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| Eurovision Song Contest
  • 14.05.2013           4      Teilen:   |

Eurovision 2013 Halbfinale 1: Das sind die Teilnehmer

Artikelbild
Rap im Astronautenkostüm aus Montenegro. Solche Schätze sind beim Grand Prix inzwischen den Halbfinals vorbehalten. (Bild: EBU)

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Übersicht aller Finalteinehmer


Unser ESC-Experte Jan Gebauer stellt euch die 16 Songs des ersten Halbfinales vor und wagt eine Prognose, wer den Sprung ins Finale schafft.

Das erste Halbfinale des Eurovison Song Contest in Mälmö läuft heute ab 21 Uhr auf Einsfestival und im Live-Stream auf eurovision.de, eine Wiederholung gibt es ab Mitternacht im NDR. Als Kommentator ist natürlich wieder Peter Urban am Mikrofon. Jan Gebauer, Eurovision-Experte von queer.de, bietet hier eine Übersicht der Kandidaten. Mehr zu Proben, Interviews und Party-Geflüster in unserem Live-Blog, dort gibt es auch während der Show Anmerkungen.

1. Österreich: Nach dem letztjährigen Debakel (die wenigsten Punkte in beiden Halbfinalen) dürfen unsere Nachbarn das erste Semi mit der stimmgewaltigen Sängerin Natália Kelly eröffnen. Blitzsauber produzierter Pop; keine große Show, dafür volle Konzentration auf die Stimme und Ausstrahlung Natálias. Das hat allemal gute Chancen auf den Einzug ins Finale – zumal die Sängerin bislang einen durchweg sympathischen wie überzeugenden Eindruck in Malmö hinterlässt.

2. Estland: Birgit Õigemeel ("Et uus saaks alguse") hat wie Natália Kelly eine schöne Stimme und setzt ebenso auf eine sehr reduzierte Bühnenperformance mit Windmaschine zu Beginn. Ein strahlend weißes Kleid, die ungewöhnliche estnische Sprache und eine melodische Wohlfühl-Ballade mit leidenschaftlichem Abgang hinterlassen insgesamt einen sehr guten Eindruck. In den Wetten bislang nicht sonderlich hoch gehandelt, könnte die wunderbare Birgit für eine Überraschung gut sein!

3. Slowenien: Nach dem eher ruhigen Start geht es mit der Amerikanerin Hannah Mancini (nicht verwandt mit dem Filmkomponisten Henry) schnurstracks in die Großraumdisco. Der Dubstep-infizierte Song "Straight Into Love" geht ordentlich nach vorne und wird auf der Bühne recht düster präsentiert. Hannah hatte bei der Probe stimmliche Probleme, dafür hüpften ihre drei Tänzer routiniert um sie herum. Der Song geht sofort ins Ohr, bis zur Live-Show müssen die Slowenen aber noch eine Schüppe drauflegen.

4. Kroatien: Nach etlichen Flops in Folge soll in diesem Jahr die Folklore-Kapelle Klapa s mora mit "Mižerja" die Ehre der Kroaten rechnen. Der schunkelige Adria-Schlager fällt nicht nur outfittechnisch völlig aus dem Rahmen und könnte auf dem Balkan bzw. im Osten einige Punkte sammeln. Leider wirkt das Ensemble auf der Bühne recht bieder und allzu statisch, punktet also in erster Linie nur mit den zweifellos guten Stimmen. Zu wenig, um damit endlich mal wieder das Finale zu erreichen.

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Dänemark gilt als Favorit - Quelle: EBU
Dänemark gilt als Favorit (Bild: EBU)

5. Dänemark: Emmelie de Forest gehört mit "Only Teardrops" zu den absoluten Top-Favoriten des diesjährigen Wettbewerbs, viele prognostizieren sogar, dass es im nächsten Jahr nach Kopenhagen gehen könnte. Ein wahrlich schöner Pop-Song mit äußerst prägnanter Flötenlinie, der von Emmelie bei den Proben bislang sehr überzeugend dargeboten wurde. Pluspunkte: Die schicken Trommler und der Feuerregen am Schluss! Der Sprung ins Finale gilt als gesichert.

6. Russland: Die Omis mit ihrem strunzblöden Song aus dem letzten Jahr sind noch gut in Erinnerung, dagegen schippert die Weltverbesserungshymne "What If" von Dina Garipowa in klassischem Eurovisionsfahrwasser. Die Schnulze à la Diane Warren ist zwar gut, wird aber leider blutarm auf der Bühne dargeboten, hinzu kommt eine lustlose "Ballnummer", die wohl den ersten Schritt für das Zugehen auf andere Menschen symbolisieren soll. "A Message to Your Heart" könnte man sagen, leider allzu bemüht und kalkuliert. Dennoch gilt der Finaleinzug als sicher, denn die Russen verpassten es seit 1999 nicht mehr und da setzten sie freiwillig aus.

