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| Eurovision Song Contest
  • 18.05.2013           3      Teilen:   |

Eurovision-Finale 2013: Das sind alle Teilnehmer

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Die Discokugeln und Tänzer sind ausgepackt, es kann losgehen mit der Show in Malmö (Bild: EBU)

ESC-Experte Jan Gebauer stellt für queer.de alle Finalsongs vor. Inklusive aller Tops, Flops, Homo-Faktoren und einer letzten Prognose.

Von Frankreich bis Niederlande, von Bonnie Tyler bis Cascada: Unser Eurovision-Experte Jan Gebauer stellt alle Kandidaten vor – und wagt sich ein letztes Mal an eine Prognose, wer das Rennen um die Grand-Prix-Krone macht. Das Finale läuft ab 21 Uhr im Ersten und natürlich auch als Webstream auf eurovision.de. Vorab gibt es wieder den "Countdown" ab 20:15 Uhr, unter anderem mit Lena, Hurts und Madcon. Queer.de begleitet das Finale im Live-Blog, dort gibt es auch letzte Details zur Sendung.

1. Frankreich, Amandine Bourgeois – "L'enfer et moi"
Top: Die Frau hat eine gute, eigenwillige Stimme und gibt wirklich alles. Eine sehr launige Eröffnung des Finales!
Flop: Der Song brodelt auf einer Flamme vor sich hin. Man wartet drei monotone Minuten vergeblich darauf, dass endlich die Post abgeht.
Homo-Faktor: Vielleicht was für die lesbischen Zuschauerinnen?
Prognose: Nach dem Flop von Anggun im letzten Jahr sieht es auch in diesem nicht sonderlich gut aus. Könnte ganz hinten landen.

2. Litauen, Andrius Pojavis – "Something"
Top: Sein unbeholfener Charme und ein Killers-ähnlicher Song waren das Rezept, das Halbfinale zu überstehen.
Flop: Die amateurhafte Performance und das irre Augenzwinkern.
Homo-Faktor: Schon putzig, der Gute! Und bekifft!
Prognose: Keine Chance auf höhere Etagen.

3. Moldawien, Aliona Moon – "O mie"
Top: Das Bühnenbild, das farbenwechselnde, langsam hochsteigende Kleid und die Dramatik der Ballade sind perfekt aufeinander abgestimmt.
Flop: Die Tänzer in weiß wären nicht unbedingt nötig gewesen, stören aber nur minimal.
Homo-Faktor: Großes Divendrama mit einem gewaltigen Schluss.
Prognose: Geheimtipp und heißer Top-10-Kandidat.

4. Finnland, Krista Siegfrids – "Marry Me"
Top: Krista ist eine Partymaus und zündet ein absolutes Trash-Pop-Feuerwerk ab. Perfekt dazu: Das Bühnenbild à la Las Vegas.
Flop: Die Klamotten reichen später nur noch für einen Transenshowfundus.
Homo-Faktor: Der Lesbenkuss gehört zwar zur Show, sorgt aber für ordentlich Wirbel in ganz Europa! Gut so!
Prognose: Heißer Kandidat für einen vorderen Platz, wenn Europa Humor hat.

5. Spanien, El Sueño de Morfeo – "Contigo hasta el final"
Top: Die Band ist ohne Frage professionell und seit Jahren in der lateinamerikanischen Welt erfolgreich.
Flop: Der Song ist nicht übel, hat aber keine Festivalqualitäten.
Homo-Faktor: Das Ganze hat ja nicht mal einen Hit-Faktor.
Prognose: So lieb und harmlos, das könnte glatt auf dem letzten Platz landen.

6. Belgien, Roberto Bellarosa – "Love Kills"
Top: Roberto wuchs im ersten Halbfinale über sich hinaus und strafte alle lügen (inklusive queer.de), die eine Abwahl prognostizierten. Hundeblick gewinnt!
Flop: Frischer Dance-Pop im steifen Anzug? Die Tänzerinnen und ihre seltsamen Wackeleinlagen.
Homo-Faktor: Sein Blick! Sein ganz seltenes Lächeln! Sein Flehen!
Prognose: Junge Mädels und schwule Jungs rufen für ihn an. Damit ist dann das Mittelfeld greifbar.

