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Nervenkitzel und explizite Sexszenen vor romantischer Kulisse: Christophe Paou als Michel und Pierre Deladonchamps als Franck

Bei den Filmfestspielen in Cannes wurde das französische Cruising-Drama "L'Inconnu du lac" (Fremder am See) mit der Queer Palm ausgezeichnet.

Der Film von Regisseur Alain Guiraudi spielt ausschließlich an einem idyllischen See, an dem sich im Sommer schwule Männer zum Sex treffen, und erzählt die Liebesgeschichte zwischen Franck (Pierre de Ladonchamps) und Michel (Christophe Paou). Obwohl Franck heimlich beobachtet, wie Michel einen anderen Mann im See ertränkt, hält er an der Beziehung fest. Wegen expliziter Sexszenen wurde "L'Inconnu du lac" von einem Kritiker als "hardcore" eingestuft.

Die "Queer Palm" wird – ähnlich wie der "Teddy" bei der Berlinale – als LGBT-Auszeichnung neben den offiziellen Preisen bei den Filmfestspielen in Cannes vergeben. Ins Leben gerufen wurde der Preis 2010 von dem Journalisten Franck Finance-Madureira. Vorsitzender der Jury war in diesem Jahr der portugiesische Regisseur João Pedro Rodrigues. (cw)

Vimeo | Offizieller Trailer zum Film


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 timpa354Ehemaliges Profil
#3 TheDad
  • 26.05.2013, 22:17h
  • Auch der Hauptpreis, die goldene Palme ging dieses Jahr an einen Queer-Film..

    Ein deutliches Zeichen der Jury gegen die erneuten Proteste zur Eheöffnung am Tage in Paris ?

    Auf jeden Fall ein deutliches Zeichen der Jury wie wichtig diese Themen gerade in Anbetracht der Eheöffnung sind..
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 NanjoAnonym
  • 27.05.2013, 10:50h
  • Antwort auf #3 von TheDad

  • Du merkst aber schon die Unterschiede?
    Der lesbische Film kriegt den Hauptpreis trotz expliziter Sexszenen. Laut Beschreibung so lange und gezeigte Sexszenen wie noch nie generell in einem Mainstreamfilm und von Kritikern mit Attributen wie sinnlich, elektrisierend, und auf Nahaufnahmen der Sexszenen bedacht. So nah an der Pornografie wie noch kein anderer Mainstreamfilm, geht aber gerade so noch als nicht pornografisch durch.

    Dem Regisseur nach geht es nur zufällig um die Geschichte zweier Frauen, es könnten genauso gut andere Konstellationen sein.
    Ich halte das für verlogen, denn wenn man sich die Filme mit schwuler Haupthandlung betrachtet die es in den Mainstream nach Cannes oder Hollywood für Hauptpreise gebracht haben sieht man den enormen, fast konträr verlaufenden Unterschied, was erlaubt ist und was nicht.
    Schwule Filme wie Brokeback Mountain:
    Ich weiß noch was das für ein Skandal im Vorfeld war und wie sich die Leute über die wirklich kurzen Kussszenen und die sehr kurze, kaum sichtbare Sexszene ereifert und kritisiert haben!
    Bei Lesben aber wird es explizit und lange gezeigt, so aufgenommen das es durch die Kamera möglichst erotisch rüberkommen soll und die Frage ist ob dieser Film den Hauptpreis ohne diese Szenen überhaupt gewonnen hätte...soviel zu "queeres".
    Die wichtigste Frage aber stellen sich die Mainstream- Medien die den Film so loben und ihn als nur zufällig homosexuelles Glanzstück sehen, das austauschbar für alle Liebeskonstellationen sein soll, nicht:
    Wäre dieser Film mit zwei jungen Männern auch als homosexuelles Meisterwerk mit der Haupt- Auszeichnung bedacht worden?
    Es ist stark zu bezweifeln.
    Aber was bringen uns queere Filme wenn vor allem die plakativ gezeigte Sexualität von Lesben eine Hauptrolle spielt um den Lob der Jury zu kriegen?
    Das obwohl was den Bereich der gezeigten Sexuslität betrifft, die schwule Sexualität als tabubehaftet gilt und im Gegensatz zu Heteros und Lesben, Schwule Küsse und Zärtlichkeit oftmals als "eklig" und mit " schwule Sau" beschimpft werden.
    (Hier wäre ein Film, der die Sexszenen zwischen zwei jungen Männern genauso sinnlich und erotisch filmt wie dies bei anderen Konstelkationen üblich ist, nötiger gewesen. Schon um zu zeigen, seht her wie schön und erotisch schwule Sexualität dargestellt werden kann! !)
    Aber dem Regisseur geht es wohl um maximalen Profitgedanken anstatt um wichtige, queere Belange.

    Ganz besonders ist die unterschiedliche Sichtbarkeit bei besonders jungen Leuten. Der lesbische Film geht um ein Anfangs 15 jähriges Mädchen. Ein Film über einen 15 jährigen Jungen der sich in einen jungen Studenten verliebt wäre angesichts der Tatsache das Schwule Jugendliche besonders darunter leiden, Zärtlichkeiten unter Jungs austauschen zu dürfen ohne als " Schwule Sau" beschimpft zu werden, sehr wertvoll gewesen.

    Die " queerness" des diesjährigen Palmegewinners für den Hauptpreis ist also relativ.
    Es ist mehr Mainstream als schwulen Erotikfilmen je die Chance gegeben wird.
    Deshalb sind Lobpudeleien, der Film sei ein Zeichen gegen Homophobie nur sehr bedingt angebracht.
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#6 TheDad
  • 28.05.2013, 02:07h
  • Antwort auf #5 von Nanjo
  • Natürlich..

    Ich weiß ganz genau wie das in den Medien funktioniert..

    Heteronormativität und Homophobie sind siamesische Zwillinge..

    Das ändert aber nichts an der Tatsache das der Hauptpreis an den richtigen Film gegangen ist..
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