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Der LSVD-Landesverband beim CSD Rostock 2012 (Bild: Gaymeinsam e.V.)

Die Ehe-Öffnung sei auch unter Homosexuellen umstritten, argumentiert der Landesverband in Schwerin.

Der LSVD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Gaymeinsam e.V., hat die Entscheidung der Berliner CSD-Veranstalter, die CDU von der diesjährigen Parade auszuschließen, scharf kritisiert. "Ein Ausschluss der CDU ist nicht problemlösungsorientiert", heißt es in einer Pressemitteilung vom Freitag.

Vielmehr sollten die Veranstalter das Gespräch mit den Verantwortlichen in der CDU suchen und aufklärend wirken, forderte der LSVD-Landesvorsitzende Sascha Priebe. Selbst unter Homosexuellen sei zudem die Öffnung der Ehe umstritten. "Meinungsvielfalt bedeutet auch, andere Meinungen zu respektieren und vielmehr durch Information und Aufklärung ein Umdenken in der CDU zum Thema Gleichstellung zu erreichen."

Der LSVD Mecklenburg-Vorpommern begrüßte es, dass die CSDs in Rostock und Schwerin keinen Ausschluss der Union beschlossen haben. "Vielmehr würden sich beide Veranstalter freuen, wenn die CDU an der Parade und dem anschließenden Straßenfest in Rostock und Schwerin teilnehmen würde." (cw)

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#1 finkAnonym
  • 09.05.2013, 15:41h
  • der vorsitzende des dortigen lsvd-landesverbandes, sascha priebe, ist gleichzeitig vorsitzender des fdp-kreisverbandes schwerin.

    noch fragen?
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#2 Side-FX23Anonym
  • 09.05.2013, 15:46h
  • "Meinungsvielfalt bedeutet auch, andere Meinungen zu respektieren und vielmehr durch Information und Aufklärung ein Umdenken in der CDU zum Thema Gleichstellung zu erreichen."

    Wovon träumen die denn? Ich glaube, dass man das schon seit Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetz auf jeder CSD-Veranstaltung versucht hat. Also seit nunmehr 20 Jahren! Irgendwie hat das aber bis heute nicht funktioniert und die homophoben Töne aus der CDU nehmen so langsam Formen an, die stark an nationalsozialistischem Gedankengut erinnern. Ich würde einen generellen Ausschluss der CDU von ALLEN CSD's in Deutschland mittlerweile mehr als befürworten. ES REICHT! Immer dieses anbiedern an eine Partei, die im Grundkern gegen eine freie Gesellschaft ist, kotzt einen doch nur noch an! Die NPD oder die DVU werden doch auch nicht auf einem CSD hofiert, damit diese Wahlwerbung machen können! Waffenhändler werden ja auch nicht zum Ostermarsch eingeladen! Ich kann diese Kritik seitens des LSVD Meck-Pomm nicht nachvollziehen. Man kann es aber auch mit dem Schmusekurs "Wir haben alle lieb, egal wie bescheuert die sind" übertreiben. Irgendwo muss man auch Grenzen setzen und mal den Mund aufmachen! Ich kann nur sagen: Hut ab, CSD Berlin, für so viel Courage! Aber wie man hört, knicken die ja auch schon wieder ein...
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#3 Sveni MausiAnonym
  • 09.05.2013, 16:18h
  • Es gibt Menschen, die freiwillig Sex-Sklaven sind, soll das nun heißen, das auch Sklaverei okay ist?

    Was für ein Quatsch!
    Es soll ja eine Gleichstellung geben, nicht Schwule zur Ehe gezwungen werden.
    Die Eheöffnung ist somit nicht umstritten.

    Einige Homosexuelle scheinen die Opferrolle zu brauchen, aber das sind wenige, die wohl in unserer Szene auch keine politisch-relevante Minderheit bilden.
    Die Ehe ansich ist sehr umstritten, auch bei den Heteros! Das ist aber kein Grund zu behaupten, Homosexuelle sind gerne Menschen 2. Klasse. So lange es eine Ehe gibt, die Heteros besser stellt als Homos, wird niemand, der für Menschenrechte einsteht, die Eheöffnung ausschließen. (lediglich aus politischem Kalkül)
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#4 bastapapsta
  • 09.05.2013, 16:32h
  • "Vielmehr sollten die Veranstalter das Gespräch mit den Verantwortlichen in der CDU suchen und aufklärend wirken".

    Das haben sie doch schon seit Jahren gesucht und die CDU hat immer wieder die Ohren auf Durchzug gestellt. Wenn man 10,15 Jahre lang immer das Gespräch sucht und immer wieder zrückgewiesen wird, merkt man gezwungenermaßen, dass man (allein) damit leider nicht weiter kommt.

