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  • 22.05.2013           19      Teilen:   |

"Renaissance" der Ehe

Lieberknecht begrüßt schwul-lesbische Ehe-Wünsche

Artikelbild
Christine Lieberknecht freut sich, dass Homosexuelle Gefallen finden an so etwas Altmodischem wie der Ehe (Bild: CDU Thüringen)

Die thüringische Ministerpräsidentin hat sich zwar in den letzten Monaten gegen die Gleichstellung von Homo-Paaren ausgesprochen, freut sich aber, dass Homosexuelle heiraten wollen.

Die CDU-Politikerin Christine Lieberknecht hat vor einer ideologisch geführten Debatte um die Gleichbehandlung von Homo-Paaren gewarnt. Im Interview mit der "Zeit" erklärte die Regierungschefin von Thüringen: "Es ist doch dem Grunde nach eine gute Nachricht, dass gleichgeschlechtliche Paare sich nach standesamtlicher oder gar kirchlicher Trauung sehnen". Das zeige, "dass eine angeblich überholte Institution, der vor Jahren das Ende vorausgesagt war, eine Renaissance erfährt. Dafür sollten wir dankbar sein!".

Die rechtliche Gleichstellung hatte Lieberknecht aber in den vergangenen Wochen stets abgelehnt. So sprach sie sich im Februar gegen die Gleichbehandlung im Adoptionsrecht aus, weil Homo-Paare schlechter für das Kind seien als heterosexuelle Eltern: "Es geht um das Kindeswohl, und ein Kind braucht von seiner Veranlagung her einen Vater und eine Mutter", so Lieberknecht damals gegenüber der "Thüringer Allgemeinen". Auch eine Ausweitung des Ehegattensplittings auf verpartnerte Paare lehnte sie in Interview ab, stellte aber eine Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Eltern beim von der CDU geplanten Familiensplitting in Aussicht.

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Lieberknecht ermutigt zum Coming-out

In der "Zeit" machte Lieberknecht Schwulen und Lesben auch Mut, ein Coming-out zu wagen: "Je offener jemand schwul lebt, desto stärker hat man auch die Möglichkeit, ihn kennen- und schätzen zu lernen – so, wie er ist", sagte die 55-Jährige. "Wenn Menschen nicht so leben, wie sie sind, kann man womöglich auch nicht erkennen, welche Talente und Gaben sie haben und wie sie unsere Gesellschaft bereichern können."

Der Freistaat Thüringen hat seit der Amtsübernahme Lieberknechts, die seit 2009 eine Große Koalition anführt, seine Beziehungen zu Homo-Gruppen verbessert: So wurden Homo-Paare im Landesrecht nach Jahren der Blockade durch die absolute CDU-Regierung unter Dieter Althaus teilweise gleichgestellt (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr lud die Staatskanzlei erstmals Homo-Gruppen zu einem Runden Tisch (queer.de berichtete). Außerdem trat der Freistaat erst vor zwei Wochen der "Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft" bei – als erstes CDU-geführtes Bundesland (queer.de berichtete). Im kommenden Monat wird Thüringen zudem als erstes deutsches Bundesland ein schwules NS-Opfer in einem Gedenkakt ehren, dem auch Ministerpräsidentin Lieberknecht beiwohnen will (queer.de berichtete). (dk)

Links zum Thema:
» Das Original-Interview auf "Zeit Onlíne"
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Tags: homo-ehe, christine lieberknecht, thüringen
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Reaktionen zu "Lieberknecht begrüßt schwul-lesbische Ehe-Wünsche"


 19 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
22.05.2013
15:43:45


(+3, 7 Votes)

Von m123


Wie kann man gleichzeitig den Ehewunsch begrüßen und dagegen sein? Doppelmoral!

Wie kann man einerseits davor warnen mit ideologischen Argumenten gegen die Gleichstellung zu sein, andererseits dann aber ohne einen sachlichen Grund zu nennen die Gleichstellung ablehnen? Doppelmoral!

