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  • 22.05.2013           36      Teilen:   |

Sieg für katholische Kirche

Kroatien: Gericht verbietet Sexualkundeunterricht

Artikelbild
Für kroatische Kids sind Kondome nur extravagante Lufballons

Gut einen Monat vor dem EU-Beitritt Kroatiens verbietet das höchste Gericht des Landes Sexualkunde an Schulen. Katholische Eltern fühlten sich durch den Unterricht bevormundet.

Der kroatische Verfassungsgerichtshof hat am Mittwoch den im Januar eingeführten Aufklärungsunterricht an öffentlichen Schulen des Landes vorläufig verboten. Die vom Gesundheitsministerium erstellte Unterrichtseinheit, die im Rahmen des Gesundheitskundeunterrichtes behandelt wird, verstoße gegen das Grundrecht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder und müsse verändert werden. Die Richter erklärten, dass die Eltern nicht genügend an der Erstellung des Lehrplans beteiligt gewesen seien. Außerdem sei das Gesetz zu spät veröffentlicht worden. Das Verbot tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Im Sexualkundeunterricht sollten nach dem Lehrplan unter anderem Kondome, Geschlechtskrankheiten und Homosexualität behandelt werden. Das hat zu einer von der katholischen Kirche angeführten Protestwelle geführt, obwohl durchschnittlich nur drei Schulstunden pro Schuljahr für Sexualkunde angesetzt waren. Die Kirche erklärte dennoch, dass das neue Fach eine Werbeveranstaltung für "Pornografie, häufigen Partnerwechsel und Homosexualität" sei.

Ein Bischof hatte sogar dazu aufgerufen, die Regierung wegen dieses Unterrichts "aus dem Amt zu jagen", und einen Nazi-Vergleich angestellt: "Man sollte nicht vergessen, dass die Nazis auch demokratische Wahlen an die Macht gekommen sind", so Valentin Pozaić, der Weihbischof von Zagreb.

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Premierminister beklagt "Kulturkrieg"

Premierminister Zoran Milanović
Premierminister Zoran Milanović

Der sozialdemokratische Premierminister Zoran Milanović hatte stets erklärt, dass die Kirche in Schulen nichts zu suchen habe. Laut der Nachrichtenagentur APA erklärte er als Reaktion auf die Entscheidung, dass Urteile des Obersten Gerichtshofs natürlich zu respektieren seien. "Tatsache ist jedoch, dass eine sehr aggressive Gruppe von Leuten einen Kulturkrieg in Kroatien führt", so Milanović.

Der 46-Jährige gilt als homofreundlich und hat sich etwa für die Einführung von eingetragenen Partnerschaften für Schwule und Lesben ausgesprochen. Allerdings hat die Europäische Union in ihrem Fortschrittsbericht im vergangenen Jahr Kroatien dafür kritisiert, dass es im Land noch schwere Vorfälle der Intoleranz gegen Lesben und Schwule einschließlich Bedrohungen und gewalttätige Übergriffen gebe. Das Land wird trotzdem am 1. Juli dem Staateverbund als 28. Mitglied beitreten. (dk)

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Tags: kroatien, sexualkunde
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Reaktionen zu "Kroatien: Gericht verbietet Sexualkundeunterricht"


 36 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
22.05.2013
16:42:51


(+11, 13 Votes)

Von Sebi


Und sowas wird in 1 Monat in die EU aufgenommen...

Die EU lernt echt NICHTS aus ihren Fehlern.

Es ist nicht dumm, Fehler zu machen. Wenn man daraus lernt. Aber denselben Fehler immer und immer wieder zu machen, ist echt dämlich.

Da darf sich die EU dann auch nicht beschweren, wenn immer mehr Menschen sie beenden wollen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die EU schaufelt sich immer mehr ihr eigenes Grab...


