Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?19171

Parade-Verbot wackelt

Dialog zwischen CDU und CSD Berlin


Die CDU will auch dieses Jahr wieder mit einem eigenen Wagen am CSD Berlin teilnehmen (Bild: LSU Berlin)

Darf die CDU an der Berliner CSD-Parade teilnehmen? Nachdem der Ausschluss der Christdemokraten scharf kritisiert worden war, trafen sich Vertreter beider Lager zu einem Gespräch.

Am Dienstagabend sind mehrere Repräsentanten von CDU und dem CSD Berlin in den Räumen des schwulen Beratungszentrums Mann-o-Meter zusammengetroffen, um über den Ausschluss der konservativen Partei von der CSD-Parade zu sprechen. Beide Lager loteb danach die "konstruktive Gesprächsatmosphäre", konnten aber noch kein endgültiges Ergebnis präsentieren. Bevor eine Entscheidung getroffen werde, soll die CDU zunächst eine schriftliche Antwort auf den Forderungskatalog der CSD-Organisatoren verfassen.

Am Gespräch nahm für die CDU unter anderem der stellvertretende Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Stefan Evers, teil und für die Veranstalter CSD-Geschäftsführer Robert Kastl. Moderiert haben die frühere Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin, Lala Süsskind, sowie Bastian Finke, der Leiter des schwulen Anti-Gewalt-Projekts Maneo.

Hintergrund: Der CSD Berlin hatte vergangenen Monat bekannt gegeben, dass die CDU wegen der homofeindlichen Politik der Bundespartei nicht mit einem eigenen CSD-Wagen auf der Parade mitfahren darf (queer.de berichtete). Bei Vertretern der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) führte das zu herber Kritik über die "undemokratische, intolerante Entscheidung".

Die Kontrahenten haben in einer gemeinsamen Erklärung die "Erfolge" der Landes-CDU gelobt, die an der Seite von Klaus Wowereits SPD regiert. Tatsächlich befürworten die Berliner Christdemokraten im Gegensatz zur Bundespartei die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern und Eheleuten im Steuerrecht. Zudem hat CDU-Justizsenator Thomas Heilmann eine Spezialabteilung für homophobe Straftaten innerhalb der Staatsanwaltschaft eingesetzt (queer.de berichtete).

"Schluss mit Sonntagsreden"

Beide Gruppen haben angekündigt, zusammen nach einer Lösung zu suchen. In der gemeinsamen Erklärung heißt es: "Beide Seiten sind sich einig, dass dem diesjährigen Motto des CSD Berlin entsprechend jetzt Maßnahmen wichtig sind." Das Motto lautet "Schluss mit Sonntagsreden!".

Der Gesprächsteilnehmer Martin Och, der Chef der LSU Ost, erklärte gegenüber queer.de, beide Seiten seien nun fortwährend in Kontakt, um einen "Mittelweg" zu finden. Er verstehe die Kritik an der CDU: "Wir wissen, dass nicht alles läuft, wie es laufen soll", so Och. Allerdings würden durch den Ausschluss diejenigen in der CDU bestraft, die sich für Homo-Rechte einsetzten.

Am Freitagabend veranstaltet die Bundestiftung Magnus Hirschfeld zum Thema eine Podiumsdiskussion unter der Überschrift: "'Wir müssen draußen bleiben!' Sind Parteienausschlüsse von CSD-Paraden der richtige Weg?" (Mehr Infos hier). Dabei sollen unter anderem der schwule CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Kaufmann, LSU-Bundeschef Alexander Vogt sowie Vertreter anderer Parteien miteinander diskutieren. Eingeladen sind auch CSD-Organisatoren aus Köln und Hamburg. Die Moderation übernimmt "taz"-Chefredakteurin Ines Pohl. (dk)

Umfrage zum Artikel

» Sollte die Union vom CSD ausgeschlossen werden?
    Ergebnis der Umfrage vom 24.4.2013 bis 30.4.2013


Petition gegen "Propaganda"-Gesetz in Moldawien

Der CSD Stuttgart hat gemeinsam mit der MCC-Kirche Stuttgart eine Petition gegen ein Verbot von Homo-"Propaganda" in Moldawien gestartet.
Hamburg: Weitere homo- und transphobe Übergriffe

In der Hansestadt erschüttern mehrere Gewalt-Attacken die Szene: Eine Transfrau und zwei heterosexuelle Männer, die offenbar für schwul gehalten wurden, sind Opfer brutaler Schläger geworden.
Merkel, Putin und Mugabe beim Hamburg Pride

Zwischenfall beim Hamburg Pride am Samstag: Bekannte Politiker aus dem In- und Ausland blockierten den Start der CSD-Parade in der Langen Reihe.
#1 m123Anonym
  • 08.05.2013, 16:10h
  • Die CDU nennt den Ausschluss vom CSD undemokratisch und intolerant.