7. Estland, Birgit Õigemeel – "Et uus saaks alguse"
Top: Eine gefühlvolle Performance wie ein frischer Wind, ohne großen Schnickschnack. Da stimmt jede Geste, jeder Ton und die wunderbare Birgit, ganz in weiß, passt perfekt zur Ballade.
Flop: Der Song ist schön, aber beim ersten Hören vielleicht nicht speziell genug.
Homo-Faktor: Die estnische Antwort auf Helene Fischer?
Prognose: Totgesagte – ja, ja, die bösen Wetten – leben länger und Birgit ist vielleicht nicht für den Sieg aber doch für eine Überraschung gut.

8. Weißrussland – Alyona Lanskaya – "Solayoh"
Top: Trash gehört irgendwie auch in ein ESC-Finale. Es gibt was zu lachen!
Flop: Barbie mit Pseudo-Latin-Song, tanzen kann sie auch nicht.
Homo-Faktor: Die riesige Disco-Kugel!
Prognose: Die Jurys werden es hassen, die Zuschauer wählen lieber Graf Dracula aus Rumänien.

9. Malta, Gianluca – "Tomorrow"
Top: Was ein knuffiger Kerl – und ein sonniger Pop-Song der Marke Sorgenlos.
Flop: Sein Dauergrinsen ist sympathisch, ab der zweiten Minute wirkt es aber auch etwas angetackert.
Homo-Faktor: Nicht nur Gianluca ist putzig, seine Kollegen auf der Bühne sind es auch.
Prognose: Könnte etwas untergehen und den Maltesern mal wieder einen hinteren Platz bescheren.

10. Russland, Dina Garipova – "What If"
Top: Eine starke Stimme und eine kitschige, einnehmende Hymne.
Flop: Der verlogene Text à la "We Are the World" und das aufgesetzte Finale mit Ballwurf.
Homo-Faktor: Eine richtige Diva ist sie nicht und auch die Jungs neben ihr sind kaum zu sehen. Und wir reden über Russland.
Prognose: Die Russen mischen oft vorne mit, dieses Mal könnte es aber wie in den Jahren 2009-2011 nach hinten losgehen.

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Deutschlands Beitrag Cascada: Natalie Horler gibt alles - Quelle: eurovision.tv
Deutschlands Beitrag Cascada: Natalie Horler gibt alles (Bild: eurovision.tv)

11. Deutschland, Cascada – "Glorious"
Top: Der Dance-Ohrwurm kommt direkt nach der Russin und fegt diese hinweg. Rampensau Natalie Horner gibt auf der Bühne alles und ist ein sympathischer Vollprofi.
Flop: In den letzten 50 Jahren hat es keinen Siegersong gegeben, der sich stilistisch und melodisch an den Vorjahressieger anlehnt.
Homo-Faktor: CSD-Mucke für die nächsten zehn Jahre!
Prognose: Sieg? Nein! Top-10? Ja!

12. Armenien, Dorians – "Lonely Planet"
Top: Die Jungs wirken zwanglos und spielen locker drauf los. Das Weiterkommen der Band war DIE Überraschung des zweiten Halbfinales.
Flop: Der Song ist reiner Durchschnitt und Leadsänger Gor Sudschjan sucht seit den Proben die richtigen Töne.
Homo-Faktor: Für alle die auf Jeans-Boys stehen.
Prognose: Hinteres Drittel, die Finalteilnahme bleibt unverständlich.

13. Niederlande, Anouk – "Birds"
Top: Die außergewöhnlichste Ballade des Wettbewerbs. Hat ein bisschen was von Kate Bush. Viel Magie und erfrischend zurückhaltend von Anouk präsentiert.
Flop: Die Fans bei den Eurovisionpartys könnten wegnicken.
Homo-Faktor: Die Lesben-Ikone der Niederlande (auch wenn sie selbst keine ist)!
Prognose: Die Jurys werden vor Glück jauchzen, die Zuschauer wissen die starke Lady hoffentlich auch zu würdigen. Das könnte ganz vorne landen, für den Sieg ist es aber zu versponnen.

