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Teilnehmerinnen eines CSD in Köln. Soll man 2013 leiser sein? (Bild: Dennis Klein)

Der Cologne Pride geht mit dem Slogan "Wir sind. So oder so" an den Start. Erstmals gibt es beim Straßenfest eine lesbische Ecke.

Die Veranstalter des Kölner CSD haben am Dienstag bei einem Pressetermin in den Räumen der Kölner Sparkasse, einem neuen Sponsor, die Pläne für den diesjährigen Cologne Pride vorgestellt.

2013 steht er unter dem Motto "Wir sind. So oder So" – ein bemerkenswerter Slogan für ein Wahljahr. "Ein offenes Motto. Universell, mit einer freien Form", sagte Pascal Siemens vom Kölner Lesben- und Schwulentag dazu. Man habe kein genaues politisches Motto nehmen wollen, da man nicht ahnen könne, ob sich die Gesetzeslage, ggf. nach einen weiteren Urteil aus Karlsruhe, verändere.

Allerdings hatte das andere CSDs in ganz Deutschland nicht davon abgehalten, politische Statements zu setzen. Das Motto biete aber die Gelegenheit, politisch aufgegriffen zu werden, meinten die Kölner CSD-Veranstalter, die für die nächsten Wochen "provokante Plakate" ankündigten.

Neue Paradestrecke


Das Logo zum neuen Motto

Erstmals wird es eine lesbische Ecke auf dem Straßenfest (5. bis 7. Juli) geben, in der alle entsprechenden Stände zusammengefasst werden. Auf der Hauptbühne des Straßenfests sorgen unter anderem Alcazar (Samstag, "Crying at the Discoteque") und Ireen Sheer (Sonntag) für Unterhaltung.

Ansonsten hat sich die Paradestrecke geändert, nach der Apostelnstraße zieht die Demonstration am CSD-Sonntag über die Ehrenstraße zum Friesenwall. Dann geht es durch die Magnusstraße über Burgmauer und Kömödienstraße bis knapp vor den Dom. Das Universitätsradio Kölncampus wird live von der Parade berichten, wahrscheinlich auch der Sender Center TV.

Im Rahmen des CSD finden insgesamt rund 100 Veranstaltungen statt, darunter auch Diskussionsrunden und Ausstellungen, die von ARD-Nachrichtensprecher Ingo Zamperoni moderierte Aids-Gala im Maritim-Hotel und das Veedelsfest im Bermudadreieck am Wochenende vor dem CSD. Am 22. Juni lockt der Fanstasypride im Phantasialand Brühl. (nb)



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#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 14.05.2013, 19:15h
  • Das Motto "Wir sind. So oder so", lese ich als "Wir sind unterschiedlich". Angesichts der Gleichmacherei-Kampagnen der letzten Monate, finde ich den Hinweis auf Vielfalt und Unterschiedlichkeit sehr wohl äußerst politisch, wichtig und absolut nicht langweilig. In Zeiten, in denen der lesbisch-schwule Mainstream die Zweipersonen-Zivil-Ehe als das Allheilmittel gegen Homohass abfeiert, das Normale zum neuen Queer erklärt, nehme ich persönlich das Statement für die Akzeptanz der Vielfalt statt Einfalt gerne und dankend an.
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#2 lucdfProfil
  • 14.05.2013, 20:27hköln
  • "Wir sind so oder so...." Naja....Wie ich privat bin oder nicht bin hat eigentlich keinen zu interessieren. "Gleiche Rechte für gleiche Bürger" wäre mir lieber gewesen. Die Sache IST politisch, verdammt!
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#3 FennekAnonym
  • 14.05.2013, 20:28h
  • Ich verstehe nicht, dass man ausgerechnet im Jahr der Bundestagswahl ein unpolitisches Motto nimmt.

    Wieso fordert man für die nächste Legislaturperiode keine volle Gleichstellung?
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#4 Thom_ass1973
  • 14.05.2013, 20:34h
  • DER KÖLNER CSD IST UNPOLITISCH - SCHLICHT UND ERGREIFEND HERRLICH BUNTER SOMMERKARNEVAL - NICHT MEHR UND NICHT WENIGER !!!
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#5 Johannes1989Profil
  • 14.05.2013, 23:00hBonn
  • Ja, über nichtssagende Karnevalesken kommt man in Köln eher selten hinaus. Von daher ist das ein kölsches Motto, das ganz gut zum Kölner CSD passt - muss es wohl auch geben. Ist aber auch nicht wirklich relevant: während früher der WDR die Parade übertragen hat, macht das jetzt nur noch Center.tv ... Ich weiß schon, warum ich da seit ca. 10 Jahren nicht mehr war, obwohl es nebenan liegt.
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#6 GinaAnonym
  • 14.05.2013, 23:47h
  • Ach Gottchen, wieso nicht gleich das Motto:
    Poppe, Kaate, Danze - Datt kannste (hier)
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#7 bertodil
  • 15.05.2013, 02:23h
  • Das ist halt ein saudämlicher Karnevalsverein dort in Köln :-/

    Kommerzialisiert durch und durch.
    Bloß nicht die "Sponsoren" beunruhigen.
    Schließlich will man auch weiterhin deren WEBETRÄGER bleiben.

    PROFITEURE dessen, was mal Menschenrechtsbewegung war.
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#8 finkAnonym
  • 15.05.2013, 02:38h
  • warum nicht gleich "tritratrullala"? das hätte zumindest nicht so nach einem nena-song geklungen...
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#9 bertodil
  • 15.05.2013, 02:44h
  • Antwort auf #1 von reiserobby
  • Also wenn die das in deinem Sinne gemeint hätten, dann fände ich es auch sehr unterstützenswert finden.

    Allein, mir feht der Glaube!!

    Gemeint ist da wohl eher so ein allgemeines
    "Tralala, alles so schön bunt hier".

    Aber nix da von wegen Toleranz und echte Vielfalt innerhalb der Szene und gegen Ausgrenzung von Minderheiten innerhalb der sogenannten "Community". Dort ist nur wohlgelitten, wer als potentiell zahlungskräftiger Kunde für die Werbekunden taugen kann, und wer als glitzernder Werbeträger reibungslos in der uniform-"bunten" Masse untergeht.

    Ich habe so einige Jahre sowohl berliner als auch kölner CSD-Erfahrung. Ich kenne den Unterschied nur allzu gut!

    Allein schon diese dümmliche Titulierung als "Parade", begleitet von diversen, möglichst noch uniformierten, Fuß"truppen" lässt mich immer wieder schaudern. Über derartige Sprachregelungen macht sich dort doch kein Mensch mal Gedanken.

    Als Teilnehmer(!) wird man dort schon mal von Zuschauern angepöbelt, man solle endlich weiterziehen, und nicht die schöne Aussicht versperren, die immerhin seit dem frühen Morgen schon reserviert worden sei.
    Ist mir dort in verschiedenen Jahren bereits mehrfach schon passiert, und nicht nur mir!
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#10 lucdfProfil
  • 15.05.2013, 09:41hköln
  • Auf Karneval in Kölle , alaaf, alaaf, alaaf , habe ich keine Lust. Ich pflege mich anders zu amüsieren. Dafür sehe ich politische Probleme, die ich gern gelöst sehen möchte: nämlich Gleichberechtigung. So ist es wenn man keine kölsche Frohnatur ist!
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