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Kristina Schröder ist seit 2009 Bundesfamilienministerin

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat für eine größere Akzeptanz von intersexuellen Menschen und deren Recht auf Selbstbestimmung geworben.

Auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin mit Betroffenen sagte die 35-Jährige am Mittwoch: "Wir teilen ihre Auffassung, dass ein Leben zwischen den Geschlechtern in Deutschland möglich sein sollte." Damit intersexuelle Menschen zukünftig selber entscheiden können, in welchem Geschlecht sie leben möchten, brauche es neben Änderungen auf institutioneller Ebene auch einen Wandel in den Köpfen. "Derzeit erleben wir viel Unwissen und Unsicherheit im Umgang mit Intersexuellen. Das fängt schon mit der Anrede an. Aufklärung ist daher notwendig, damit allein der Mensch zählt", so Schröder.

Ausdrücklich lobte die Ministerin in diesem Zusammenhang die Arbeit von Betroffenen und des Ethikrats. Auf dessen Empfehlung hin hatte die Bundesregierung beschlossen, dass Eltern von intersexuellen Neugeborenen ab 1. November 2013 die Möglichkeit haben, für einen gewissen Zeitraum nach der Geburt auf eine Geschlechtszuweisung zu verzichten. Für Schröder ein wichtiger Schritt der Regierung Richtung Anerkennung. Allerdings haben Betroffenenverbände die Regelung kritisiert, unter anderem weil sie zu einem Zwangsouting führen könne (queer.de berichtete).

Kristina Schröder ist innerhalb der CDU in die Kritik geraten, weil sie sich für die Gleichbehandlung von verpartnerten Paaren mit heterosexuellen Eheleuten im Steuerrecht ausgesprochen hatte. Hintergrund: Im August 2012 hatte sich Schröder als einzige Bundesministerin dem Aufruf von 13 CDU-Bundestagsabgeordneten angeschlossen, schwule und lesbische Lebenspartner im Steuerrecht mit heterosexuellen Eheleuten gleichzustellen (queer.de berichtete). Deshalb hat sie im vergangenen Monat die hessische CDU-Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl aufgeben müssen (queer.de berichtete). (pm/dk)



13 Kommentare

#1 finkAnonym
  • 23.05.2013, 21:31h
  • >"neben Änderungen auf institutioneller Ebene"

    ... und woher kommen die? gibt es dafür nicht irgendein ministerium? ach, richtig: ihr eigenes!

    wäre ja schön, wenn den worten auch taten folgten...
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.05.2013, 21:37h
  • Sieh mal einer an, die BundesKÖHLERIN meldet sich auch mal wieder zu Wort! Mußte wohl erst ihre Eltern fragen!
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#3 florian234Anonym
#4 TheDadProfil
  • 23.05.2013, 22:53hHannover
  • Antwort auf #1 von fink
  • Dazu gehört vor allem das seit Jahren auf Halde liegende "Transsexuelen-Gesetz" zu überarbeiten, dem Ganzem einen anderen Namen zu verpassen, und es endlich einer Abstimmung zuzuführen..

    Das ist Aufgabe ihre Ministeriums..

    Zwangsweise geschlechtsanpassende Operationen im Kindesalter müssen verboten werden und das Personenstandsrecht entsprechend angepasst werden, so das kein Kind mehr missbraucht und verstümmelt wird, nur um einen "Geschlechtsspezifischen Namenseintrag" in´s Geburtsregister "zum Opfer" zu fallen..

    Wer zum Geier verliert etwas dabei wenn ein Kind einfach Kay, Rene oder Kim heißt, ohne um auf die Geschlechtsidentität hinweisend einen zweiten Vornamen zu verwenden ?

    Wenn die Kinder alt genug sind und selbst wissen wer und was sie sind, können immer noch früh genug alle operativen Maßnahmen eingeleitet und durchgeführt werden..

    Jeden Tag kommt so ein Kind hier zur Welt, wo nicht sofort klar ist zu welchem Geschlecht es gehört..
    Früher wurden massenweise solche Kinder zu Mädchen kastirert, weil das "operationstechnisch einfacher" zu bewerkstelligen war..