14. Rumänien, Cezar – "It's My Life"
Top: New-Wave-Countertenor Klaus Nomi hat seinen bösen Zwilling aus der Hölle geschickt, um sämtliche Zuhörer vor den Fernsehern zu Tode zu singen!
Flop: Lenkt die atemberaubende Show nicht vom Song ab? Was macht eigentlich 80s-Techno-Popper Fancy?
Homo-Faktor: Das rumänische Team hat während der Probenwochen peinlich genau darauf geachtet, dass die extrem tuntige Show nicht mit den privaten Befindlichkeiten des Sängers und seiner Hupfdohlen verwechselt wird.
Prognose: Nein, das wird nicht Letzter! Wartet es ab!

15. Großbritannien, Bonnie Tyler – "Believe in Me"
Top: Ein echter Weltstar, dessen letzter Welthit leider schon über 25 Jahre her ist. Stimme und Charisma sind aber noch da!
Flop: Sie liebt Botox ein bisschen zu sehr. Der Song ist zwar schön, klingt aber nach 1988. Und wer unter 25 kennt noch Bonnie (ohne ihre großen Hits)?
Homo-Faktor: Schwule Fans geben gealterte Pop-Diven nie auf. Wir werden sie ewig lieb haben. Jetzt noch mehr!
Prognose: Zu altbacken, um zu gewinnen, aber mit einem Bombenauftritt kann sie zumindest einen Ehrenplatz schaffen.

16. Schweden, Robin Stjernberg – "You"
Top: Wenn der Junge in Top-Form ist, singt er seinen knackigen Pop-Song "You" wie ein Sieger. Immerhin hat er das kräftezehrende Melodifestivalen in Schweden überstanden!
Flop: In den Proben gab es einige Patzer – alles steht und fällt mit seiner Tagesform.
Homo-Faktor: Süß, mit Babyspeck!
Prognose: Der Song zieht alle Schweden-Pop-Register und mischt sicher vorne mit.

17. Ungarn, ByeAlex – "Kedvesem"
Top: Keine großen Gesten, kein Geschrei und kein Tamtam. Dazu ein kleiner, folkiger Song. Irgendwie modern.
Flop: Indie-Schnarchnase mit Brille?
Homo-Faktor: Der schnuckelige Gitarrist neben ByeAlex fällt auf!
Prognose: Entweder weit vorne oder ganz hinten. Wird die Meinungen spalten!

Dänemarks Emmelie de Forest sehen Wettbüros und Fans auf dem Spitzenplatz
Dänemarks Emmelie de Forest sehen Wettbüros und Fans auf dem Spitzenplatz (Bild: EBU)

18. Dänemark, Emmelie de Forest – "Only Teardrops"
Top: Ein cleverer Pop-Song, der Hitpotential hat, dazu eine megasympathische Sängerin und eine rundum gelungene Show, die aber nicht zu dick aufträgt.
Flop: Der goldene Konfettiregen am Schluss ist etwas frech. Ja, haben die denn schon gewonnen?
Homo-Faktor: Der süße Trommler mit der Flöte!
Prognose: Zu Recht einer der Top-Favoriten. Kopenhagen 2014?

19. Island, Eythor Ingi – "Ég á líf"
Top: Solide Ballade, gut gesungen, aber irgendwie auch nichts, was man nicht auch schon x Mal zuvor von Island gehört hätte.
Flop: Etwas altbacken. Die blonde Matte könnte auch ab.
Homo-Faktor: Der Typ hat was! Aber die Haare?!
Prognose: Wenn blond, dann lieber Dänemark oder Norwegen. Sorry, Eythor, das wird nichts.

20. Aserbaidschan, Farid Mammadov – "Hold Me"
Top: Die Show rund um Farid muss man gesehen haben! Der Mann im Glaskasten und die Choreographie sind beeindruckend.
Flop: Das ist schon alles sehr gut aufeinander abgestimmt, der konventionelle Song läuft aber Gefahr, eine untergeordnete Rolle zu spielen.
Homo-Faktor: Farid sieht top aus.
Prognose: Oh, nein, bitte nicht wieder Baku! Es könnte aber klappen.

