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Das Parlament in Lissabon

In einer knappen Entscheidung stimmte das Parlament für mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Paare.

Das portugiesische Parlament hat am Freitag einen Gesetzentwurf von Sozialdemokraten und Sozialisten verabschiedet, der homosexuellen Ehepaaren die Stiefkindadoption ermöglicht.

Seit 2010 dürfen schwule und lesbische Paare in dem Land eine Ehe eingehen, eine Adoption blieb ihnen aber zunächst verwehrt. Für den Antrag auf die Möglichkeit zur Stiefkindadoption stimmten nun 99 Abgeordnete, 94 stimmten dagegen und neun enthielten sich.

Ein weiterer Antrag, für homosexuellen Ehepaare ein generelles Adoptionsrecht einzuführen, scheiterte allerdings mit 77 zu 104 Stimmen bei 21 Enthaltungen – das steht zunächst weiter nur heterosexuellen Paaren offen, egal, ob sie verheiratet sind oder nicht. Künstliche Befruchtung ist nur heterosexuellen Ehefrauen erlaubt, eine Leihmutterschaft ist verboten.

Nur 14 Staaten erlauben bislang die Volladoption

Eine gemeinschaftliche Adoption ist derzeit schwulen und lesbischen Paaren in 14 Ländern, 21 US-Staaten, zwei Regionen in Mexiko und drei australischen Staaten möglich. Eine Stiefkindadoption ist mit Portugal in fünf Ländern, darunter Deutschland und Österreich, drei US-Staaten, in der australischen Region Tasmanien und in Grönland vorgesehen.

Portugal hatte als eines der ersten Länder weltweit die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Dabei war gleichgeschlechtlicher Sex in dem Land noch bis 1982 verboten. Während es beim Adoptionsrecht hapert, werden schwule und lesbische Paare häufig als Pflegefamilien akzeptiert. (nb)



#1 FelixAnonym
  • 17.05.2013, 21:10h
  • Schade, dass das generelle Adoptionsrecht erst mal abgelehnt wurde. Aber die Stiefkindadoption ist ja schon mal ein Schritt in die richtige Richtung...

    Und vielleicht klappt es dann irgendwann auch mit der generellen Adoption. Den Kampf dafür dürfen die Portugiesen auf jeden Fall nicht aufgeben...
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#2 SebiAnonym
  • 18.05.2013, 09:45h
  • Immerhin ein kleiner Fortschritt.

    Aber das Ziel muss natürlich das volle Adoptionsrecht ohne Einschränkungen für Schwule und Lesben bleiben.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 JoonasAnonym
  • 18.05.2013, 10:22h
  • Volle Zustimmung!

    Es muss weiterhin dafür gekämpft werden, dass auch Schwule und Lesben das volle Adoptionsrecht bekommen.

    Gerade auch zum Wohl der Kinder!
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#5 PortugalAnonym
  • 18.05.2013, 12:22h
  • Lissabon hat jetzt mehr als Hamburg. Kleine Stadt ist aber größer als Millionenmetropole HH.
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