    Inzwischen gibt es Genetische Test die zwar eine eindeutige Zuordnung vereinfachen können, aber immer noch keine Rücksicht auf das Kind selbst nehmen..

    Vielleicht wollen viele Betroffene keine eindeutige Zuweisung ?

    Warum sie dann nicht gewähren lassen ?

    Mann kann in eine alte Kommode auch einfach neue Schubladen einbauen..
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#5 FelixAnonym
  • 24.05.2013, 06:29h
  • Antwort auf #3 von florian234
  • "Sehr schön, dass nun auch die Regierungskoalition aktiv wird. "

    1.
    Aktiv ist da bisher noch niemand. Gerade in Wahlkampfzeiten wird immer viel geredet, aber das was zählt ist, ob dem auch Taten folgen.

    2.
    Frau Schröder regiert nicht alleine. Die Frage ist immer, wie der Rest der Regierung, ihrer Partei und vor allem Frau Merkel dazu stehen.
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#6 florian234Anonym
  • 24.05.2013, 10:43h
  • Antwort auf #5 von Felix
  • Das sehe ich genauso. Aber die Bundesregierung wird etwas tun müssen, immerhin wurde sie von Institutionen der Vereinten Nationen ermahnt, Menschenrechte auch für Intergeschlechtliche sicherzustellen. Insofern ist die Frage, WAS getan wird - und da müssen auch wir darauf achten, dass es möglichst gut ist. Also: Verbot der geschlechtszuweisenden Eingriffe.
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#7 LucaAnonym
#8 Kim SchicklangAnonym
  • 25.05.2013, 12:20h
  • Das Verlogene erkennt man an dem Satz

    "Damit intersexuelle Menschen zukünftig selber entscheiden können, in welchem Geschlecht sie leben möchten"

    genausowenig wie man sich entscheidet schwul oder lesbisch zu sein, entscheidet sich ein Mensch für eine Geschlechtszugehörigkeit. Menschen sind, was sie sind.
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#9 TheDadProfil
  • 25.05.2013, 13:56hHannover
  • Antwort auf #8 von Kim Schicklang
  • Das stimmt so in diesem Zusammenhang nicht..

    Die Vielschichtigkeit intersexueller Menschen ist mit den zweigeschlechtlichen Begriffen unserer begrenzten Sprache nicht zu erfassen..

    Früher wurde in der Mehrzahl der Fälle die Geschlechtszugehörigkeit des betroffenen Kindes durch das Skallpell entschieden !

    Ärzte "überzeugten" Eltern von der "Notwendigkeit" der eindeutigen Zuweisung, und Kinder die Chromosomal als Jungen zu identifizieren sind wurden vorhandene, aber oft in den Leisten befindliche Hoden entfernt, zu kleine Penisse zu Kitzlern verkürzt und künstliche Scheiden geformt, vorhandene zusätzliche Scheiden vernäht, Eierstöcke entfernt, Kitzler die eher die Größe eines Penisses hatten verkürzt usw., usf...

    Und es geschieht immer noch, weil es immer noch Ärzte gibt die so handeln, und Eltern die das so wünschen..

    Wenn es jetzt heißt "Damit intersexuelle Menschen zukünftig selbst entscheiden können in welchem Geschlecht sie leben möchten", dann bedeutet das vor allem das die Praxis mit dem Skallpell nicht reversible Schäden zu setzten, beendet werden muß..

    Einmal entfernte Hoden und Eierstöcke sind nicht mehr zu ersetzen, und die Menschen sind später gezwungen lebenslang hormonelle Präparate einzunehmen um ein Leben als Mann oder Frau führen zu können..

    Vielen dieser Menschen wurden durch diese überflüssigen und verfrühten Operationen die Zeugungsfähigkeit oder Empfängnisfähigkeit einfach genommen, obwohl es dazu keine medizinischen Gründe gibt..

    Wenn ein intersexueller Mensch so aufwächst wie er geboren wurde, überläßt Mann ihm/ihr also nur die Entscheidung und den Zeitpunkt um zu sagen in welchem Geschlecht sie zu Hause sind..
    Vielleicht ja auch in beiden oder gar keinem, und es findet niemals eine OP statt..
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#10 Kim SchicklangAnonym