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Der ehemalige Tagesschau-Sprecher Wilhelm Wieben und Drag-Queen Olivia Jones eröffnen am Montag die so genannte "1-Euro-Aktion" in der Hauptkirche St. Petri in Hamburg. Damit sammelt die evangelische Kirche für die Homo-Ausstellung "Von Klappen und Nestern". Im Mai nächsten Jahres soll die Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte beginnen.

"Wenn jede und jeder im Gottesdienst auch nur einen Euro spendet, kann die Ausstellung realisiert werden", meint Elisabeth Lugner, Alt-Präsidentin der evangelischen Landessynode. Parallel zur "1-Euro-Aktion" in den Kirchen werden auch Spenden in der schwul-lesbischen Community gesammelt.

Die Ausstellung soll das gesamte 20. Jahrhundert umfassen: Am Anfang steht die Emanzipation von Schwulen und Lesben in den 20er Jahren mit ihren Bars, Vereinen und kulturellen Aktivitäten; ein Leben, das mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ein jähes Ende findet. In den 50ern und 60ern bestimmte die Strafverfolgung das Leben vor allem der Schwulen – die Bundesrepublik beließ den Paragrafen 175 in der Nazifassung bis 1969 im Strafgesetzbuch. Danach ging es dann Schlag auf Schlag: Seit 1980 feiern die Hamburger den Christopher Street Day und das schwul-lesbische Leben wurde öffentlich – insbesondere in der Langen Reihe, Hamburgs Homo-Meile.

Vorbereitet wird die Ausstellung von freundschaften e.V.; der Verein hat über drei Jahre die Geschichte von Schwulen und Lesben in der Hansestadt recherchiert. Die Macher wollen kein Papptafel-Feeling aufkommen lassen. Die Ausstellung soll durchgehend multimedial sein. Besucher sollen sich auf Bildschirmen Interviews mit Zeitzeugen ansehen, an PC-Terminals nach Hintergrundinformationen suchen oder im interaktiven Stadtplan wandeln. Foto- und Texttafeln sowie historische Exponate wie Flugblätter oder Kleidungsstücke sollen die Ausstellung abrunden.

24. Oktober, 15:01