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  • 07.05.2013           20      Teilen:   |

Ewiggestrige im Kulturkampf

US-Republikaner: Homosexualität ist "Modetrend"

Artikelbild
Rick Perry galt 2012 bei den republikanischen Vorwahlen als Hoffnungsträger von Konservativen, verhaspelte sich aber in den Fernsehdebatten zu oft

Konservative Republikaner rufen zum Kampf gegen die Gleichstellung auf: Dieser sei wie der Kampf gegen Sklaverei, meint der texanische Gouverneur Rick Perry. Ein Fernsehprediger vergleicht Schwule sogar mit Vergewaltigern und Mördern.

Rick Perry, der frühere republikanische Präsidentschaftskandidat und Regierungschef von Texas, hat davor gewarnt, dass Homosexualität nur eine "Modetrend" und "Populärkultur" sei und die Politik deshalb dagegen vorgehen solle. Bei einem Grußwort für die evangelikale Lobbygruppe "Family Research Center" sagte der Gouverneur am Sonntag mit Blick auf die Pfadfinderorganisation "Boy Scouts of America": "Deren Werte und Prinzipien haben ein Jahrhundert lang funktioniert und jetzt kommt die Populärkultur und versucht, die Pfadfinder für einen Modetrend auseinanderzureißen. Das ist nicht in Ordnung".

Die Pfadfinder entziehen derzeit Menschen die Mitgliedschaft, wenn sie sich als Homosexuelle oder als Atheisten bzw. Agnostiker outen. In zwei Wochen will die Organisation zumindest schwulen Jugendlichen erlauben, bei den Boy Scouts mitzuwirken. Ab dem 18. Lebensjahr sollen sie aber ausgeschlossen werden (queer.de berichtete).

Selbst dieses kleine Zugeständnis geht Perry zu weit. Er forderte die Pfadfinder stattdessen auf, der "prinzipientreuen Führung" des Gouverneurs Sam Houston zu folgen, der Mitte des 19. Jahrhunderts zur Zeit des Bürgerkrieges die Geschicke des Landes leitete: Houston sei damals mit seiner Ablehnung von Sklaverei genauso gegen den Strom geschwommen wie heute jene Politiker, die Homosexualität ablehnten. Was Perry nicht erwähnt: Houston war selbst Sklavenhalter.

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Robertson: Schwule sind wie Vergewaltiger

Fernsehprediger Pat Robertson hat "unmoralische" Schwule schon für den Terroranschlag vom 11. September 2001 verantwortlich gemacht
Fernsehprediger Pat Robertson hat "unmoralische" Schwule schon für den Terroranschlag vom 11. September 2001 verantwortlich gemacht

Ein weiterer ehemaliger Präsidentschaftskandidat hat am Montag gegen Homosexuelle polemisiert: Der republikanische Fernsehprediger Pat Robertson, der unter anderem die homophobe Christian Coalition gegründet hatte, verglich in seiner TV-Show "700 Club" Schwule mit Schwerverbrechern. Er verwahrte sich gegen Vorwürfe, er verbreite Hass, wenn er auf die "Heilbarkeit" von Homosexualität hinweise: "Jeder, der Tausenden von Menschen als Pfarrer den Weg gewiesen hat, weiß sehr wohl, dass Gott die sexuelle Orientierung verändern kann. Ein Mörder kann sich verändern. Ein Vergewaltiger kann sich verändern. Ein Dieb kann sich verändern. Das sagt das Evangelium."

Robertson erreichte 1988 bei der republikanischen Vorwahlen zur Präsidentschaft den dritten Platz. Der 83-Jährige ist Chef des christlichen Fernsehsenders CBN und seit Jahrzehnten Moderator der Nachrichten- und Ratgebershow "700 Club", bei der er wiederholt Homosexuelle diffamierte. Die deutsche Version dieser Show wird im von der evangelischen Kirche mitfinanzierten Privatsender Bibel TV ausgestrahlt.

Amerikanische Homo-Gegner geraten derzeit immer mehr ins Hintertreffen, seitdem sich seit 2009 eine Mehrheit der US-Bürger für die Ehe-Öffnung ausspricht. Republikaner außerhalb des Bibelgürtels haben daher Schwierigkeiten, an ihrem homofeindlichen Kurs festzuhalten.

