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Die Statur "Mutter Heimat ruft" erinnert das heutige Wolgograd an die Schlacht von Stalingrad (Bild: Wiki Commons / volganet.ru / CC-BY-SA-3.0)

In der russischen Großstadt wurde die verstümmelte Leiche eines 23-Jährigen gefunden. Es handelt sich offenbar um ein Hassverbrechen.

In Wolgograd hat die Polizei mehrere Verdächtige verhaftet, denen vorgeworfen wird, in der Nacht zum Freitag einen jungen Mann brutal getötet zu haben. Medienberichte zufolge gaben die mutmaßlichen Täter an, sie hätten sich an der sexuellen Orientierung des Mannes gestört.

Die Leiche des 23-Jährigen war am Freitag morgen von Passanten in einem Innenhof gefunden worden, die Polizei konnte zwei Männer in der Nähe des Tatorts festnehmen und hat Ermittlungen wegen Mordes aufgenommen.

Die mutmaßlichen Täter – nach ersten Ermittlungen der Polizei insgesamt vier junge Männer – schlugen Medienberichten zufolge auf den Mann ein, vergewaltigten ihn mit einer Flasche, zerschlugen seinen Kopf mit einem Stein und verstümmelten seine Genitalien.

Die Männer hatten zuvor an den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg teilgenommen, die in Wolgograd in einem nächtlichen Feuerwerk endeten. Ein Ermittler gab an, ein Mann habe die Tat gestanden und gesagt, man habe sich durch die sexuelle Orientierung des 23-Jährigen in den patriotischen Gefühlen gestört gefühlt.

Die Gruppe soll zuvor durch homophobe Sprüche auf T-Shirts aufgefallen sein. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. (nb)

 Update  12.5., 8.50h: Neue Details
Bei den Festgenommenen soll es sich russischen Medienberichten zufolge um Freunde des Opfers handeln, einen 22-Jährigen und einen 27-Jährigen. Eine dritte Person gilt als Zeuge. Zu viert habe man an dem Abend gefeiert und viel getrunken, als sich das spätere Opfer als schwul geoutet habe.

Die Festgenommenen hätten schon früher Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung attackiert, heißt es, und seien wegen Diebstählen vorbestraft. Sie bleiben in Untersuchungshaft und sollen wegen Mordes angeklagt werden.

Das Opfer wurde nach einem Bericht von v1.ru mehrfach geschlagen und getreten, ihm wurden hintereinander drei Bierflaschen eingeführt und ihm wurden mit einem Messer zahlreiche Verletzungen zugefügt, darunter im Genitalbereich. Der bewusstlose Mann wurde dann unter einen Karton gelegt und dieser angezündet. Dann flüchteten die Männer; nach einer Diskussion, ob das Opfer die Tat überleben und darüber berichten könnte, kehrten sie allerdings zum Tatort zurück und schlugen mit einem schweren Stein acht Mal auf den Kopf des Mannes.



#1 MeineFresseAnonym
  • 11.05.2013, 14:13h
  • Wahrscheinlich braucht man deshalb Schwule als Perverse.
    Damit man seine eigenen pathologisch-sadistischen kranken Perversionen an jemandem abarbeiten kann und sich selbst trotzdem noch auf der normalen, gesunden, guten, gerechten Seite wähnen kann.
    Ich muss gerade echt weinen. Diese Hilflosigkeit macht einen fertig.

    ich wünschte, Gesetze würden so angepasst werden, dass den Tätern zu 100% dasselbe zugefügt wird wie das was sie ihren Opfern zugefügt haben. Das wäre wirklich eine abschreckende Wirkung. Barbarisch aber offenbar funktionieren die bisherigen Strafen bei vielen ja nicht.
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#2 timpa354Ehemaliges Profil
  • 11.05.2013, 14:27h
  • Na, da können sich doch Putin und die russisch orthodoxe Kirche die Hände reiben, denn das ist doch genau das, was diese Volksverhetzer wollen. Für Verlierer der Gesellschaft ist das doch ein Freibrief ihren primitiven Instinkten nachzugeben. Ich wette von solchen Übergriffen träumt die katholische Kirche auch. Ich meine wer sich gemein macht mit Rechtsradikalen, der nimmt auch Tote in Kauf .
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#3 hypathiaProfil
  • 11.05.2013, 14:31hBaden
  • Jeder einzelne Mord an Homosexuellen geht auf das Konto Putins!!!
    Der sollte wegen Anstiftung oder Beihilfe gleich mitangeklagt werden.
    Mir ist natürlich klar, dass man ihm weder das eine noch das andere nachweisen kann, aber moralisch ist er auf alle Fälle mitverantwortlich für solche Verbrechen!
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#4 StretchingmasterProfil
  • 11.05.2013, 14:47hEssen / Holsterhausen
  • Total traurig. Aber, nach dem was in den letzten Monaten von Putin und Konsorten beschlossen wurde, nur eine Frage der Zeit.