Wie kann man gleichzeitig homosexuelle Menschen zum Coming Out ermutigen, ihnen aber gleichzeitig durch diskriminierende Ablehnung gleicher Rechte Angst machen? Doppelmoral!

Frau Lieberknecht ist eine schizophrene Frau.

Am 22. September ist Bundestagswahl!


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#2
22.05.2013
15:44:56


(+2, 4 Votes)

Von Felix


Was für eine verlogene Tussi. Typisch CDU.

Im Wahlkampf wird verkündet, man freue sich über den Wunsch nach Gleichberechtigung, aber in der Praxis stimmt man dann doch dagegen.

Ich kann bei CDU/CSU und FDP nur jedem raten, nicht auf schönes Gerede zu hören, sondern die an ihren wirklichen Taten zu messen.


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#3
22.05.2013
15:48:44


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Thüringens Landesmutti Lieberknecht hat je eine merkwürdige und paradoxe Haltung, wenn es um Homorechte geht!


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#4
22.05.2013
15:55:42


(+3, 7 Votes)

Von fink


>"Die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat am Mittwoch eine Absichtserklärung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterzeichnet, in der sie sich verpflichtet, von Ungleichbehandlung betroffene Menschen zu unterstützen. Die Unterzeichner versprechen unter anderem, dem Thema Diskriminierung "mehr Aufmerksamkeit" zu widmen und es als Querschnittsaufgabe vor Ort politisch zu verankern. In dem Text heißt es unter anderem, dass die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität "nicht hinnehmbar" sei."

konsequenz? aufrichtigkeit? ehrlichkeit?

das widerliche ist, dass solche betrüger_innen uns auch noch erzählen, was "christliche werte" seien.

organisator der "offensive für eine diskriminierungsfreie gesellschaft" ist offenbar die antidiskriminierungsstelle des bundes. was sagt die dazu, dass ihre tolle absichtserklärung das papier nicht wert ist, auf dem sie gedruckt wurde?

es wird immer deutlicher, dass viele (natürlich nicht alle!) initiativen, die sich unsere rechte auf die fahnen schreiben, zur feelgood-pr von leuten missbraucht werden, die im grunde auf unsere rechte scheißen und sich nur gern in einer modischen scheintoleranz sonnen wollen.

eine unterschrift kostet ja nix.

genauso schäbig ist es aber, wenn sich solche initiativen dazu missbrauchen LASSEN. ein minimum an qualitätssicherung darf doch bitte sein. es kann nicht angehen, dass wir überall lippenbekenntnisse abfeiern. bei der antidiskriminierung gelten taten!


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#5
22.05.2013
16:13:13


(+1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von fink


Was will Mann anderes von einer studierten Theologin erwarten, die allein in diesem Jahr schon zweimal die "Gastgeberin" für LGBT-feindlich gesinnte evangelikale Veranstaltungen spielte ?

Wie wäre es denn Fr. Lieberknecht, wenn Sie ihr ideologisch, theologisch gefärbtes Geschwafel einstellen, und den Beitritt zur "Offensive für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft" mit Leben erfüllen indem Sie die Initiativen im Bundesrat zur Eheöffnung unterstützen ?

Zusätzlich könnten Sie die bestehenden Diskriminierungen im Landesrecht beseitigen !

DAS wäre mal ein Zeichen..


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#6
22.05.2013
16:18:14


(+2, 4 Votes)

Von Yannick
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Ich glaube, die Frau kapiert selbst nicht so ganz, was sie alles faselt. Das ist typisch für die CDU.

Ist ja auch okay, es muss auch bekloppte Menschen geben. Nur sollten die nicht gerade ein Land regieren.


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#7
22.05.2013
16:34:00


(+2, 6 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #5 von TheDad


>"Was will Mann anderes von einer studierten Theologin erwarten"

ahaaa... sie hat bigotterie STUDIERT... - das erklärt natürlich einiges...