21. Griechenland, Koza Mostra feat. Agathonas Iakovidis – "Alcohol Is Free"
Top: Folklore meets Ska, das gibt es auch nicht so oft. Die hibbelige Performance ist ebenso gewinnbringend wie Agathonas Iakovidis als graue Eminenz in der Mitte.
Flop: Der Song ist schon ziemlich gaga.
Homo-Faktor: Die Jungs von Koza Mostra sind teilweise echt scharf (trotz Röckchen).
Prognose: Geheimtipp für die vorderen Ränge!

22. Ukraine, Zlata Ognevich – "Gravity"
Top: Zlata hat eine tolle Ausstrahlung und bewegt sich perfekt in ihrem hautengen Kleid. Dazu gibt es einen ethnoangehauchten Song wie frisch aus "König der Löwen".
Flop: Was soll der Riese zu Beginn der vielleicht etwas zu perfekten, durchkalkulierten Darbietung?
Homo-Faktor: Eine ordentliche Portion Kitsch lässt das Herz vieler Schwuler sicher schnell höher schlagen.
Prognose: Leichte Ethno-Elemente kommen seit gut 20 Jahren gut beim ESC an, eine starke Sängerin sowieso. Gehört zu den Favoriten!

23. Italien, Marco Mengoni – "L'essenziale"
Top: Ein charismatischer Mann, der ein leidenschaftliches Canzone mit San-Remo-Glamour vorträgt.
Flop: Eine gewisse Arroganz kann man Mengoni nicht absprechen. Leider klingt der Song ein bisschen zu sehr nach Eros Ramazzotti.
Homo-Faktor: Och…
Prognose: Letztes Jahr hatten die Italiener auch einen starken Song und eine gute Sängerin. Geholfen hat es ihnen nicht. Es fehlt was…

24. Norwegen, Margaret Berger – "I Feed You My Love"
Top: Kühler Eisengel mit ganz starkem Song.
Flop: Vielleicht zu kühl für den warmen Süden und den emotionalen Osten?
Homo-Faktor: Den Song hätte Lady Gaga ohne gaga sicher auch gerne aufgenommen.
Prognose: Viele sehen einen norwegischen Sieg voraus, die Wetten stehen auch gut, aber schroffer Electro-Pop wie dieser könnte etwas zu progressiv für Europa sein. Die Top-5 sind hoffentlich trotzdem drin.

25. Georgien, Nodi Tatishvili und Sophie Gelovani – "Waterfall"
Top: Das Duo harmonisiert hervorragend und beide singen sich die Seele aus dem Leib.
Flop: Die Komposition erinnert sehr an Spanien 2012 und Aserbaidschan 2011. Schuld ist der gleiche Komponist: Thomas G:son.
Homo-Faktor: Das ganz große Drama zum Schluss – und ein schicker Mann!
Prognose: Nichts wurde dem Zufall überlassen. Der Song ist gut und könnte auch weiter vorn landen, aber noch einmal ein Siegerduett wie 2011? Sicher nicht.

26. Irland, Ryan Dolan – "Only Love Survives"
Top: Frischer Dance-Pop und eine runde Inszenierung.
Flop: Ob Europa auf den Milchbubicharme von Ryan Dolan steht?
Homo-Faktor: Die schwitzenden, muskulösen Trommler stehlen dem blutjungen Ryan glatt die Show.
Prognose: Gehört zum erweiterten Favoritenkreis, eine Überraschung ist möglich.

Unsere Prognose für die Top-10 (in der Startreihenfolge): Moldawien, Finnland, Deutschland, Niederlande, Schweden, Dänemark, Aserbaidschan, Griechenland, Ukraine und Norwegen. Irland, Georgien und vor allen Dingen Estland könnten ebenfalls für eine Überraschung gut sein!

Youtube | Ein Preview-Videos fürs Finale mit allen Teilnehmern
Mehr zum Thema:
» Liveblog zum ESC 2013
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Reaktionen zu "Eurovision-Finale 2013: Das sind alle Teilnehmer"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
20.05.2013
03:42:21


(0, 0 Vote)

Von Drück ESC


Tja lieber ESC-Experte..das war wohl nichts...