    Und da es ja "nur" ein Homosexueller war wird die Strafe für die Täter sehr sehr gering ausfallen. Wenn sie denn überhaupt ins Gefängnis müssen. Denn die Religion wird ja in Russland noch sehr hoch geschrieben.
    Ich glaube nicht das die Täter ins Arbeitslager müssen wie die Sängerinnnen von Pussy Riot. Die haben ja schließlich Putin verbal angegriffen. Da ist doch ein tätlicher Angriff auf einen Schwulen nichts dagegen. So fürchte ich.

    Hoffen wir das die Täter ihrer gerechten Strafe nicht entgehen...

    Schönen Tag noch
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#5 MeineFresseAnonym
  • 11.05.2013, 15:17h
  • Antwort auf #2 von timpa354
  • Das ist nicht primitiv, das ist geisteskrank und pervers.
    Es ging ihnen ja nicht "nur" darum, ihn zu töten. Es ging ihnen darum, ihn auf alle erdenklichen "kreativen" Arten zu quälen zum eigenen Lustgewinn. Denn ohne etwas Positives davon zu haben, tut man sowas nicht.
    Mit Primitivität allein ist das nicht zu erklären.
    KZ-Ärzte und -aufseher waren auch nicht einfach "primitiv".
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#6 timpa354Ehemaliges Profil
  • 11.05.2013, 15:20h
  • Da nehmen vier junge Männer an einer Siegesfeier teil und sind gleichzeitig so feige mit vier Mann auf einen einzigen loszugehen und ihn umzubringen, wie Paradox,Für mich Ausdruck dafür was sich für ein versoffenes, feiges Pack in Russland breitmacht.Wenn solche Menschen die Zukunft Russlands sein sollen, dann sieht es finster aus für dieses Land.
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#7 mx5972Profil
  • 11.05.2013, 15:33hKerpen
  • Traurig und Sprachlos....

    In Südafrika wurden Homosexuelle zu Tode gefoltert
    In der Weltstadt Russland jetzt ein Homosexueller brutal ermordet.......

    Und, wen haben WIR das alles zu verdanken???
    Politik und diese verdammte Kirche!!!

    Warum denken manche ( Ich möchte jetzt nicht Menschen schreiben!) nicht einfach mal logisch nach!! Ist wirklich nicht schwer!!!!
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#8 Tim_ChrisProfil
  • 11.05.2013, 15:37hBremen
  • Ich bin total erschüttert und entsetzt, über das, was diesem jungen Mann passiert ist. Da sieht man, wohin Putins Gesetzgebung führt.
    Mein ganzes Mitgefühl gilt der Familie des Opfers. Ich hoffe für sie, und auch für das 23-jährige Opfer selbst, dass diese Schweine eine angemessene Strafe erhalten.
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#9 EnyyoAnonym
  • 11.05.2013, 15:49h
  • Antwort auf #8 von Tim_Chris
  • Bitte nicht solch widerliche Menschen mit intelligenten und friedfertigen Tieren gleich setzen!

    Schweine sind zu so etwas Entsetzlichem nicht fähig, wenn sie sich in Gefangenschaft gegenseitig verletzen liegt das nur an ihrer grausamen Unterbringung - durch Menschen.

    Manchmal möchte man wirklich nicht mehr zu dieser Spezies gehören - was den armen Kerl aus Wolgograd angeht, ist ihm nur zu wünschen, dass es schnell vorbei war.

    Wie oben schon geschrieben: Schuld hat vor allem die Kirche und natürlich auch Putin - für deren gerechte Strafe können wir nur hoffen, den aktiven Tätern dieses Falles wird wahrscheinlich kein allzu strenger Prozess gemacht - fair kann der sowieso kaum sein.

    Ob auch unsere Regierung solche Meldungen bekommt? In den Mainstreammedien tauchen solche Berichte ja leider kaum auf...
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#10 finkAnonym
  • 11.05.2013, 15:58h
  • Antwort auf #5 von MeineFresse
  • ich bin auch entsetzt. wie schrecklich, dass menschen zu so etwas in der lage sind! es ist tief erschütternd, das zu lesen.

    und ich stimme dir zu: da ist nicht einfach nur der zivilisatorische deckel hochgegangen, da muss schon einiges an pathologischem sadismus beteiligt sein.

    allerdings: die strukturelle homphobie, die regierung und kirche zur zeit wieder massiv verstärken, ist der katalysator, der es ermöglicht hat, diesen sadismus auf ein vollkommen unschuldiges opfer zu lenken und das auch noch für gerechtfertigt zu halten.
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