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#8
22.05.2013
16:35:10


(+2, 6 Votes)

Von m123


Naja, die Frau hat Theologie studiert. Was soll man da anderes erwarten?

Es ist eklig wie sich die Union im Wahlkampf an die Homosexuellen, die sie selbst jahrelang gezielt und bewusst bis aufs Äußerste diskriminiert, anbiedert.

Ich hab vor einiger Zeit mal mit nem Schwulen gesprochen, der mir sagte wie stolz er darauf sei in der CDU zu sein. Er fand Merkel so toll, die mache ihren Job ja richtig gut. Als ich fragte was genau sie denn gut mache, konnte er mir keine Antwort geben. Aber das war ihm egal, er findet Merkel halt nett. Da ist mir dann schlecht geworden.

Mittlerweile ist mir klar geworden, dass die Intelligenz derjenigen Schwulen, die CDU oder CSU wählen, im Durchschnitt doch arg begrenzt ist. Nur so ist zu erklären wie die Union durch Anbiederung an die Homosexuellen

Ihr braucht den CDU- und CSU-Abgeordneten auch gar nicht mehr zu schreiben, wenn ihr die sachlichen Gründe für die Ablehnung gleicher Rechte erfahren wollt. Die werden nicht antworten weil es keine sachlichen Gründe gibt. Oder sie wollen euch verarschen. In jedem Fall wollen CDU und CSU homosexuelle Menschen diskrimieren. Das ist die Wahrheit.

Bitte wählt weder Union noch FDP. Wenn ihr Union oder FDP wählt, dann bedeutet das mindestens vier weitere Jahre Diskriminierung. Es war schon schlimm genug, dass Union und FDP im Jahr 2009 an die Macht gekommen sind. Das war schon ein Schock. Bitte jetzt nicht noch vier weitere Jahre, das wäre schrecklich.

Wenn die FDP an der 5%-Hürde scheitert, dann ist es sehr viel wahrscheinlicher, dass die Union nicht mehr regiert und Merkel endlich nicht mehr Bundeskanzlerin ist.

Ihr müsst euch auch immer fragen was ihr davon habt, wenn Politiker sympathisch wirken. Nix habt ihr davon. Entscheidend ist das wofür Politiker und Parteien inhaltlich stehen. Da muss man nüchtern auf die Sachthemen gucken. Überhaupt sind Parteiprogramme viel wichtiger und bedeutender als die Spitzenkandidaten. Mir ist ein arroganter Kanzler mit guten inhaltlichen Sachpositionen tausend Mal lieber als eine "Ach, die wirkt aber sympathisch"-Kanzlerin mit verfassungswidrigen und menschenrechtswidrigen Positionen.


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#9
22.05.2013
17:08:11


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Sag ich ja, in der Brust der Pastorin kämpfen öffentlich zwei Seelen.

Einerseits will sie Nächstenliebe für alle, andererseits drohen die apokalyptischen Reiter am Himmelszelt, wenn sie uns zu sehr lieb hat. Das flüstern ihr ihre inhumanen Freunde von der 'Evangelischen Allianz' ein.

Aber: Mit gespaltener Zunge kann man nun mal nicht regieren.

Einfach abwählen.


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#10
22.05.2013
17:50:20
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von Linu86
Aus Aachen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 20.09.2008


Im ersten Moment dachte ich: Schizophren!

Dann habe ich den Artikel nochmal gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ihre Einstellung einfach nur perfide ist.

Nach dem Motto: "Der Anblick der Kinder in Afrika sollte uns stets daran erinnern wie gut es uns in Deutschland geht."

"Der (vergebliche) Wunsch der Homos nach Gleichstellung sollte uns stets daran erinnern wie gut es uns Heteros doch geht."

Der Unterschied besteht darin, dass man den Kindern in Afrika in der Regel bessere Lebensverhältnisse wünscht, während Frau Lieberknecht die Heiratswünsche der Homosexuellen zur Erhöhung der eigenen Lebensweise heranzieht.


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