert über solche Äußerungen einer Südtirolerin! Das ist einfach nur zum Fremdschämen. Scheinbar funktioniert in Italien gar nichts mehr, wir haben eine zerbrochene Regierung, sind stark verschuldet, hinken in viele Punkten - wie z.B. Technik - hinterher und sind doch so ziemlich das einzigste Land Europas, welches gegen die Homo-Ehe ist und allgemein nicht sehr schwulenfreundlich ist...Das zwingt einen ja fast früher oder später auszuwandern - so wie eben damals auch schon - nicht, dass man noch irgendwann angegriffen und verprügelt wird! Politiker Italiens ändert euch doch bitte und tut endlich was!
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#7 timpa354Ehemaliges Profil
  • 04.05.2013, 23:37h
  • Die Frau ist ein einziger Widerspruch in keiner Weise ernst zu nehmen.Bigott bis zur Schädeldecke.
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#8 Leo GAnonym
  • 05.05.2013, 01:02h
  • So Frauen hatten Verlobte, die dann doch lieber Cock naschen wollten. Kein Wunder bei den wunderbaren Italo-Dingern.
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#9 Kurt-FLAnonym
  • 05.05.2013, 08:14h
  • Voreingenommene Menschen gehören nicht in die Politik sondern allenfalls ins Schreibbüro zum Briefumschläge beschriften.
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#10 Timm JohannesAnonym
  • 05.05.2013, 12:01h
  • Solche Frauen wie Michaela Biancofiore sollten sich zutiefst schämen.

    "Als Katholikin bin ich gegen Homo-Ehen, ich werde mich aber für die zivilen Rechte aller Italiener einsetzen."

    ---> Als Katholikin sollte sie erstmal begreifen, dass ein großer Teil ihrer sich angeblich dem Zölibat unterwerfenden Priester und Bischöfe schwul oder bisexuell veranlagt ist.

    Und es ist ein Armutszeugnis für Italien, das es noch nicht einmal ein Lebenspartnerschaftsinstitut in Italien eingeführt hat.
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