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Amini Fonua ist der einzig offen schwule Athlet an der A&M-Universität in Texas

Obwohl er an einer der homofeindlichsten Universitäten in den USA studiert, hat Schwimmer Amini Fonua erstmals über seine Homosexualität gesprochen.

Der 23-jährige Amini Fonua hat in seiner Unizeitung sein Coming-out bekannt gegeben. Der in Neuseeland geborene Schwimmer ist bei den letzten Olympischen Sommerspielen in London für das südpazifische Königreich Tonga angetreten und gehört zu den besten Schwimmer aus Ozeanien.

Die Studentenzeitung der texanischen A&M University, an der er sich nach den Olympischen Spielen eingeschrieben hatte, beschreibt Fonua als den "wahrscheinlich einzigen offen schwulen A&M-Athleten". Die Hochschule wurde zuletzt von der angesehenen "Princeton Review" als eine der sieben US-Unis gelistet, die Schwulen und Lesben am feindlichsten gesinnt sind. Erst vergangenen Monat wollte die Unileitung eine Homo-Gruppe vom Campus entfernen, weil deren Ziele dem Christentum widersprechen würden. Das Vorhaben wurde in letzter Minute durch das Veto der Studentenvertretung verhindert.

"Homophobie existiert an jeder Uni"

Fonua erklärte in dem Artikel, er habe keine homophobe Atmosphäre in der Universität erlebt: "Ich bin es leid, meine Hochschule verteidigen zu müssen. Es handelt es sich ja nur um eine [homophobe] Minderheit", so Fonua. "Homophobie existiert an jeder Uni, nicht nur bei A&M. Es mag hier ein bisschen schlimmer sein, aber ich glaube, dass viele das Ausmaß übertreiben." Mit seinen Mitstudenten habe er keine Probleme. Es widerspreche vielmehr den moralischen Erwartungen an die Studenten, wenn er sich nicht offenbart hätte: "Ein A&M-Student lügt nicht, betrügt nicht und stiehlt nicht. Wenn man aber im Geheimen schwul ist, dann lebt man eine Lüge." An der in der Stadt College Station angesiedelten öffentlichen Universität sind rund 60.000 Studenten und Doktoranden eingeschrieben.

Fonua hatte bei den Ozeanienmeisterschaften 2012 eine Gold- und eine Bronzemedaille gewonnen. Bei den Olympischen Spielen reichte es aber über 100 Meter Brust nur für den 41. Platz.

Homosexualität im Sport ist seit dem Coming-out des NBA-Stars Jason Collins erneut ein großes Thema in den Medien (queer.de berichtete). (dk)



#1 Martin28a
#2 timpa354Ehemaliges Profil
  • 07.05.2013, 19:35h
  • Freu mich, dass er als erster den Mut zum Outing hat und hoffe das noch viele folgen.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 paren57Ehemaliges Profil
  • 07.05.2013, 22:16h
  • Ein A&M-Student lügt nicht, betrügt nicht und stiehlt nicht. Wenn man aber im Geheimen schwul ist, dann lebt man eine Lüge."

    Respekt vor dieser Haltung. Scheint sich aber noch nicht bis zur Leitung seiner Universität herumgesprochen zu haben:

    "Erst vergangenen Monat wollte die Unileitung eine Homo-Gruppe vom Campus entfernen, weil deren Ziele dem Christentum widersprechen würden."

    Das könnte man auch ein Leben in Lüge nennen. Wer eine solche menschenverachtende Haltung teilt, ist ein Mörder im Geiste. Und sollte als solcher behandelt werden. Moralisch verkommen und für die Leitungsfunktion einer humanistischen Einrichtung disqualifiziert. Irgendwo Abschaum der Menschheit. Und im Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen ein Sünder. Deswegen ab in die Hölle, je eher, desto besser.
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#5 NicoAnonym
  • 07.05.2013, 22:23h
  • Toll!

    Je mehr Leute sich outen, desto besser.

    Und gerade bei Sportlern besteht enormer Nachholbedarf.
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#6 mx5972Profil
  • 08.05.2013, 10:43hKerpen
  • Mhhh nicht schlecht!!

    OK zum Thema
    Mutig!!! Und ich hoffe er kann an der Universität bleiben! Es wäre wirklich schön,wenn ihm noch viele folgen,und ihn unterstützen würden!!!!
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