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Bei der ausgelassenen Party am Place de la Bastille gab es nach Polizeiangaben keinen einzigen Zwischenfall

Bei einem Gratiskonzert mit Mika und anderen Stars feierten Zehntausende in Paris bis tief in die Nacht die Öffnung der Ehe.

Nach Angaben der Veranstalter haben sich 35.000 Menschen am Dienstagabend zu einem kostenlosen Konzert am Place de la Batille eingefunden. Damit wurde das Gesetz zur Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht gefeiert, das Präsident François Hollande drei Tage zuvor unterzeichnet hatte (queer.de berichtete).

Auf der Bühne stand unter anderem der britische Superstar Mika, der sich im letzten Jahr geoutet hatte (queer.de berichtete). "Zwei Mütter können gute Eltern sein, auch zwei Väter können Kinder groß ziehen, die ein fantastisches Leben haben. Alles, was man braucht, sind Menschen, die uns lieben", begründete Mika gegenüber dem französischen Radiosender RTL seine Teilnahme. Im Publikum befanden sich unter anderem der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë, Familienministerin Dominique Bertinotti sowie der frühere Kultur- und Bildungsminister Jack Lang.

Youtube | Der Auftritt Mikas

Ende der homophoben Übergriffe gefordert

"Wir haben neun Monate außergewöhnlich schwieriger Debatten hinter uns, mit einer enthemmten Homophobie. Da ist es wichtig, einen friedlichen Moment zu verbringen", sagte Nicolas Gougain, der Sprecher der Homo-Gruppe Inter-LGBT, nach AFP-Angaben. "Lasst uns die starke Botschaft senden, dass wir jede Form der Diskriminierung stoppen müssen."

Das Pariser Polizeipräsidium erklärte, dass es beim Konzert keinen einzigen Zwischenfall gab, bei dem Beamte hätten eingreifen müssen.

Nur wenige Stunden vor Beginn des Konzertes hatte die Selbsttötung eines 78-jährigen Rechtsextremisten vor dem Altar in der Kathedrale Notre-Dame für Entsetzen gesorgt (queer.de berichtete). Der Mann hatte noch an selben Tag in seinem Blog gegen die Ehe-Öffnung gehetzt. Lob für die Tat erhielt er von Marine Le Pen, der Chefin des Front National. Sie zollte der "hochpolitischen Tat" Respekt und drückte die Hoffnung aus, dass die Bevölkerung Frankreichs "erwache", wie sie im Kurznachrichtendienst Twitter erklärte.

Homo-Aktivisten warnten davor, dass die Aktionen der Gleichstellungsgegner zu einer Welle homophober Gewalt führen könnten. Eine Gruppe beklagte, dass mit dem Beginn der Debatte um die Ehe-Öffnung die Zahl der homophob motivierten Übergriffe um 30 Prozent gestiegen sei. Es gab zudem mehrere Morddrohungen gegen sozialistische Politiker. (dk)



#1 timpa354Ehemaliges Profil
  • 22.05.2013, 15:15h
  • Bravo, freue mich über alle Künstler die sich outen und so die Rechte der LGBT Community und damit ihre eigenen unterstützen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FelixAnonym
  • 22.05.2013, 15:47h
  • Ein tolles Fest!

    Wo auch viele Heteros mit uns feierten und sich für uns freuten.

    Bleibt nur zu hoffen, dass das jetzt ein Schlusspunkt ist und dass die Morddrohungen gegen homofreundliche Politiker aufhören und die deutlich gestiegene Gewalt gegen uns wieder zurück geht...

    Egalité!
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#4 PeerAnonym
  • 22.05.2013, 15:59h
  • So ein Fest würde ich mir auch für Deutschland wünschen.

    Dass auch hierzulande endlich die Ehe geöffnet wird und die Gleichstellung im Adoptionsrecht kommt. Und dass es dann gleich in mehreren deutschen Städten solche riesigen Partys / Konzerte gibt um das zu feiern. Berlin, Hamburg, Köln, München.

    Dafür muss es natürlich erst den Regierungswechsel geben, der dann hoffentlich bald volle Gleichstellung bringt.

    Solange die schwarz-gelbe Schreckensherrschaft anhält, wird sich da nichts tun und wir könnten uns stattdessen weiterhin von der FDP anhören, was sie angeblich alles für uns tun, obwohl sie in der Praxis das genaue Gegenteil machen.
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#5 LinkenAnonym
  • 22.05.2013, 16:00h
  • Antwort auf #3 von Felix

  • Linken sollen wie die Niederlande, Belgien hohe Strafe für Erniedrigungen, Diffamieren von Schwulen und Lesben einführen. Anpöbeln wegen, weil jemand lesbisch oder schwul oder nicht nach dem Bild wäre ist einfach unvorstellbar. Sich küssen auf der Straße ist natürlich und gut.
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#6 TimonAnonym
  • 22.05.2013, 16:07h

  • Ein toller Tag für Frankreich.

    Wirklich historisch.

    Und ein super Fest mit zehntausenden Menschen um das zu würdigen und diesen Sieg zu feiern.
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#7 YannickAnonym
  • 22.05.2013, 16:16h
  • Antwort auf #5 von Linken
  • Volle Zustimmung!

    Auch Frankreich braucht ein Gesetz, das Diskriminierung, Beleidigung, Mobbing, Gewalt, etc. gegen Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle als Hassverbrechen hart bestraft.
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#8 ALexAnonym
  • 22.05.2013, 16:23h

  • Was für ein schönes Fest zu einem bedeutenden Anlass.

    Hoffentlich gibt es in Deutschland bald einen Regierungswechsel, so dass es auch hier endlich mal Grund zum Feiern gibt und sich endlich auch hier was ändert.
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#9 SebiAnonym
  • 22.05.2013, 16:25h
  • Schön, dass da auch so viele Politiker anwesend waren. Und auch Familien mit Kindern, die alle auf unserer Seite stehen.

    Man darf echt nicht auf diese 1% Faschisten hören, die die Demokratie am liebsten abschaffen würden und über Leichen gehen um anderen ihre eigene Meinung zu diktieren.
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#10 PinoAnonym
  • 22.05.2013, 16:27h
  • Antwort auf #8 von ALex
  • Volle Zustimmung!

    Frankreich ist im 21. Jahrhundert angekommen.

    Jetzt wird es allerhöchste Zeit, dass auch Deutschland dem Mittelalter entkommt.

    Weg mit CDU, CSU und FDP...

    Weitere 4 Jahre Schwarz-Gelb wären furchbar...
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