Deutschland unter den ersten 10? Es wurde die 21... aber das weißt du ja sicher schon selbst. Und ja...wie von dir vermutet...der goldene Regen am Ende sollte vielleicht den Sieg symbolisieren und es hat auch geklappt...

Zu Cascada... vielleicht weniger die "Rampensau" raus lassen und etwas anziehen, was sie nicht wie eine Presswurst aussehen lässt. Das Auge entscheidet mit - nicht nur der Gesang. Es geht dabei um eine künstlerische Darstellung und nicht darum, wer am lautesten singen und am schnellsten über die Bühne robben kann.

Die musikalische "Nachaffung" war schon das Schlimmste überhaupt. Es war schon lange vor dem CSD in den Medien... Beide Lieder wurde parallel zueinander abgespielt und man konnte es genau hören. Absolutes NO GO! Damit war die Bepunktung eigentlich schon im Vornherein angekratzt... Die Leute fühlen sich verarscht, weil sie sagte "nein...ich kann da gar nichts vom letzten Jahr erkennen!!!"... Was soll man noch sagen??? "Glorious" Griff ins Klo.


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#2
20.05.2013
10:18:28


(0, 0 Vote)

Von UweBerlin
Aus Berlin
Mitglied seit 20.06.2010


Cascada hätten schon auf jeden Fall einen TOP10 Platz verdient gehabt, bei mir persönlich sogar Top5 bei dem anderen Angebot, das dort vertreten war.

Zum ersten Mal seit es das gibt, war ich echt versucht, die Fernbedienung zum Switchen zu benutzen, da die meisten der restlichen Lieder so langeweilige Montagen von dem war was es vorher bereits gab oder Allerweltsballaden, dass ich mich bei der Songpräsentation sehr gelangweilt hatte - zumal man das schon aus den Semis alles kannte.

Die Show ansonsten war klasse aus Schweden. Tolle Moderation, witzige Dinge, tolle Bühne und Lichtshow.
Die deutsche Vertreterin hatte richtig abgeräumt und für Stimmung in der Halle gesorgt wie keine andere Interpret(in) des Abends. Hätte zwar ein paar Kleinigkeiten anders gemacht (Treppe weggelassen, ruhige Parts etwas mehr in den Vordergrund gestellt, zumal Natalie diese richtig toll singen kann), aber ansonsten war das eine echte Erholung nach dem Käse mit reintragenden Riesen und Auftragskompositionen, die langweilten.

Warum es dann so gelaufen ist, hat wohl mehrere Gründe. Es gab u.a. eine Anti-Stimmung, politisch durch die EU Sachen motiviert in den versch. Sozialen Medien. Da wurden heftige Sachen gepostet, u. a. dass das Kleid aus Kriegsgold gemacht worden wäre, warum man eine große Blondine vor deutschen Fahnen auftreten ließe usw usw.

Fand das schade, zumal das Motto ja "We are One" hieß. Schade, dass der ganze Streit um die Rettung der Krisen-EU nun auch beim Contest gelandet ist.
Für Natalie Horler tat es mir leid. Sie hatte Deutschland insgesamt sympathisch und sehr gut vertreten und anderes verdient als da mit einem Platz abgestraft wurden, wo Sachen noch mehr Punkte ergatterten hatten, wo die Sängerin kaum noch mehr einen Ton treffen konnte. Über den Auftritt von Bonnie Tyler war ich mehr schockiert als begeistert. Wäre der Background, der das Ganze gestützt hatte, nicht gewesen, man hätte noch mehr mitbekommen, dass sie sich bei diesem einfachen Liedchen durch die Töne hatte quälen müssen.

Bin gespannt, was man nun im nächsten Jahr dann machen will. Unter den jetzigen Bedingungen hat eine Teilnahme Deutschlands kaum noch Sinn, da es keine fairen Voraussetzungen dafür gibt.

Schade auch mit der ABBA Hymne, die bei mir irgendwie sehr untergegangen ist.


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#3
21.05.2013
09:03:44


(0, 0 Vote)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Hierzu fällt mir nur Heinz Ehrhard ein: "Prognosen sind gefährlich, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen."

Die Charakterisierung der Beiträge hingegen würde ich größtenteils so unterschreiben.


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