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Im Interview mit Sky Sport setzte Idrissou am letzten Montag zu einer Tirade an, die er später bedauerte. Nach Auffassung der Queer Devils, die sich mit ihm trafen, aufrichtig

Der Kaiserslauterner Spieler muss 3.000 Euro wegen unsportlichen Verhaltens zahlen. Er hatte sich bei einer Schiedsrichterschelte homophob geäußert.

Das Sportgericht des Deutschen Fußballbundes (DFB) hat den Kaiserslauterner Stürmer Mo Idrissou am Mittwoch zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro verurteilt. In einem Einzelrichterverfahren wurde ihm die Strafe nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen unsportlichen Verhaltens auferlegt.

Idrissou, der dem Urteil zustimmte, habe sich "im Anschluss an das Zweitliga-Spiel beim FC Energie Cottbus am 29. April 2013 in einem TV-Interview unsportlich geäußert", heißt es in einer Pressemitteilung des DFB dazu. Der 33-Jährige hatte sich über den Schiedsrichter aufgeregt und wörtlich gesagt: "Ich bin nicht schwul! Meine Körpersprache ist eine Männer-Körpersprache. Ich bin nicht schwul und werde auch nicht schwul sein."

Unklar ist, worin genau der DFB eine Unsportlichkeit zu erkennen glaubte. Ursprünglich war von Ermittlungen aufgrund einer Schiedsrichterbeleidigung die Rede. "Das ist sein Problem. Ich bin nicht der einzigste, der über diesen Schiri schlecht redet", hatte er seiner Tirade noch angefügt.

Verharmlosung durch Verein

Der Spieler aus Kamerun hatte sich in den Tagen danach mehrfach entschuldigt und sich am Freitag mit Vertretern des schwul-lesbischen Fanclubs des Vereins, den Queer Devils, getroffen (queer.de berichtete). Seine Aussagen seien nicht schwulenfeindlich gemeint gewesen: "Das sollte so nicht rüberkommen. Wenn das der Fall war, dann tut mir das leid."

Im Zuge der Empörung war auch der Verein in Kritik geraten: Dieser hatte in einer ersten Pressemitteilung die Sprüche des Spielers verhamlost – worauf er eine Homo-Gurke von queer.de verliehen bekam (queer.de berichtete). Auch spätere Pressemitteilungen enthielten kein klares eigenes Statement gegen Homophobie. "Das ist nicht Bundesliga-tauglich gewesen, lieber FCK!", kommentierte QFF, der Zusammenschluss der homosexuellen Fanclubs.

FCK-Pressesprecher Christian Gruber sagte am Wochenende gegenüber queer.de, die Aussagen von Idrissou hätten einen "diskriminierenden Touch" gehabt und dürften nicht passieren. "Das ist ihm auch so gesagt worden." Natürlich kämpfe man gegen Homophobie an, so Gruber. (nb)



#1 TheDadProfil
  • 08.05.2013, 19:22hHannover
  • Kuck an..

    Doch so viel ?

    Und keine Spiel-Sperre ?

    Hoffentlich geht das Geld wenigstens in die Nachwuchsförderung, damit wir uns auch in Zukunft wieder so vortrefflich aufregen können..
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#2 JadugharProfil
  • 08.05.2013, 19:31hHamburg
  • "Ich bin nicht schwul! Meine Körpersprache ist eine Männer-Körpersprache. Ich bin nicht schwul und werde auch nicht schwul sein."

    Diese Aussagen klingen für mich nicht homophob, sondern eher nach einer Verteidigung, daß eventuell der Schiedsrichter ihn als Schwulen beschimpft hat. So ist eher der Schiedsrichter wohl homophob. Auch der Satz "Meine Körpersprache ist eine Männer-Körpersprache." ist nicht unbedingt homophob, wenn der Schiedsrichter ihn auf seine Bewegungsart angesprochen hat. Leider wird nicht berichtet, was der Schiedrichter gesagt. Der letzte Satz "Ich bin nicht schwul und werde auch nicht schwul sein." ist auch nicht homophob, weil das ist wahr. Eine sexuelle Orientierung kann nicht verändert werden. Mir ist nicht klar, wo in diesen Aussagen etwas homophobes vorhanden ist. Hat der Schiedsrichter ihn als Schwuchtel beschimpft? Dann wäre so eine Verteidigung nur logisch!
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#3 gniwerjProfil
  • 08.05.2013, 19:56hdortmund
  • Antwort auf #1 von TheDad
  • "Kuck an.. Doch so viel ?"

    Warum denn mehr? Sicher könnte er mehr zahlen, weil er auch mehr verdient. Aber Urteile des DFB-Gerichtes dienen doch in erster Linie dazu, ein statement zu setzen und nicht, jemanden in den finanziellen Ruin zu treiben.

    "Und keine Spiel-Sperre ?"

    Warum eine Spiel-Sperre? Sperren werden für "Vergehen" IM Spiel ausgesprochen, nicht für Bemerkungen in interviews nach dem Spiel.

    "Hoffentlich geht das Geld wenigstens in die Nachwuchsförderung, damit wir uns auch in Zukunft wieder so vortrefflich aufregen können.."

