Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 24.05.2013           55      Teilen:   |

CSD-Ausschluss der Christdemokraten

Streit zwischen Berliner CSD und CDU ebbt ab

Artikelbild
Mit kleineren CDU-Logos wird es dieses Jahr wieder einen LSU-Wagen auf dem Hauptstadt-CSD geben (Bild: LSU Berlin)

Mit einem überarbeiteten Wagen werden die Lesben und Schwulen in der Union trotz des Ausschlusses der Mutterpartei an der Berliner CSD-Parade teilnehmen.

Von Dennis Klein

"Der Ausschluss der CDU hat endlich das bewirkt, was wir schon seit Jahren versuchen: Eine Diskussion über Inhalte", erklärten die CSD-Veranstalter am Donnerstagabend auf ihrer Facebook-Seite. Kurz zuvor hatten die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) ihren Wagen für die CSD-Parade am 22. Juni angemeldet. Und CSD-Geschäftsführer Robert Kastl ist zufrieden: "Der Wagen wurde massiv verändert. In den letzten Jahren war es ein reiner CDU-Werbewagen, jetzt sieht er mehr nach LSU aus", sagte er gegenüber queer.de.

Rückblick: Mitte April sorgte der CSD Berlin für einen Paukenschlag, als die Veranstalter die CDU von der diesjährigen Parade ausgeschlossen haben (queer.de berichtete). Grund waren die "verfassungswidrigen Entscheidungen" der Bundespartei, die trotz mehrerer Urteile des Bundesverfassungsgerichts immer noch an einer Restdiskriminierung von eingetragenen Lebenspartnern gegenüber heterosexuellen Eheleuten festhalte. Außerdem kritisierte der CSD die "polemischen, diffamierenden und verhetzenden Äußerungen zahlreicher CDU-Politiker".

Fortsetzung nach Anzeige


"Im Großen und Ganzen okay"

Laut Kastl enthalte der Wagen der schwul-lesbischen Christdemokraten nun keine großen CDU-Logos mehr, sondern sehe "nach LSU aus": "Das ist im Großen und Ganzen okay so", erklärte der Aktivist. Ohnehin sei der Ausschluss nur "symbolisch" gewesen und habe nie LSU-Aktivisten und CDU-Politiker wie die "Wilden 13" betroffen, die in ihrer Partei für einen weniger homofeindlichen Kurs kämpfen. Die konservative Parteiführung im Bund hätte trotz aller Sympathien für die Einzelkämpfer aber trotzdem den "demokratischen Grundkonsens verletzt", weil sie sich der Gleichstellung nach wie vor verweigerten – und das, obwohl das Bundesverfassungsgericht innerhalb von vier Jahren fünf Mal verfassungswidrige Diskriminierung von Schwulen und Lesben beklagt hat. Zuletzt stellte Karlsruhe beim Thema Grunderwerbssteuer der Regierung sogar ein Ultimatum bis Mitte Juni und drohte damit, notfalls ohne die Zustimmung des Parlaments eine Übergangsregelung zu erlassen (queer.de berichtete).

Die harte Linie sei aber auch Folge von verschärften Anmelderegelungen, die andere Organisationen und private Unternehmen im selben Maße träfen, erklärte Kastl weiter. Jeder, der die Community unterstütze, dürfe mitfahren, so die Maxime. Er räumte ein, dass es hinter den Kulissen auch immer wieder "Stress" mit anderen Parteien gegeben habe, die den CSD ausschließlich für Werbezwecke nutzen wollten.

"Die LSU ist jetzt sichtbarer"

Den Vorwurf der reinen CDU-Werbung auf seinem Wagen weist LSU-Regionalchef Martin Och auf Anfrage von queer.de entschieden zurück. Zwar wurden vor zwei Jahren wegen der Abgeordnetenhauswahl die Positionen der Landes-CDU eher betont, in diesem Jahr war jedoch ohnehin ein neues Design geplant. "Die LSU ist jetzt sichtbarer", so Och. Man habe eine "gute Mischung aus LSU und CDU gefunden". Die Union unterscheide sich in dieser Frage ohnehin nicht von SPD und Grünen, die ebenfalls Wahlen gewinnen wollten.

Auf sozialen Netzwerken wird inzwischen die voraussichtliche Genehmigung des LSU-Wagens emotional debattiert. Dabei werden sowohl CDU/LSU als auch die CSD-Organisatoren kritisiert. So bezeichnet David Berger den medienwirksamen Ausschluss der CDU als "reinen PR-Gag" der Veranstalter. Andere werfen dem CSD "Toleranz gegenüber Intoleranten" vor.