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#2
22.05.2013
16:47:07


(+6, 10 Votes)

Von Yannick


Die EU ist von einer großen politischen Idee zum reinen Wirtschafts- und Lobby-Verband geworden, wo es nur noch darum geht, neue Absatzmärkte ohne Zölle zu öffnen und neue Niedriglohn-Standorte zu finden...

Diese EU ist nichts mehr wert und dem Untergang geweiht. Zu recht.

Eine tolle Idee wurde ruiniert von unfähigen, selbstherrlichen und dummen Politikern!!

FUCK EU!!


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#3
22.05.2013
16:49:41
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(+11, 11 Votes)

Von Beny


Und in Italien sind Schulen homophobe Hochburgen :-(

Was insbesondere homosexuelle Schüler erleiden müssen und das in unserem modernen Europa ist erschreckend.


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#4
22.05.2013
16:50:57
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von Timon


Ist doch klar dass die religiösen Fanatiker keine Bildung wollen. Wissen ist für die eine große Gefahr.

Die sehen noch lieber ihre Kinder an sexuell übertragbaren Krankheiten sterben ehe sie die Wahrheit anerkennen.


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#5
22.05.2013
16:58:16


(+9, 11 Votes)

Von Felix
Antwort zu Kommentar #4 von Timon


Für die katholische Kinderschänder-Sekte ist Bildung eine Gefahr des Geschäftsmodells.

Und in Serbien haben die offenbar genug dumme Anhänger, die dann solch einen politischen Irrsinn verursachen und die Jugendlichen absichtlich dumm halten wollen.

Dass die EU sowas auch noch aufnimmt (und das nicht zum ersten mal) ist echt ein Skandal!


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#6
22.05.2013
17:03:35


(+2, 4 Votes)
 
#7
22.05.2013
17:08:34


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich bin über das Urteil des Verfassungsgerichtshofs in Kroatien entsetzt! Ich hätte die Klage eindeutig abgewiesen, aber nein, die Katholische Kirche hier kriegt wieder ihren Willen! Es muß endlich etwas passieren!


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#8
22.05.2013
18:09:00


(+10, 10 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Ein Land dessen Verfassungsgericht von Klerikalfaschisten bestimmt wird, soll dem Vatikan beitreten, aber nicht der EU. Abgesehen davon haben Katholiken selbstverständlich niemals nicht Sex. Bah, Pfui Sex doch nicht.Grübel?
Wieso haben die bloss so viele Kinder? Ah ja,aus Versehen und jetzt riesige Jugendarbeitslosigkeit in Italien, aber die finden bestimmt alle eine Anstellung im Vatikan als TOILETTENPUTZER.


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#9
22.05.2013
18:09:40


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User Silverclaw


Das wird echt immer heftiger.....ich bin ganz der Meinung des Dalai Lama der vergangenes Jahr zur Einsicht gelangte, dass die Zeit gekommen sei, über neue Wege der Spiritualität jenseits von Religion nachzudenken.


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#10
22.05.2013
18:11:00
Via Handy


(+11, 11 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Yannick


Richtig Yannick, sehe ich genauso!

Kommt noch dazu, dass die sich langsam verschiebenden Mehrheitsverhältnisse innerhalb der EU dazu führen werden, dass in Zukunft bisher homofreundliche westliche Länder überstimmt werden dürften. Dadurch droht auch die Gefahr, uns bisher gewährte Rechte wieder zurückzunehmen!

Jedes dieser Länder wird leider an den europ. Gerichtshof auch noch Richter entsenden dürfen, womit ähnliche Gerichtsentscheide auf gesamteuropäischer Ebene möglich werden.

Da Staaten wie Norwegen, Island oder die Schweiz nicht beitreten wollen, stehen auf der langen Beitrittskandidatenliste nur noch lauter rückständiger Staaten. Eines ärmer und homophober als das andere!

Es liegt an den Völkern der EU-Länder hier ein deutliches Stoppsignal zu setzen!


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