    Der CSD, der bei mir am Nächsten ist, ist der Kölner CSD, der die CDU mitlaufen lässt. Ich selbst stelle mir die Ehe (ob Hetero oder Homo) als nicht erstrebenswert vor. Aber wenn sich Menschen dafür entscheiden hat jeder das recht gleich und fair behandelt zu werden. Die CDU lehnt eine fäire Behandlung immer wieder ab. ich habe das hier letztens anhand von einem Beispiel erklärt. Die CDU auf dem CSD wäre das gleiche wie ein fleischverarbeitender Konzern, der mit einem Wagen auf einer Demo von Veganner/ Vegetariern für die vegetarische, vegane Lebensweise wirbt.

    Gerade in Köln sind im sozialen Bereich viele staatlich subventionierten "Träger" katholisch und grenzen schwul oder lesbische Arbeitnehmer aus. Es ist des Öfteren vorgekommen, dass schwul/lesbische Arbeitnehmer die eine gleichgeschlechtlische Ehe eingehen gekündigt wurden. An solch einer Politik hält die CDU fest. Ich habe eine Ausbildung im sozialen Bereich absolviert. Wenn man in einer alternativen Lebensweise lebt oder kein Mitglied in der Kirche ist, wird man aufgrund seiner Religiösität oder sex. Orientierung diskriminiert. An solch einer Politik hält die CDU krampfhaft fest. Mir vergeht daher die Lust, auf den Kölner CSD zu gehen, weil es dort scheinbar keinen Inhalt (mehr) gibt.... Fühle mich hier mittlerweile nicht mehr wohl und überllege daher nach Belin umzuziehen. Einige Leute, die die Nase voll haben, haben dies bereits gemacht ( da weniger kirchliche "Träger" dort ansässig sind). Dies muß aber nicht sein, wenn man vor Ort den Leuten, die diese Diskriminierung beibehalten wollen, die rote Karte zeigt.
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#5 NielloProfil
  • 09.05.2013, 16:51hDarmstadt
  • Da kann ich wirklich nur den Kopf schütteln. Scheinbar ist es doch so, dass wenn man nie im Genuß voller Rechte war, diesen Zustand auch nicht allzu schlimm findet.

    Wie wäre es, wenn Schwule und Lesben schon immer die Ehe hätten eingehen dürfen und die Union hätte uns die Rechte aberkannt. Würde der LSVD sich dann über einen Ausschluß der Partei auch so aufregen?!

    Was man von Ehe hält, ist jedem selbst überlassen. Aber wir reden hier um Ungleichbehandlung. Um Diskriminierung. Um Populismus der übelsten Form.

    Diskriminierung muss man NICHT tolerieren. Man sollte ihr auber auf gar keinen Fall noch eine Bühne zur Eigenwerbung schenken.

    Ich bin nur ehrlich fassungslos, wie der LSVD hier auftritt. Und jetzt gar damit argumentiert, das Homosexuelle ja auch nicht alle die Eheöffnung wollten. Kämpfen wir hier eigentlich für die gleiche Sache?
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.05.2013, 16:57h
  • Jeder hat sein Recht auf freie Meinungsäußerung, da gehört auch der LSVD Meck-Pomm dazu!
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#7 timpa354Ehemaliges Profil
  • 09.05.2013, 19:08h
  • Antwort auf #4 von bastapapsta
  • Bravo, ich finde es auch unerträglich, dass die CDU es geschafft Arbeitnehmer ihrer Rechte zu berauben, indem sie Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser einfach der katholischen Kirche überlassen hat und damit viele, viele Menschen diesen scheinheiligen Heuchlern zum Frass vorgeworfen hat. Hinzu kommt das wir Steuerzahler diesen Ausverkauf unserer Arbeitnehmerrechte auch noch finanzieren. Wenn das nicht pervers ist.
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#8 alexander
  • 09.05.2013, 21:33h
  • Antwort auf #1 von fink
  • [sascha priebe, ist gleichzeitig vorsitzender des fdp-kreisverbandes schwerin.]
    danke dir für diese info!
    jetzt würde mich nur noch interessieren, ob er diesen job "ehrenamtlich", also "gebührenfrei" erledigt??? was mich sehr wundern würde!

    wenn die politische situation nicht so unsäglich, geradezu unsittlich, unappetitlich wäre, könnte man ja darüber hinwegsehen, aber dieser lackel braucht seinen auftritt!!!
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#9 Aus Bad HomburgAnonym
  • 11.05.2013, 16:29h
  • Es ist schon bemerkenswert, daß es eben die Schwule in so einem Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern sind, die die Entscheidung des Berliner CSD jetzt so klar und stark kritisieren. Sollten sie über soviel von Mut (oder Frechheit) der Berliner eigentlich sehr froh sein ("schau mal, zumindest die wagen das, was wir nie wagen werden") ? Aber nein, ganz im Gegenteil. Wenn man in einer (im besten Fall "schwulneutralen") Provinz unter ständiger Bedrohung von NPD lebt, da sieht man die "Sorgen" einer liberalen Metropole wohl mit etwas anderen Augen. Und wenn dazu noch eine gewisse historische Erfahrung kommt, dann weiß man sehr wohl, was die Wörter "Diskriminierung", "Ausschluss" und "Meinungsfreiheit" wirklich bedeuten. Oder bedeuten können.
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#10 finkAnonym