Besonders Jüngere sind für die Gleichberechtigung: So unterstützten laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Pew 70 Prozent der Amerikaner, die nach 1980 geboren worden sind, die Öffnung der Ehe. Beim Jahrgang 1928 bis 1945 sind es dagegen nur 31 Prozent. Deshalb haben sich die erfolgreichen rechtspopulistischen Kommentatoren Bill O'Reilly und Glenn Beck inzwischen mit der Ehe-Öffnung arrangiert. (dk)

Youtube | Pat Robertson vergleicht Homosexuelle mit Mördern und Vergewaltigern
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Tags: usa, homo-ehe, rick perry, pat robertson, boy scouts
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Reaktionen zu "US-Republikaner: Homosexualität ist "Modetrend""


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
07.05.2013
14:30:00


(+3, 5 Votes)

Von prinzipientreu


"In zwei Wochen will die Organisation zumindest schwulen Jugendlichen erlauben, bei den Boy Scouts mitzuwirken.

Selbst dieses kleine Zugeständnis geht Perry zu weit. Er fordert die Pfadfinder statt dessen auf, der "prinzipientreuen Führung" des Gouverneurs Sam Houston zu folgen."

Link zu www.spiegel.de


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#2
07.05.2013
14:30:58


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Gott, was bin ich froh, dass diese unbelehrbaren, menschenfeindlichen, kein bisschen sich selbst weiterentwickelnden Saurier aussterben. Ein Segen für die Menschheit.


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#3
07.05.2013
14:55:11


(+7, 7 Votes)

Von David77


"US-Republikaner: Homosexualität ist "Modetrend""

Das sagt gerade der richtige, der an einem "Modetrend" sowohl optisch, als auch von den Abnsichten 1978 stehengeblieben ist...

Und was Robertson angeht, er hätte wohl nichts dagegen lieber mit einem Mörder, als mit einem Schwulen im Fahrstuhl steckenzubleiben?!?


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#4
07.05.2013
15:08:24


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #1 von prinzipientreu


Was sagt uns das? Die Boy Scouts von Amerika scheinen die zweitgrößte Kinderschänder Organisation zu sein. Die größte ist die katholische Kirche, beide Organisationen haben die gleichen Vertuschungspraktiken angewendet, beide Organisationen sind christlich
geprägt. Was für Heuchlerbanden.


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#5
07.05.2013
16:06:20


(+2, 6 Votes)

Von Timm Johannes


Pat Robertson, der lebt noch ?!?! (Jahrgang 1930)

Ich dachte, der wäre schon "in der Hölle".


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#6
07.05.2013
16:06:50


(+4, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Als Gott die Dummheit verteilte, haben natürlich die US-Republikaner am lautesten gebrüllt! Sieht man ja an Perry und Robertson!


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#7
07.05.2013
16:12:25


(+7, 7 Votes)

Von mx5972
Aus Kerpen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.02.2013


Ja, sie sterben aus, aber bis dahin werden sie noch jede Menge Hass Parolen von sich geben!! Und deren Angehörige werden den "Kampf" gegen uns fortsetzen!!!

Ob die eigentlich selber glauben,was sie von sich geben???
Das ist wie der Kampf gegen die Sklaverei! Wir werden mit Vergewaltigern und Mördern auf einer Stufe gestellt. Eine Bodenlose Unverschämtheit!!!

Aber ich sage mir,der "Kampf" lohnt sich,es wird eine Generation geben die ohne Hass,Mobbing,Diskrimination aufwächst!! ( hoffe es jedenfalls)
Diese dumme Sau ( Robertson) hätten sie von der Kanzel holen müssen!! Ich würde mitmachen!!!!!!!


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#8
07.05.2013
16:36:23


(+5, 5 Votes)

Von Sebi


Aha, ein Modetrend, der so alt ist wie das Leben auf der Erde...

Und über die Vergleiche von Schwulen und Lesben mit Mördern und Vergewaltigern braucht man erst gar nicht einzugehen.


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#9
07.05.2013
16:39:17


(+5, 5 Votes)

Von Timon


Über solche religiösen Fundamentalisten und ihre wahnhafte Dummheit könnte man eigentlich nur lachen. Denn aus deren Mund kommt nur Schwachsinn, der auf extreme Dummheit schließen lässt.

Das Problem ist nur:
die haben genug, ebenso dumme, Anhänger und durch diese Masse eine gewisse Macht.


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#10
07.05.2013
17:59:28


(0, 4 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Da gibt es diese schöne Liste der Skandale, in die evangelikale Preidiger verwickelt waren. Liest sich nett und wird ständig fortgeschrieben.

Link:
en.wikipedia.org/wiki/List_of_scandals_involving_e
vangelical_Christians


Würde mich nicht wundern, wenn da demnächst mal wieder ergänzt werden muß.


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