Aus LSU-Kreisen wurde demgegenüber immer wieder die Vermutung geäußert, dass die CSD-Organisatoren selbst reine Parteipolitik betreiben wollten: So beschwerten sich schwule Christdemokraten, dass unter den CSD-Aktivisten fast ausschließlich Anhänger oder Mitglieder linker Parteien vertreten seien. Sie hätten also ein Interesse daran, an Union und FDP als Feindbild festzuhalten.

Links zum Thema:
» CSD Berlin
» CSD-Magazin
Mehr zum Thema:
» Nazi-Vergleich: CSD Berlin fordert Rücktritt von FDP-Politiker (14.05.13)
» CSD ohne CDU? Die Diskussion geht weiter (11.05.13)
» Dialog zwischen CDU und CSD Berlin (08.05.13)
» Lala Süsskind soll zwischen CSD und CDU schlichten (27.04.13)
» Kommentar: Ene mene muh, raus ist die CDU (26.04.13)
» CDU-Ausschluss: CSD Berlin bleibt hart (25.04.13)
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 55 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 46             5     
Service: | pdf | mailen
Tags: csd, cdu, berlin
Schwerpunkte:
 CSD Berlin
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Streit zwischen Berliner CSD und CDU ebbt ab"


 55 User-Kommentare
« zurück  123456  vor »

Die ersten:   
#1
24.05.2013
17:04:26


(-17, 21 Votes)

Von Aus Bad Homburg


Endlich ist auch der (Berliner) CSD in die deutsche Realität 2013 angekommen. Man kann doch nicht ewig in und mit den linken Klischees der 68-er leben: denn wer will schon vorzeitig ersticken ?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
24.05.2013
17:05:43
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von Marcuus


Haben die nicht früher auch immer teil genommen?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
24.05.2013
17:09:22


(+6, 12 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Aus Bad Homburg


Bürgerrechte sind nicht links, sondern recht und billig.

Wer sie verweigert, lebt in homophoben Klischees von einer 'schrillen Minderheit' und handelt VERFASSUNGSWIDRIG.

Die Zeit der Leibeigenschaft ist vorbei, Herr Baron!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
24.05.2013
17:43:09


(+8, 12 Votes)

Von Luca


Sind die Berliner also auch eingeknickt...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
24.05.2013
17:51:35


(+7, 11 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #1 von Aus Bad Homburg


Halt die Klappe Rose. Du nervst.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
24.05.2013
17:57:02


(+2, 8 Votes)

Von Guy Fawkes
Antwort zu Kommentar #3 von goddamn liberal


Was für eine peinliche Farce.....


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
24.05.2013
17:57:32


(+2, 12 Votes)

Von rational


Schau an. Der katholische Kirchensteuerzahler und Autor David Berger meint was zu PR-Gags.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
24.05.2013
18:00:37


(+2, 6 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von Miguel53de


Ach, von Zeit zu Zeit hör ich den Junker gern...

Es ist immer wichtig zu sehen, welche Zeiten man hinter sich gelassen hat...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
24.05.2013
18:12:17


(+9, 11 Votes)

Von fink


>"So beschwerten sich schwule Christdemokraten, dass unter den CSD-Aktivisten fast ausschließlich Anhänger oder Mitglieder linker Parteien vertreten seien."

wie das wohl nur kommt?

>"Sie hätten also ein Interesse daran, an Union und FDP als Feindbild festzuhalten."

ach ja? und in welchem paralleluniversum ist die union opfer der homos? wer pflegt denn hier wohl feindbilder? wann haben die das letzte mal nachrichten gehört oder ihr parteiprogramm gelesen?

wer so daherschwätzt, der beweist nur, dass es ein fehler ist, die union nun auf dem rücken ihrer schönrednertruppe doch noch einreiten zu lassen. das sind nicht die leute, die die ziele des csd fördern.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
24.05.2013
18:35:33


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #8 von goddamn liberal


Du auch?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123456  vor »


 SZENE - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 SZENE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Kein sicherer Listenplatz: NRW-Grüne strafen Volker Beck ab Grüne NRW schicken Sven Lehmann in den Bundestag Kein Termin für LGBTI-Aktivisten: Kultusminister redet lieber mit Homo-Hassern Berlin: Straße wird nach Homo-Aktivist benannt
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt