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  • 05.05.2013           38      Teilen:   |

Spitzenpolitiker festgenommen

Britischer Abgeordneter soll Mann vergewaltigt haben

Artikelbild
Premierminister David Cameron (li. ) dürfte über die Vorwürfe gegen seinen Parteifreund Nigel Evans (re.) "not amused" sein

Nigel Evans, ehemaliger Vizechef der konservativen Tories, wurde wegen Verdachts auf Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch festgenommen.

Schwere Anschuldigungen gegen einen schwulen britischen Spitzenpolitiker. Wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch an zwei jüngeren Männern wurde der konservative Abgeordnete Nigel Evans am Samstagmorgen in seinem Landhaus in Lancashire von der Polizei festgenommen. Der ehemalige stellvertretende Tory-Vorsitzende bestreitet die Vorwürfe und wurde nach Zahlung einer Kaution bis zum 19. Juni wieder auf freien Fuß gesetzt.

Der 55-jährige Evans, der seit seinem Coming-out im Dezember 2010 offen schwul lebt, soll die Taten nach einem Bericht der Tageszeitung "Independent" zwischen Juli 2009 und März 2013 begangen haben. Die Männer sollen zwischen 20 und 29 Jahre alt sein. Mindestens eine der beiden Taten soll sich im Dorf Pendleton ereignet haben, in dem Evans lebt. Die Polizei durchsuchte Evans' Haus auf entsprechende Spuren. Weitere Einzelheiten zu den Vorwürfen wurden nicht bekannt. Ein Sprecher der Polizei in Lancashire erklärte, man nehme alle Anschuldigungen sexueller Natur sehr ernst. "Wir wissen, wie schwer es für mutmaßliche Opfer sein kann, sich an die Behörden zu wenden."

Fortsetzung nach Anzeige


Evans bestreitet die Vorwürfe

Evans selbst veröffentlichte eine Stellungnahme, in der er die Vorwürfe vehement abstreitet. Die Anschuldigungen stammten von "zwei Menschen, die sich gut kennen" und die er bis vor kurzem für seine Freunde gehalten habe. Eines der angeblichen Opfer habe er noch in der vergangenen Woche getroffen. Die Vorwürfe seien "völlig unwahr"; er könne "nicht verstehen, warum sie erhoben wurden". Evans' Anwalt erklärte, sein Mandant werde weder als stellvertretender Parlamentspräsident noch als Abgeordneter zurücktreten.

Der Waliser Evans ist seit 1992 Mitglied des britischen Unterhauses und seit 2010 stellvertretender Parlamentspräsident. Von 1999 bis 2001 war Evans, der über die Parteigrenzen hinweg angesehen ist, einer der Vize-Vorsitzenden der konservativen Tories. Im Laufe seiner Karriere übernahm er auch mehrere Regierungsposten im Rang eines Staatssekretärs. Im Jahr 2010 outete er sich in einem Zeitungsinterview als schwul, weil er es "müde sei, eine Lüge zu leben".

Konservative Parteifreunde reagierten entsetzt auf die vorübergehende Festnahme: "Wir sind alle völlig verstört", erklärte Michael Ranson, der Tory-Vorsitzende in Evans' Wahlbezirk Ribble Valley, gegenüber "Sky News". Premierminister David Cameron wurde von der Staatsanwaltschaft persönlich über die Festnahme informiert. (cw)

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Tags: großbritannien, nigel evans, vergewaltigung, sexueller missbrauch
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Reaktionen zu "Britischer Abgeordneter soll Mann vergewaltigt haben"


 38 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
05.05.2013
15:04:17
Via Handy


(-10, 16 Votes)

Von Martin28a
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Schwule machen so was nicht...


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#2
05.05.2013
15:21:45


(-12, 20 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Traurige und irgendwie sehr "englische" Geschichte, man sollte aber Herrn Evans für unschuldig halten, bevor sein Vergehen nicht bewiesen ist. Interessant nur: waren diese zwei "Opfer" (Herr Evans sagt, das seien seine Freunde, die ihn mit so einem Verhalten jetzt "tief enttäuscht" haben) nicht zufällig junge Arbeitslose aus Polen ? Denn dann ist alles klar: die katholische Kirche an allem schuld, und wieder einmal. Selbstverständlich.


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#3
05.05.2013
15:49:37


(+9, 13 Votes)

Von nurich
Antwort zu Kommentar #1 von Martin28a


Weil man, wenn man schwul ist, automatisch unfähig ist, ein Sexualverbrechen zu begehen. Weiß ja jeder.
Tatsächlich ein selten unqualifizierter Kommentar.


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#4
05.05.2013
15:52:46


(+3, 15 Votes)

Von julian21
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Aus Bad Homburg


Hach ja. So lange nichts bewiesen ist, hat er nichts gemacht. Willkommen in der rape culture. Er steht unter Verdacht, das heißt er sollte weder als Täter abgestempelt, aber auch und erst Recht nicht als unschuldiges Lamm gesehen werden. Auch schwule Männer begehen grauenhafte Taten.

Absolut typisch, dass die Schuld erstmal bei den "Opfern" (man beachte die Anführungszeichen) gesucht wird und krude Verschwörungstheorien ausgepackt werden.


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#5
05.05.2013
16:03:29


(+1, 11 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #4 von julian21


Bad Homburg hat nur seinen Hut in den Ring geworfen und du hast angebissen.


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#6
05.05.2013
16:06:32
Via Handy


(+6, 12 Votes)

Von Zwei Sachen


Man beobachte bei solchen Fälken welche Grenze gezogen wird. Ist ein männliches Opfer 19 Jahre alt ist es pauschal ein wehrloser Teenie der gegen seinen Willen vom halbpäderastischen Mann vergewaltigt wurde...so der pauschale Tenor der Medien und Kommentaroren wenn es um männliche Opfer im späteren Terniealter geht.
Betritt ein männliches Opfer die 20 Jahresgrenze ist es auf einmal ein wehrhafter Mann der bei Anschuldigungen gegen einen namenhaften, natürlich zu unrecht beschuldigten schwulen Mann nur Lügen kann...so der Tenor in diesem Fall.

Ja, es gilt die Unschuldsvermutung. Aber das man Menschen unabhängig ihres Geschlechts und Alters sexuell nötigen kann sollte mittlerweile bekannt sein.
Gerade in höheren Positionen ist man erpressbar, besitzt aber auch die Macht über andere psychischen Druck ausüben zu können.

Schwule sind per se weder bessere noch schlechtere Menschen.

Zudem fragt man sich warum für viele erst das magische Alter von 20 Jahren als schwul gilt.
Wenn ich zb mit 28 Jahren die ich alt bin, einen 17jährigen Freund hätte, wäre ich dann nicht genauso schwul als wenn der Freund 20 ist?
Was wäre ich denn sonst Pädophil? Wohl kaum.
Sind das noch Nachwirkungen des 175er, die selbst Schwule dazu verleiten andere Schwule vorschnell als Pädo/ Päderast zu bezeichnen?


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#7
05.05.2013
16:09:38


(+9, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Noch gilt die Unschuldsvermutung und deshalb soll man den Mann nicht vorschnell verurteilen!


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#8
05.05.2013
16:24:14
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wenn ich mir sein Bild so ansehe, kommt der symphatisch rüber, aber dann les ich, er ist konservativer Abgeordneter und soll Vergewaltiger sein?

Ja, mein Herz sagt auch, Schwule machen sowas zumindest seltener, aber man kann sich leider auch täuschen.

Hoffentlich kommt die Wahrheit bald auf den Tisch und vor allem, hoffentlich haben die Briten genügend Differenzierungsvermögen damit es der bevorstehenden Eheöffnung nicht schadet!


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#9
05.05.2013
16:40:40


(+7, 13 Votes)
 
#10
05.05.2013
17:02:54


(+9, 11 Votes)

Von m123


Es hängt bestimmt nicht von der sexuellen Identität ab, wer eher jemanden vergewaltigt. Sowohl bei den Heterosexuellen als auch bei den Homosexuellen gibt es Vergewaltiger. Nur sehe ich hier schon wieder die Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe, wie sie diese Nachricht jetzt wieder gegen gleiche Rechte für Homosexuelle verwenden werden. Und das ist dann armselig.


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