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Die Berlin Bruisers haben in Bristol ihren internationalen Einstand gefeiert - und den Berliner Bären bekannter gemacht (Bild: Berlin Bruisers)

Ein Jahr nach seiner Gründung konnte das erste schwule Rugby-Team Deutschlands bei einem internationalen Turnier seinen ersten Sieg feiern – ausgerechnet gegen die Heimmannschaft.

Die Berlin Bruisers (zu Deutsch: Rabauken) sind am Wochenende bei der ersten Teilnahme an einem europaweiten schwulen Rugby-Turnier siegreich vom Platz gegangen. Das Hauptstadt-Team gewann beim alle zwei Jahre stattfindenden Union Cup im englischen Bristol mit 19:12 gegen die austragende Mannschaft, die Bristol Bisons. Bei den anderen drei Spielen unterlag die deutsche Mannschaft.

Bruisers-Spieler Visa Noronen zeigte sich trotz der Niederlagen gegenüber queer.de begeistert über den Sieg: "Dafür, dass wir erst ein Jahr alt sind, war das ein toller Erfolg", erklärte der in Berlin lebende Finne. "Wir waren die jüngste Mannschaft im Feld und haben uns gut geschlagen." Außerdem sei beim Turnier ohnehin das Gemeinschaftsgefühl das Wichtigste.

Teamgründer Dave Egan erklärte, der Sieg zeige, wie sehr sich die harte Arbeit gelohnt habe: "Die meisten unserer Mitglieder haben vor ihrem Beitritt zum Team nicht Rugby gespielt. Wir nähern uns trotzdem dem internationalen Niveau in den traditionellen Rugby-Ländern an."

Große Solidarität unter Sportlern

Im Vorfeld gab es bei der 20-stündigen Anreise nach Bristol Probleme: So stahlen Unbekannte auf der Fähre über den Ärmelkanal die Teamkasse – insgesamt 1.500 Euro. Nachdem Mitspieler anderer Teams von dem Diebstahl gehört hatten, legten sie aus Solidarität mehr als 500 Euro für die Berliner zusammen.

Das Turnier konnten wie schon vor zwei Jahren in Amsterdam die King Cross Steelers aus London gewinnen. Die 1995 gegründete Mannschaft ist das erste schwule Rugby-Team der Welt. Insgesamt wurde der Union Cup zum fünften Mal ausgetragen.

Mit 550 angemeldeten Rugbyspielern und 17 Teams ist der Union Cup 2013 in Bristol das bislang größte schwule Rugby-Turnier auf dem Kontinent. Die meisten Teilnehmer kamen von den britischen Inseln, aber auch aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Schweden. (dk)



#1 LucaAnonym
  • 27.05.2013, 16:08h
  • Herzlichen Glückwunsch!

    Auch Schwule können eben gute Sportler sein und brauchen sich nicht zu verstecken und selbst zu verleugnen.
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#2 seb1983
#3 stromboliProfil
#4 seb1983
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 HugoAnonym
  • 27.05.2013, 22:35h
  • "Nachdem Mitspieler anderer Teams von dem Diebstahl gehört hatten, legten sie aus Solidarität mehr als 500 Euro für die Berliner zusammen."

    Das nenne ich Menschlichkeit.
    Die ewiggestrigen sollen sehen was Menschlichkeit ist: Einander helfen und nicht steinigen.
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#7 stromboliProfil