    Dabei ist es doch die CDU, die zutiefst undemokratisch und intolerant ist, wenn sie homosexuellen Menschen weiterhin gleiche Rechte verweigert.

    Es ist typisch für religiöskonservative Arschlöcher wie die von der CDU, einem genau das vorzuwerfen was diese religiöskonservativen Arschlöcher selbst sind. Ich kenne das auch von ehemaligen Bekannten, die religiöskonservativ sind und mit denen ich nichts mehr zu tun haben möchte. Die sind über Minderheiten hergezogen bis zum Gehtnichtmehr und wenn man ihnen das vorgehalten hat, dann haben sie von einem einen respektvolleren Ton gefordert. Unglaublich...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 alexander
  • 08.05.2013, 16:29h
  • [Er verstehe die Kritik an der CDU: "Wir wissen, dass nicht alles läuft, wie es laufen soll", so Och. Allerdings würden durch den Ausschluss diejenigen in der CDU bestraft, die sich für Homo-Rechte einsetzten.] ???

    ich dachte immer , die wären "freiwillig in dieser partei"????

    auch kann ich mich nicht erinnern, das irgendwer den leutchen eine teilnahme am CSD verweigert hat! allerdings, nur unter verzicht auf ihre parteifähnchen!!! denn, genau die, haben auf dem CSD nichts zu suchen!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 KerouaclyAnonym
#5 GeorgB
  • 08.05.2013, 16:36h
  • "Tatsächlich befürworten die Berliner Christdemokraten im Gegensatz zur Bundespartei die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern und Eheleuten im Steuerrecht."

    Was sie aber nicht davon abgehalten hat, bei der Gleichstellungsabstimmung am 21.03.2013 im Bundesrat dem Land Berlin die Zustimmung zu verbieten. Also bitte keine Märchen von der ach so liberalen Berliner CDU. Wenn es um die wesentlichen Sachen geht, wissen sie genau, was die Bundespartei von ihnen erwartet und handeln auch so.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 m123Anonym
  • 08.05.2013, 16:38h
  • "Er verstehe die Kritik an der CDU: "Wir wissen, dass nicht alles läuft, wie es laufen soll", so Och. Allerdings würden durch den Ausschluss diejenigen in der CDU bestraft, die sich für Homo-Rechte einsetzten."

    Wer aus der CDU hat denn für gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Paare gestimmt??? Wer??? Ich sag's euch: NIEMAND!

    Selbst die "Wilden 13" haben größtenteils gegen gleiche Rechte gestimmt. Lasst euch nicht von der Rhetorik verarschen. Die CDU ist und bleibt der moralische Abgrund, in dem sich ein Häufchen erbärmlicher homophober Menschen ansammelt. Und die FDP (*wuff wuff*) macht als Merkels Schoßhündchen alles mit, weil sie sich an Macht und Geld weiter bereichern können will.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Foxie
#8 Lars3110
  • 08.05.2013, 16:48h
  • Ein sehr gute Schritt des Entgegenkommens seitens der CDU wäre es z.B. Erika Steinbach und Katherina Reiche aus der CDU auszuschließen.
    Das wäre für mich eine Verhandlungsbasis.
    Alles andere ist nur Opfergetue.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 luxi81Profil
  • 08.05.2013, 17:10hHamburg
  • unbedingt muss hier standhaft geblieben werden!!! das ist der einzige richtige weg um auch mal dem unmut ein gesicht zu geben.

    nach 4 jahren intoleranz, hasstriaden und homophoben selbstvermarktern werden wir denen nun doch nicht auch noch den arsch kraulen.

    beim besten willen nicht! und die angeblich sich für homorechte einsetzenden parteilinge, ziehen am ende auf bundesebene alle den schwanz wieder ein. sowas geheucheltes brauch auch nicht in unserem kampf für gleichberechtigung auftreten.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 finkAnonym