    Was wäre an Jugendförderung denn so negativ? Ist doch toll. Ich seh' da keinen Grund zur Aufregung.
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#4 anomeAnonym
#5 m123Anonym
  • 08.05.2013, 20:21h
  • Ich finde es hat schon einen homophoben Beiklang, weil er schwul als "nicht richtig männlich" dargestellt hat und als etwas was man "wird" und nicht "ist". Das ist sehr wohl beleidigend gegenüber homosexuellen Männern. Oder wie würdet ihr es empfinden wenn euch jemand ins Gesicht sagen würde "Ich bin nicht schwul geworden wie du, denn ich bin ein richtiger Mann." Da würdet ihr euch doch auch aufgrund eures Schwulseins abgewertet fühlen, oder? Ich jedenfalls würde mich abgewertet fühlen. Ich empfinde mich nämlich als richtigen Mann, der sich sein Schwulsein nicht ausgesucht hat.

    Der Schiedsrichter hat einfach nur gesagt ihm gefalle seine Körpersprache nicht, weil er sich über eine Entscheidung des Schiedsrichters mit aggressiver Körpersprache aufgeregt hat. Idrissou hat sich daraufhin offenbar in seiner Männlichkeit angegriffen gefühlt (vielleicht auch weil er das vom Schiri falsch verstanden hat, denn er ist ja kein Muttersprachler) und versucht einen Kontrast zu setzen und sich von etwas "unmännlichem", nämlich Schwulsein, abzugrenzen. Das Problem ist, dass Schwulsein nichts unmännliches ist und es eine Beleidigung gegenüber Schwulen darstellt sie als unmännlich darzustellen, und das in keinster Weise was mit der Entscheidungssituation des Schiris zu tun hat. Mit Schwulsein hatte der Konflikt mit dem Schiri nix zu tun, aber Idrissou hat schwul in diesem Zusammenhang negativ eingebracht. Und das IST homophob.

    Wenn er beispielsweise gesagt hätte "Ich bin kein Jude, meine Körpersprache ist eine richtige Männerkörpersprache", dann wäre das auch eine Beleidigung gegenüber Juden und judenfeindlich gewesen.
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#6 tkrdiAnonym
  • 08.05.2013, 20:23h
  • Antwort auf #2 von Jadughar
  • schwule sind genauso männer wie heteros es sind.
    es gibt keinen grund schwulsein pauschal mit "unmännlich" gleichzusetzen.

    "Ich bin nicht schwul! Meine Körpersprache ist eine Männer-Körpersprache . Ich bin nicht schwul und werde auch nicht schwul sein."

    es gibt schwule sportler die haben eine ausgeprägtere "männer- körpersprache" als er.
    er darf eine gruppe nicht verpauschalisieren, eine gruppe die in ihrer "körpersprache" nicht einheitlich agiert.

    daher ist seine aussage homophob.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.05.2013, 21:33h
  • Die Strafe ist ein Witz! Die Geldstrafe hätte in dem Fall deutlich höher ausfallen müssen! Außerdem ist eine Spielsperre bis Saisonende auch sehr passend gewesen! Der DFB ist viel zu lasch!
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#8 WaschbärAnonym
  • 08.05.2013, 21:36h
  • Also dass seine Aussage durchaus Homophob war, ich glaub das wurde doch im letzten Artikel schon ausführlich genug besprochen oder?

    Viel wichtiger finde ich, dass er sich entschuldigt hat und dass es ihm (und ich glaube ihm auch, dass er es ernst meint!) offensichtlich leid tut. Wäre dass nicht evtl. ein Grund ihm seinen Fehltritt zu verzeihen und ihm ne 2. Chance zu geben anstatt eine "noch härtere" Strafe zu fordern?
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#9 TheDadProfil
  • 08.05.2013, 22:07hHannover
  • Antwort auf #2 von Jadughar
  • Ziemlich weit hergeholt..

    Die "Ansprache" des Schiedrichters lautete eher :

    "Ihre harte Körpersprache gefällt mir nicht, Sie gehen zu hart an den Gegner..
    Noch so eine Attacke, und Sie gehen vorzeitig Duschen"..

    So ähnlich steht das Ganze nämlich auch im Lehrbuch des DFB..

    Das Spieler wie Idrissou dann daraus entnehmen, das eine andere, weichere Körpersprache, eine weniger harte Attacke an den Gegner etwas schwules wäre, ist sehr wahrscheinlich..

    Das ein Schiedsrichter sich in der Art äußert das es als homophober Spruch zu werten sei, ist noch nicht vorgekommen..
    Bei Spielern allerdings schon häufiger..

    Insgesamt hat es mit der Grundsätzlichkeit zu tun das es in einigen "Fan-Gruppen" usus ist Spieler die nicht hart genug an den Gegner rangehen als Weicheier und Schwule zu verhöhnen..

    Wie bereits im anderem Thread zur Thematik angemerkt, die Spieler sind eigentlich nicht das Problem, sondern die Vereine die solche Interview´s zulassen, und vor allem die "Fan-Gruppen" die glauben sie müßten mit dummen Sprüchen die Partie anheizen..
    Allen voran Fan-Gruppen die sich als Hooligan´s generieren und all zu gerne außerhalb der Stadien zu Gewalttaten bereit sind, wenn die "falschen" Mannschaten aufeinander treffen..

    Solche Leute sind keine Fan´s und gehören mit Stadionverboten belegt..
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#10 TheDadProfil
  • 08.05.2013, 22:11hHannover
  • Antwort auf #3 von gniwerj
  • Erstens war das mit der Nachwuchsförderung Ironie, und 2. gab es die DFB-Strafe nicht für das Interview, sondern dafür das er den gleichen Spruch an den Schiedsrichter gerichtet hat..

    Ein Spielvergehen im klassischem Sinne, weil er zuvor bereits Gelb wegen "meckern´s" erhalten hatte..

    Lest ihr eigentlich die Artikel nicht ?

    -tze-
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