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Gouverneur Jack Markell genießt wenige Sekunden nach der Unterzeichnung des Gesetzes den Jubel der Aktivisten

In den USA geht es jetzt Schlag auf Schlag: Als elfter Bundesstaat hat Delaware die Öffnung der Ehe beschlossen.

Der von den Demokraten kontrollierte Senat des knapp eine Million Einwohner zählenden Ostküstenstaates Delaware hat am Dienstag für ein Gesetz gestimmt, das gleichgeschlechtliche Paare im Eherecht mit heterosexuellen Paaren gleichstellt. Zwölf Senatoren sprachen sich für die Öffnung der Ehe aus, neun waren dagegen. Vor zwei Wochen hatte bereits das Repräsentantenhaus zugestimmt.

Wenige Minuten nach der Entscheidung des Senates unterzeichnete der demokratische Gouverneur Jack Markell unter dem Jubel von mehreren hundert Homo-Aktivisten das Gesetz. Es wird damit am 1. Juli in Kraft treten.

Youtube | Bericht im Lokalfernsehen

Lebenspartnerschaften werden umgewandelt

Delaware hatte erst 2011 eingetragene Partnerschaften mit gleichen Rechten und Pflichten eingeführt (queer.de berichtete). Nach der Öffnung der Ehe werden diese "Civil Unions" nicht mehr angeboten und die bereits geschlossenen Verpartnerungen werden im Laufe des Jahres in Ehen umgewandelt. Sämtliche Lebenspartnerschaften, die in anderen Bundesstaaten geschlossen worden sind, werden in Delaware wie eine Ehe behandelt. Aktivisten hoffen, dass Homo-Paare auch auf Bundesebene die gleichen Rechte erhalten werden, sollte der oberste Gerichtshof den homofeindlichen "Defense of Marriage Act" für verfassungswidrig erklären (queer.de berichtete).

Gegner der Gleichstellung waren vor allem konservativ-religiöse Gruppen und die katholische Kirche. Als Zugeständnis an homofeindliche Religionsgemeinschaften dürfen Priester, die in den USA wie Standesbeamte Zivilehen schließen können, gleichgeschlechtliche Paare aus religiösen Gründen ablehnen. Allerdings müssen Unternehmen wie Blumengeschäfte oder Hochzeitsplaner Homo-Paare gleich behandeln, sonst würden sie gegen das Antidiskriminierungsgesetz des Bundesstaates verstoßen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Gouverneur von Rhode Island ein Gesetz zur Ehe-Öffnung unterzeichnet (queer.de berichtete). Damit haben jetzt elf der 50 Bundesstaaten Homosexuelle im Eherecht gleichgestellt. Außerdem dürfen Schwule und Lesben in der Hauptstadt Washington sowie in drei Indianerreservaten heiraten. In Illinois und Nevada wird derzeit über die Ehe-Öffnung im Parlament verhandelt. (dk)



#1 JoonasAnonym
  • 08.05.2013, 12:31h
  • Bravo!

    Ein weiterer Schritt auf dem Weg...

    Hoffentlich werden das jetzt immer mehr US-Staaten...

    Und in Deutschland leben wir dank der schwarz-gelben Schreckensherrschaft weiterhin im geistigen Mittelalter...
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#2 Timm JohannesAnonym
  • 08.05.2013, 12:39h
  • Eine schöne Meldung aus Delaware...ein weiterer Bundesstaat hat es also nunmehr in den USA geschafft.

    Und als nächste Bundesstaaten mit Eheöffnungen dürften Minnesota und Illinois folgen.
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#3 Foxie
  • 08.05.2013, 15:14h

  • Wie oft muss schwarzgelb noch Watsch'n aus Karlsruhe kriegen?
    Bis zu ihrer überfälligen Abwahl!
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.05.2013, 16:18h
  • Positiv: die Homoehe wurde durchgesetzt und das ist auch gut so!

    Negativ: Zugeständnisse an die homofeindlichen Religionsgemeinschaften, daß Priester leider die gleichgeschlechtlichen Paare aus religiösen Gründen ablehnen können! Das sollte unverzüglich revidiert werden!
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#5 finkAnonym
  • 08.05.2013, 18:07h
  • >"Priester, die in den USA wie Standesbeamte Zivilehen schließen können."

    es kann nicht angehen, dass offizielle zivilrechtliche aufgaben an personen übertragen werden, die offen diskriminieren. wenn diese priester den gleichheitsgrundsatz nicht teilen, der immerhin ein zentraler wert des staates ist, dann muss man ihnen eben solche offiziellen aufgaben entziehen.
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#6 Timm JohannesAnonym
#7 Timm JohannesAnonym
  • 09.05.2013, 22:09h
  • So das war interessant in Minnesota, die Debatte dort live zu verfolgen.

    Insbesondere die Rede von Helen Clark kurz vor der Abstimmung hat mir sehr gut gefallen.

    Das Ergebnis war 75 zu 59 zugunsten der Eheöffnung.

    Am Montag dann noch der Senat und dann dürfte der 12. Bundesstaat in den USA die Ehöffnung vollbracht haben.
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