7. Ukraine: Die Auswahl der Ukraine aus dramaturgischen Gründen direkt hinter Nachbar Russland überrascht. Zlata Ognevichs "Gravity" gehört zum Favoritenkreis: Kein Wunder, der Song klingt zwar modern, verschreckt aber auch konservative Ohren nicht, zudem ist Zlata eine gute Sängerin. Allerdings sind die Ukrainer ja nicht dafür bekannt, sich nur auf Weib und Gesang zu verlassen (wir erinnern uns u. a. an die Sandshoweinlage 2011) und deshalb wird Zlata von einem 2,58 Meter großen Riesen namens Igor auf die Bühne getragen. Eine mehr als unnötige Einlage. Noch nicht bekannt ist, welches Kleid Zlata im Halbfinale trägt, denn auch dies soll ein optisches Highlight sein, sofern es sich nicht um den farbenfrohen Folienfummel aus der zweiten Probe handelt. Finale, oh, oh…

8. Niederlande: Noch eine Ballade, noch ein Beitrag aus dem erweiterten Favoritenkreis. Die Kritiker lieben den niederländischen Top-Star Anouk und ihre herrlich verträumten "Birds". Überaus ruhig und ohne große Mätzchen kommt sowohl das Lied als auch die Darbietung der Sängerin daher. Anouk ist ein Vollprofi – wie schon Patricia Kaas 2009 – die sich ganz auf ihren starken Gesang und das eigenwillig, mysteriöse Lied verlässt. Das wird die Jurys verzaubern – und den Niederländern hoffentlich den ersten Finaleinzug in neun Jahren ermöglichen.

9. Montenegro: Das kleine Balkanland nimmt seit 2007 am ESC teil, erreichte aber noch nie das Finale. Auch "Igranka" wird keine großen Chancen eingeräumt, diesen Negativtrend zu ändern. Immerhin fällt das krude, überlaute Dance-Teil von Who See & Nina Žižić zwischen den ganzen Balladen mächtig auf, denn das schlecht rappende Duo trägt Weltraumanzüge und Kollegin Nina sieht aus wie eine Statistin eines Sci-Fi-Films. Absoluter Trash!

10. Litauen: Ein bisschen Killers, ein bisschen Depeche Mode: "Something" von Andrius Pojavis bietet gefälligen Radio-Pop, wird aber äußerst dürftig dargeboten. Andrius singt schief, bewegt sich unbeholfen und macht insgesamt einen ziemlich verpeilten Eindruck. Scheint chancenlos zu sein, das wurde allerdings auch schon von den litauischen Beiträgen 2011 und 2012 angenommen, die trotzdem den Sprung ins Finale schafften.

Irlands Ryan Dolan ist ein Guy with iPhone und trat auch schon in Homo-Clubs auf
Irlands Ryan Dolan ist ein Guy with iPhone und trat auch schon in Homo-Clubs auf

11. Weißrussland: Seit 2004 dabei, bislang aber nur zwei Mal in der Finalrunde: Die Weißrussen sind auch immer wieder für einen Trash-Beitrag gut (siehe 2011, "I Love Belarus"). Dieses Mal setzen sie mit Aljona Lanskaja auf eine hübsche Blondine, die einen dämlichen, aber eingängigen Latin-Dance-Song namens "Solayoh" darbietet. Sie steigt aus einer Discokugel und dann wird viel getanzt und getrommelt, am Schluss steigt Feuer auf. Aus dem Klischeebuch der Eurovision – dürfte seine Wirkung aber knapp verfehlen.

12. Moldawien: Aliona Moon singt ihr "O mie" lobenswerterweise auf Rumänisch und vertraut wie schon im letzten Jahr Aserbaidschan auf ein Kleid, das im Laufe der drei Minuten seine Farben ändert. Zudem wird die Dame immer größer – ein hübscher Einfall, wobei sich aber auch hier wieder die Frage stellt, was das eigentlich soll. Dennoch, Aliona singt stark, der Song ist wunderbar dramatisch und ein Finaleinzug sollte kein Problem sein.

13. Irland: Nach zwei Jahren volle Zwillingsdröhnung namens Jedward müssen wir uns in diesem Jahr mit Ryan Dolan ("Only Love Survives") abfinden. Und hier gibt es richtige Highlights für das schwule Auge. Ryan ist zwar ein Schnuckel, seine beiden muskulösen, trommelnden Tänzer stehlen ihm aber glatt die Show. Deren schweißtreibende Performance dürfte auf sämtlichen ESC-Partys Begeisterungsstürme hervorrufen. Auch der druckvolle, moderne Dance-Pop kommt knackig aus den Boxen und sollte Irland problemlos erneut ins Finale verhelfen.

14. Zypern: Dass die Schweden aus dramaturgischen Gründen die Reihenfolge selbst bestimmen (also nicht per Los), hat ziemlich fatale Folgen für Despina Olympiou und ihre Ballade "An me thimasai", die hinter dem starken Auftritt von Irland deutlich abfällt. Despina sieht aus wie die Schwester von Céline Dion und bevorzugt auch deren große Gesten, ihr Lied ist aber eher unscheinbar und droht neben den anderen starken Balladen in Vergessenheit zu geraten. Ironie des Schicksals: Ihr Titel heißt übersetzt "Wenn du dich an mich erinnerst".

15. Belgien: Auch bei dem Belgier Roberto Bellarosa ist der Schnuckelfaktor hoch und die Schwiegermütter der Nation dürften sich an dem harmlosen, aber sehr eingängigen Dance-Pop von "Love Kills" erfreuen. Zu blöd, dass Roberto unweit des Iren auftreten muss, der musikalisch Ähnliches bietet, aber die deutlich heißeren Tänzer am Start hat. Robertos Mädels wirken eher deplatziert. Zudem trägt Roberto einen unpassenden Anzug, blickt fast verängstigt in die Kameras und wirkt letztendlich verloren auf der Bühne. Bedauerlich, denn so wird das wohl nichts mit dem Finale.

16. Serbien: Girl Groups haben es beim ESC schwer, so gewann bislang nur ein weibliches Duo den Wettbewerb ("La det swinge" von den Bobbysocks, 1985). Dennoch wollen Moje 3 mit "Ljubav je svuda" das fast Unmögliche schaffen. Der Song ist auch wirklich süß, aber wer hat das Trio und die Background-Sängerinnen so unmöglich eingekleidet? Hinzu gesellen sich jede Menge schiefe Töne und eine unbeholfene Choreographie, die wohl scheinbar auf den Text abzielt, den in Europa aufgrund der Sprachbarriere ohnehin kaum einer verstehen wird. Das wird erstmals äußerst knapp für die Serben, die wahrscheinlich nur durch den Balkanbonus das Finale erreichen und dort weit hinten landen werden.

Abstimmung: Deutschland vergibt erst am kommenden Donnerstag Punkte. Folgende zehn Länder schaffen nach Meinung von Jan den Sprung in das Finale: Österreich, Estland, Slowenien, Dänemark, Russland, Ukraine, Niederlande, Moldawien, Irland und Serbien.

Youtube | Preview des ersten Halbfinales mit allen Songs
Mehr zum Thema:
» Eurovision-2013-Liveblog
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Tags: eurovision, malmö, halbfinale, ryan dolan
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Reaktionen zu "Eurovision 2013 Halbfinale 1: Das sind die Teilnehmer"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
14.05.2013
19:37:15
Via Handy


(0, 0 Vote)

Von daVinci6667
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Ryan Dolan ein Guy with iPhone?

Weiss jemand ob da mehr zu sehen ist und queer.de deshalb uns die untere Bildhälfte vorenthält?


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Anm. d. Red.: Die Spiegelkurve war dem Bildredakteur zu hässlich. Hier das gesamte Bild:

Bild-Link:
ryan-dolan-ireland-only-love-survives-eurovision2.
jpg

 
#2
14.05.2013
22:05:31
Via Handy


(0, 0 Vote)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ryan Dolan ist bis jetzt echt der Beste.

Gute Performance, gutes Lied und echt was fürs Auge!


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#3
14.05.2013
23:17:45
Via Handy


(0, 0 Vote)

Von NNic


Hoffentlich belegt Deutschland bei Song Contest in Malmö den letzten platz


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#4
15.05.2013
00:04:04
Via Handy


(0, 0 Vote)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von NNic


So schlecht ist der Titel Deutschlsnds jetzt auch wieder nicht. :-

Erstmals überhaupt wünsche ich mir allerdings von Herzen dass mein Land nicht ins Finale kommt. Die Heilsarmee geht einfach überhaupt gar nicht!

Hätte Deutschlsnd so nen Titel, dann, dann ärgerst du dich, glaube mir!


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